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Monat: August 2020

Superjeile Zick.

Superjeile Zick.

ich sitze gerade auf arbeit, habe mittagspause und höre nebenbei brings auf youtube. brings ist so die typische karnevalsmusik, die mich so hauptsächlich an die ganzen karnevalsparties von 2007 bis 2011 erinnern.. das sind songs, die habe ich total vergessen, ich habe seit .. ich glaube 2013 oder ’14, als ich das letzte mal mit tobi in köln war, keine karnevalsmusik gehört. mittlerweile sind fast alle meine kontakte aus köln über die jahre in die brüche gegangen, entweder eingeschlafen oder zerbrach aufgrund irgendwelcher auseinandersetzungen.

wenn ich die musik jetzt höre, dann fühle ich heute noch, wie ich mit meinem fetten brautkleid auf der tanzfläche stehe und einfach ausgelassen getanzt habe. ich muss auch sagen, selbst, wenn kai und ich zum wiederholten mal damals im streit auseinandergegangen sind und wir auch vermutlich in keinster weise irgendwie miteinander.. harmonieren und auch sonst nichts gemeinsam haben, war kai für mich immer der perfekte karnevalspartner. rosenmontag morgens um halb acht sich schon anstellen, um einen perfekten platz beim umzug zu haben, oder bis zuletzt noch im .. boah, ich weiß schon gar nicht mehr, wie das hieß, aber wir waren immer im gleichen schuppen, das war einfach.. immer.. ja, keine ahnung. das war karneval. von unserer damaligen gruppe war auch irgendwie keiner dabei, der das ganz genauso gesehen und gehandhabt hat wie wir beide damals.

ich weiß, dass kai seit damals keinen gedanken mehr an mich verschwendet hat und ich auch nicht wirklich an ihn, aber das sind so momente, in denen ich mit einem lächeln zurückblicken kann. kai wird heute noch – diesmal mit anderen menschen – genauso jedes jahr karneval abfeiern (wenn nicht gerade eine pandemie herrscht), für ihn hat sich da nichts geändert, aber für mich ist es eine phase im leben, die mal war und nicht mehr wiederkommt. was okay ist. schön und schade zugleich, denn es sind so momente, die damals perfekt waren. aber es kommen neue phasen im leben, andere, die genauso perfekt und toll sind, auf die ich auch irgendwann mal mit einem lächeln zurückblicken kann. ich glaube, das ist auch das, was das ganze so besonders macht. ich denke, ich könnte nicht immer das gleiche machen, jahrelang. ich liebe diese neuen phasen, ich liebe es, dass ich mich jeder phase hingeben kann und jede für sich selbst genauso lieben und schätzen kann, auch wenn sie an für sich alle total unterschiedlich sind. karneval in köln, bis tief in die nacht rollenspiele zocken, mit nadin 2006 auf abifeten gehen, backstreet boys in den hotels hinterher stalken und instagrammen, all solche sachen. für viele menschen total banale, unwichtige dinge, dümmlich und kindisch. aber für mich totale erfüllung.

vor ein paar tagen noch fragte ich mich, was.. mein leben bringen soll. also nicht auf diese depressive weise, sondern einfach.. was sind so meine ziele im leben, wenn keine familie, keine kinder, heirat, haus? ..

ich hab kein ziel im leben, das weiß und wusste ich schon immer. der weg ist das ziel. und der weg sind all diese phasen.

ich hatte heute schon ein anstrengendes gespräch mit meiner mutter über ihre psychische gesundheit und bin froh, dass ich diese kaputte sichtweise, die ich von ihr „geerbt“ habe, ablegen konnte. mit schock sehe ich zu, wie sie denkt und wie … sich das niemals ändern wird.

ich bin froh um meine einstellung, dass ich das alles so sehen, schätzen, fühlen und leben kann, wie ich es tue.

und nun arbeite ich weiter, damit ich rechtzeitig feierabend machen kann.

suzaku

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