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Tag: 2. Januar 2021

Selbstlos.

Selbstlos.

tja und schneller als gedacht, melde ich mich doch wieder zurück. es ist 14.47, ich höre wieder das lied von gestern und sitze auf der couch im wohnzimmer. tobi macht gerade sport im fitnessraum und joa.. ich war jetzt am überlegen, was ich tun sollte, aber tb schreiben erschien mir jetzt ganz angenehm.

was gibt es so zu erzählen? – mal was total .. greifbares aus dem alltag. und zwar war ich letzte woche beim zahnarzt, weil mir vor einer weile was an einer füllung abgebrochen ist. naja, über die weihnachtstage hat das dann angefangen weh zu tun und an der stelle wurde es auch dick, sodass ich wie gesagt spontan letzte woche zum zahnarzt gegangen bin. daraufhin wurde alles angeschaut und die füllung auch wieder repariert, und joa. das angeschwollene ging jetzt aber nicht weg – und man merkt schon an meiner nicht ganz so ausschweifenden erzählweise (ganz im gegensatz zu sonst), dass ich gar keinen bock habe, das eben so ausschweifend zu erzählen – und nun habe ich mir das näher angeguckt und siehe da, ich bin mir – nach etwas googlen – ziemlich sicher, dass das ein abszess ist. cool, wa? … naja, also wie gesagt, ich brauch hier jetzt auch bitte keine großen … doktoreien und diagnosen, ich finde, wenn man im internet immer irgendwie sowas schreibt, dann kommen alle aus ihren löchern gekrochen und jeder weiß was schlaues von irgendeinem bekannten. also normalerweise, wenn man eben richtig verzweifelt ist, dann ist das schon hilfreich und ratsam, aber… ach, ich werde jetzt am montag wieder beim zahnarzt anrufen und dann geh ich halt nochmal hin. ich seh das ganz gechillt. ich sags doch, ich bin gerade der ursprung allen chills XD .. soll sich der arzt das nochmal angucken und da rumtüdeln. und wenn im schlimmsten fall der ganze zahn rausoperiert werden muss und ich dann drei monate mit ner lücke in der fresse rumrennen muss, bis man da was neues hinoperieren kann, dann ist das halt so. annehmen dessen, was ist. oder wie mein lieblingszitat von shakespeare lautet: „..und all unsere leiden werden einst der stoff für heitere gespräche sein.“ – und so wie ich mich kenne, wäre dies nicht IRGENDWANN der stoff für heitere gespräche, sondern sofort, denn ich würde wahrscheinlich übelst den witz draus machen und einen instagram-piraten-posting damit starten XD .. so wie der dieser piratentyp von simpsons: HARRRR! xD

ich habe mir überlegt, bzw. ich war mir nicht ganz sicher, ob ich zu meinem eintrag von gestern noch etwas ergänzend weiterschreiben soll, aber irgendwie.. lass ich es nun doch. gibt, glaub ich, nichts hinzuzufügen, oder zumindest nicht genügend, damit das mehr als ein kleiner, jämmerlicher satz wäre. und wie ihr wisst, ich bin nicht so der, der sich kurz fassen kann bzw. das gar will xD

ansonsten.. gehts mir gerade zwar eigentlich irgendwie ganz gut, aber.. ich denke viel über jemanden aus meinem bekanntenkreis nach, der mir sehr wichtig ist und dem es gerade nicht so gut geht, bzw. schon länger nicht. es belastet mich, dass ich nicht helfen kann, wenn ich auch weiß, dass derjenige in guten händen ist. ich versuche auch, mich nicht so sehr in ihn hineinzufühlen, obwohl ich ständig in gedanken bei diesem menschen bin. jedoch nicht so hineinfühlen, dass ich selber anfange darunter zu leiden. nicht aufgrund des.. leidens wegen, also weil ich selber nicht leiden will, ich glaube sogar, ich leide sehr gerne mit anderen mit. wenn ich jemanden sehr mag und demjenigen geht es schlecht, oder wenn ich ungerechtigkeiten mitbekomme, ganz egal, ob das in meinem näheren umfeld ist oder.. irgendwo im fernsehen, dann.. geht mir das schon nah und es geht mir auch „gerne“ nah, denn.. ich habe immer das trügerische gefühl, die illusion, dass, wenn ich mitleide, derjenige weniger leidet. geteiltes leid, ist halbes leid. was eigentlich schwachsinn ist, denn mitleid ist nicht das gleiche wie mitgefühl. bei mitleid leiden zwei. bei mitgefühl tut man, was in der eigenen macht steht, um dem leidenden in seinem sinne zu helfen oder ihm zumindest ein gefühl von verständnis zu übermitteln. darum versuche ich dieses… mitleiden abzustreifen. zumindest das selbst forcierte mitleiden. intuitiv hätte ich mich jetzt bei demjenigen gemeldet, ihm vielleicht ein paar nette worte gesagt, aber .. ich weiß tief im innern, dass das nichts bringt, derjenige weiß bereits, dass ich ihm beistehe und er mir wichtig ist und ich an ihn denke. und alles weitere muss derjenige leider selber durchstehen. manche schmerzen kann man einfach nicht abnehmen.

ich denke sowieso, dass es eine sehr hohe kunst ist, etwas total selbstloses zu tun. wenn ich so recht überlege, dann.. sind fast alle sachen, die ich für andere tue, dinge, die ich für mich selber mache. also nicht, dass daran etwas verwerfliches ist, aber man sollte sich vielleicht nicht zu viel drauf einbilden. zum beispiel .. um mal was aktuelles zu nennen, habe ich ganz viele masken genäht und diese zu weihnachten all möglichen leuten geschenkt. alle haben sich natürlich darüber gefreut oder zumindest war das so mein feedback, allerdings.. war das eigentlich eine total egoistische tat, da ich einfach nur spaß dran hatte, die dinger nähen. was ja wie gesagt nichts verwerfliches ist, man sollte – oder was heißt „sollte“? – ich möchte mir nur darüber im klaren sein. ich meine klar, jeder weiß, dass hinter der guten tat, die man tätigt, immer auch was egoistisches steckt, aber ich glaube, viel häufiger als man sich dessen eigentlich bewusst ist. das mit den masken ist sogar eher etwas, das ganz offensichtlich ist, nicht nur für mich, der sich sehr analysiert und selbst reflektiert, sondern, ich denke, für jeden, der auch nur kurz darüber nachdenkt. aber andererseits.. ist etwas, das man selbst ohne ‚freude‘ für andere tut mehr wert, als etwas, wo auch ein bisschen.. egoismus dahintersteckt? .. hmm.. ja, nein… manchmal. ein beispiel.. ich backe mittlerweile fast jede woche einen kuchen für meine arbeitskollegen. ein kollege von mir freut sich da schon jeden freitag drauf und ich mache das auch immer mit großem spaß. meistens ist das eben donnerstags, weil ich da am meisten zeit habe und irgendwie hat sich bei uns auf arbeit schon der insider „kuchen-freitag“ eingeschlichen. neulich war ich an einem donnerstag total müde und hatte keinen bock auf kuchen backen, allerdings war ja am nächsten tag… kuchen-freitag. also habe ich mich doch noch in die küche gestellt, weil ich wusste, dass mein kollege sich darüber freuen würde. – ist jetzt dieser kuchen mehr wert als die, die ich die vorigen wochen mitgebracht habe, nur weil ich die mit freude gebacken hab und den jetzt aus… selbstlosigkeit? nö. kuchen ist kuchen, würde ich doch mal sagen. – andererseits gibt’s auch noch das gegenbeispiel. vor jahren hat meine schwägerin meinem vater mal zum geburtstag einen „fresskorb“ geschenkt. dieser fresskorb bestand aus italienischen sachen, hauptsächlich eben pasta und so mediterranes zeug. nun mag mein vater aber gar kein italienisches essen, schon gar keine pasta, meine schwägerin aber schon und darum hat sie ihm dieses auch zusammengestellt, weil sie sich da auskennt und weiß, was da eben gut ist, und natürlich, weil sie es einfach selber mag. in dem fall hat die eigene freude dann doch einen maßgeblichen einfluss auf die selbstlosigkeit bzw. auf denjenigen, der diese „güte“ und diese wohltat aus eigentlicher „selbstlosigkeit“ zu spüren bekäme, denn das resultat war, dass vieles von dem fresskorb weiterverschenkt, jemand anderes gegessen oder sogar weggeschmissen wurde, alles in allem war es etwas, was meinem vater gar nicht „dienlich“ war. man kann es also so oder so sehen, bzw. so oder so ausüben. aber ich glaube, .. man muss schon sehr aufmerksam, achtsam, sein, um sich dessen bewusst zu werden, wann man sich etwas gutes tut und wann jemand anderem, bzw. in welchem maße wem. was aber auch gar nicht so wichtig ist. manchmal. keine ahnung. man merkt, dass ich urlaub und somit zeit habe, mir über sowas gedanken zu machen, lol.

mehr nicht, irgendwie habe ich nicht so richtig was zu erzählen. (merkt man kaum XD)

suzaku

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