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Tag: 21. Januar 2021

Beim Kiefer-Metzger. // ..aber man kann immer helfen.

Beim Kiefer-Metzger. // ..aber man kann immer helfen.

so, hier bin ich wieder. es ist 9:50 am donnerstagvormittag und ich sitze auf der couch im wohnzimmer, die sonne scheint gerade ganz gemütlich durch die halb runtergelassenen rollläden und es läuft celine dion mit „to love you more“..

ich war ja gestern beim metzgern, also sprich bei meiner tollen wurzelspitzenresektion, und ihr interessiert euch jetzt bestimmt breeeeennend dafür, wie es war und wie es mir nun geht.

also. keine ahnung, wie sehr ich jetzt ins detail gehe, denn ich habe etwas kopfschmerzen (um die letzte frage gleich mal zu beantworten), aber naja, schauen wir mal, wie weit ich komme xD

ich bin da also gestern ganz normal hingefahren, ich hatte ja auch nur örtliche betäubung geplant, sprich, dann auch wieder ganz normal nach hause fahren. von der praxis aus bis nach hause fahre ich ungefähr so.. hm, dreiviertel bis ganze stunde, je nachdem wie es läuft.

naja, ich komm dann da hin, gebe mein kärtchen ab und sage, dass ich einen termin habe, die guckt mich an, guckt in den pc, guckt dann wieder mich an und sagt: „sie möchten das nur mit einer örtlichen betäubung?“.. öhhh… xD – „ja?“ ……. die guckt mich an und sagt etwas verunsichert: „okay…..“ .. ÄH OKAY? SOLLTE ICH IRGENDETWAS VORHER NOCH WISSEN? XD .. naja, kurz im wartezimmer gesessen, direkt aufgerufen und ich lauf dann so an.. mehreren behandlungszimmern vorbei, man konnte dann teilweise auch im vorbeigehen reinsehen, weil die türen alle aus glas sind und nur so ein milchglasstreifen dran ist bzw teilweise auch die tür offenstand und ähm, DIE LAGEN DA ALLE VOLL NARKOTISIERT? … errrrr ja xD wobei ich da echt eier hab, das hat mich jetzt nicht wirklich beunruhigt, sondern viel mehr gewundert. nya, ich setze mich so aufn stuhl, arzthelferin bespricht noch irgendwas und sagt so: „sie wünschen nur örtliche betäubung?….“ – „ja“ ….. „hm, ooookay.“ äh, ja. ok. dann kommt irgendwann der arzt und sagt so: „na frau suzaku, wie gehts ihnen?“ – „ja noch gehts mir gut XD“ – „und sie wollen den eingriff nur mit örtlicher betäubung?“ – am liebsten hätte gebrüllt: JA MAN IRGENDEIN PROBLEM DAMIT XDDD und ich so: „ja“ und er… „…………..okay“, wieder so leicht…. stutzig. XD keine ahnung, was die alle haben, oder hab ich hier einer nierentransplantation zugestimmt lol. er hat dann ein paar spritzen reingejagt, die echt.. super gar nicht weh getan haben, also jetzt ohne fuck. sagt der so zu mir: „jetzt tuts gleich weh“ und ich warte auf den schmerz und er so: „so und jetzt noch eine spritze am gaumen und dann haben sie es geschafft.“ äh hö? .. ok. die am gaumen war jetzt ned so geil, aber im ernst… SPRITZEN AM GAUMEN KENN ICH IN EINER GANZ ANDEREN SCHMERZKLASSE. und ja, ihr sprecht hier mit einem profi XD

na jedenfalls… hab dann zwanzig minuten warten müssen, bis alles betäubt war und .. in der zwischenzeit hab ich erstmal ein paar selfies gemacht LOL.

xD

are you ready to PAAAARTAAAAYYYYYYY??? =D

 

ja, aber… ganz ehrlich, so schlimm war das ned mal. also GAR NICHT. hab halt dann so ein op-tuch-dings über den kopf gekriegt und dann gings los.. also.. ich kann ned mal sagen, wann die genau was gemacht haben, weil unter dem op-lappen hat man echt gar nichts verstanden (XD), aber joa… zuerst hat man gar nichts mitgekriegt. also nur, dass die da irgendwie rumfummeln, aber.. joa, jetzt keine schmerzen oder unangenehmes ziehen oder sonstwas. und dann sagt er irgendwann so: „so, ich hab jetzt die entzündung entfernt, jetzt kürze ich die wurzelspitze, das gibt gleich ein paar unangenehme geräusche.“ – und … ja, also jetzt komm. da hat man einmal so ne art knacken gehört, auch relativ laut, und auch mal so ein kratzen, also.. da konnte ich mir dann schon vorstellen, was se da machen, weil.. OMG, WEIL ! MEINE GESANGSLEHRERIN EY! XD und zwar hab ich ja meinen termin verschoben, weil kann ja ned mit aufgequollener fresse singen und sie so: „was genau wird gemacht?“ und ich: „ne wurzelspitzenresektion“ und sie so: „oh ja das hatte ich auch schon.“ – „hats sehr weh getan? also.. was is so das schlimmste, was du schon hast machen lassen und dann verglichen dazu die wurzelspitzenresektion?“ – und sie so: „ich hab schon alles, implantat, krone, egal.. alles. und die wsr war nicht mal schmerzhaft, also gar nicht, aber ich kam mir vor wie beim metzger.. du musst dir das ja so vorstellen, die kratzen da das ganze fleisch vom knochen runter und das hörst halt, wie das so RATSCH RATSCH macht.“ – äh ja. DANKE MEINE LIEBE, VORHER HÄTTE ICH MIR UNTER DEN GERÄUSCHEN GAR NICHTS VORSTELLEN KÖNNEN, ABER ANHAND DEINER EXAKTEN, SAW-MÄSSIGEN ANALYSE… SUPERBE! .. xD ja also dieses RATSCH RATSCH, das hab ich auch gehört lol. aber joa, weh getan hat echt nix und so richtig.. zusammengemetzgert kam ich mir eigentlich auch nicht vor.. also war echt alles okay.

nach der op ist dann der arzt kurz raus, die arzthelferin hat noch geröntgt und mir gleich prophylaktisch schmerzmittel gegeben und ich sollte direkt mit einem kühlpad kühlen und der arzt kommt so rein und sagt so: „wie geht es ihnen?“ und ich zucke mit den schultern und sag so: „ganz gut?“ .. und er so bissl geplättet: „also sie sind echt extrem schmerzunempfindlich!“ – HA WENN DER WÜSSTE, WIE ICH BRÜLLE, WENN ICH MIR DEN KLEINEN ZEH AN DER COUCH ANSTOSSE! .. der hat mir dann erklärt, dass die entzündung schon echt groß war, aber er hat alles entfernt und hofft halt, dass das jetzt keine zicken mehr macht, denn so konnte der zahn drin bleiben, aber wenn da nochmal was wäre, dann muss der zahn halt doch raus, denn wenn er noch mehr entfernt, hätte der zahn keinen halt mehr im kiefer.

naja, ich bin dann anschließend noch zur apotheke, weil ich meine ibus holen musste und joa.. ich sags euch, da gings ab. da waren gefühlt 10 rentner in dieser kleinen apotheke und alle kassen waren besetzt und alle haben sich wegen den masken rumgeschlägert.. gutschein hier, fresszettel da, nee, pro person gibt es nur soundsoviele masken und überhaupt! .. als die eine apothekerin mich gesehen hat mit meinem rezept und wie ich das kühlpad auf die fresse halte, die hat gleich gegrinst, ich glaub, die war froh, mal „normale“ kundschaft bedienen zu können… meinte auch gleich total freundlich zu mir: „oje, sie sind heute schon malträtiert worden?“ .. ach was, BESSER ALS ARBEITEN XD .. GERNE JEDE WOCHE WURZELSPITZENRESEKTIONEN, WENN ICH DANN NICHT MEHR INS BÜRO MUSS XDDDD

ich hab mich dann anschließend noch mit meiner mutter in der stadt getroffen, weil ich ja sonst nicht mehr so oft in den ort komme, wo halt eben dieser zahnchirurg ist und wo ja auch meine mutter wohnt. seit corona noch seltener. und meine mutter hat ja am wochenende geburtstag, das heißt, ich hab ihr dann vorab schon mal ein geschenk übergeben. in meiner familie schenkt man sich zu weihnachten und geburtstag eigentlich immer sinnlosen schrott. also genau genommen sind geschenke zwischen meinen eltern und mir, bzw. generell in der familie, so ein.. hm… „ich hab keine ahnung von der person, ich weiß gar nicht, was die sich wünscht, naja, kauft man mal irgendwas.“ – so ungefähr. also eigentlich genau genommen totale geldverschwendung. irgendwann sind wir dann zu gutscheinen übergegangen, aber selbst die sind… totale geldverschwendung, weil wir ganz woanders wohnen, das heißt, man kriegt essensgutscheine für restaurants, zu denen wir eh nie hinkommen. aber hauptsache man hat irgendwas zu überreichen, scheißegal, ob der andere was damit anfangen kann oder nicht. so ungefähr läuft das seit.. keine ahnung, zwanzig jahren in meiner familie.

 

mittlerweile ist es kurz vor eins. ich hab vorher aufgrund von kopfweh aufgehört, anschließend wollte tobi was essen, jetzt habe ich noch gekocht und hier bin ich nun wieder.

um ehrlich zu sein, komme ich heute überhaupt nicht in schreiblaune. kennt ihr das, man setzt sich hin, um irgendwas zu machen, dann friert einem plötzlich der fuß, also steht man auf und holt sich dickere socken, dann merkt man, dass die socken kratzig sind, also steht man nochmal auf, setzt sich wieder hin, oh ich hab durst, noch was zu trinken holen, UND SO GEHT DAS SCHON DEN GANZEN TAG. irgendwie bin ich nur genervt XD und was noch viel schlimmer ist, ist, wenn ich keine gescheite musik weiß zum tagebuch schreiben, boah, das nervt mich. irgendwie will ich nur hinlegen, süßigkeiten fressen und mir lauter dokus reinziehen, ich glaub, das mach ich nachher auch. mir egal, nehme ich halt zu oder sonstwas, mir wuuuuurscht. bin kraaaaank XD kann machen, was ich will lol.

 

naja, aber eins will ich noch erzählen.. und zwar .. hm.. ich hab erst vor ner weile doch von jemandem aus meinem bekanntenkreis erzählt, der mir sehr wichtig ist und dem es gerade nicht so gut geht. ich habe die ganze zeit versucht, ihm irgendwie zu helfen, auch wenn ich weiß, dass ich von meinem standpunkt aus nicht viel tun kann, bzw. dass allgemein niemand was tun kann. ich habe immer wieder darüber nachgedacht und… hm. keine ahnung, wie ich drauf kam, aber irgendwann kam mir plötzlich in den sinn, dass.. man nicht immer den menschen helfen kann, denen man helfen möchte, aber .. man kann immer helfen.

 

als ich fünf war, sind meine tante, meine mutter und ich auf die philippinen in urlaub geflogen. es war das einzige mal, das ich bisher dort war, denn ich muss zugeben, obwohl ich zur hälfte filipina bin (ok, das allein klingt schon komisch), liegen die philippinen auf der hitlist meiner begehrtesten urlaubsziele irgendwo ganz weit hinten. ich war ja noch nie sonderlich familiär eingestellt, bei meiner familie auch kein wunder, aber .. ich wollte nie meine verwandten auf den philippinen kennenlernen, da ich da genau genommen keinem traue. ich weiß von mehreren fällen, in denen meine mutter um geld betrogen wurde, da wurde halt mal ganz schnell vorgelogen, dass jemand sterbenskrank ist und dann wurde sich von dem geld ein neuer fernseher gekauft. und all solche sachen. ich hatte nie zu irgendjemandem da kontakt und so habe ich es immer belassen, auch wenn ich weiß, dass ich damit auch welche in die ignore-schublade schubse, die eigentlich ganz nett sein könnten.

aber zurück, meine tante, meine mutter und ich waren im urlaub. ich hab damals sogar auch meinen sechsten geburtstag auf den philippinen gefeiert. ich weiß noch, dass sie mir da einen rechteckigen kuchen gekauft haben, der extrem süß war, also typisch asiatisch. und auf dem kuchen war ein see abgebildet, mit schwänen, ein paar menschen und bäumen, alles so zuckerfiguren. und die fand ich damals so toll, dass ich die aufgehoben habe und am nächsten tag war das ganze wohnzimmer voller ameisen, weil ich die zuckerfiguren einfach nur ins regal gelegt habe xD

einmal waren wir auch irgendwo bei einem meiner vielen onkel und der hatte hühner. keine ahnung, wie es dazu gekommen ist, ich kann mich sowieso nur noch an fetzen erinnern, aber dieser onkel hat dann einem huhn (oder einem hahn?) die füße zusammengebunden und mir das auf den arm gesetzt. und ich bin den ganzen nachmittag mit diesem huhn im arm rumgerannt und war super stolz. an das kann ich mich auch noch erinnern, wie krass ich das fand, so ein huhn von ganz nah bei mir zu haben. unvorstellbar, dass das bald 30 jahre her ist.

 

vorgestern hatte ich homeoffice. und ich hatte ziemlich langweiligen schrott zu tun, ich musste noch eine zeichnung fertigstellen. und ich sags euch, zeichnen im homeoffice ist eine katastrophe. da klickst einen befehl an und dann wartest erstmal gefühlt fünf minuten bis der rechner reagiert und so gehts weiter. irgendwann hat dann meine mutter mich angechattet und .. ganz untypisch für mich, habe ich sie dann einfach zurückgerufen und neben meiner zeichnung dann mit ihr telefoniert. ich telefoniere nie mit ihr, generell habe ich eh nur wenig kontakt mit meiner mutter und wenn ich mal mit ihr chatte, dann… mache das eigentlich auch nie aus lust, sondern immer nur aus.. gutmütigkeit? .. wir haben dann telefoniert und ich will gar nicht so sehr auf das telefonat und meinen eindruck davon eingehen, das ist und bleibt, wie es schon immer war und ist, sie jammert wegen allem, aber man merkt halt ganz deutlich, dass 99% ihrer probleme einfach.. selbst verursacht sind oder eben depressive ansichtsweise ist. also sie steckt wirklich extrem krass in ihrer eigenen, eingeschränkten sicht, dreht sich alles so hin, wie es ihr in den kram passt und merkt auch gar nicht, dass sie das tut. also das ist ganz schlimm, alle sind böse, alle tun ihr böses und überhaupt ist sie das opfer und keiner gönnt ihr was oder sonstwie. ich muss da auch immer an die klinik denken, da gabs so ein paar wenige, ganz wenige, da hast denen in der therapie zugehört und da denkste dir einfach nur: „gut, da ist hopfen und malz verloren. jegliche energie, die ich da noch reinstecke, ist fürn arsch.“ und genauso ist das auch bei meiner mutter.

aber sie hat mir dann unter anderem von einem ihrer brüder erzählt, ich muss ehrlich sagen, ich kann die auch alle gar nicht auseinander halten. ich konnte gedanklich mir nur einen merken und der ist vor ein paar jahren gestorben, alle anderen sind für mich irgendwelche… entfernten verwandten, von denen ich keine ahnung habe. generell gehört für mich.. also, wenn mich einer fragt, cousin, onkel etc nicht zur familie. ich unterscheide da schon zwischen „familie“ und „verwandte“, verwandte sind irgendwelche leute, mit denen man zufällig genetisch irgendwie … eben verwandt ist. fertig. familie, das sind so… die leute, mit denen man in einem haus gelebt hat und groß geworden ist, also… mutter, vater, geschwister. also klassisch traditionell gesehen, ich weiß schon, dass es andere modelle auch gibt. ich denke, dass ich das alles so mit .. vorsicht genieße und mich da eher zurückziehe, also von meiner philippinischen verwandtschaft, liegt eben .. an vielen dingen. einerseits mein absolut gestörtes verhältnis zu meiner mutter und somit auch zu allem, was sie quasi „verkörpert“, also eben philippinen, ich empfinde mich auch – bis auf mein junges aussehen – komplett deutsch. also in allem. ich kann ja auch die sprache nicht und habe keinerlei verbindung zu diesem land, also ich bin da noch entfernter dran als jemand, der da (in seinem erwachsenenleben) mal im urlaub war. dann kommt halt noch hinzu, dass ich eben aufgrund meiner kindheit so total unfamiliär bin und pauschal erstmal familie auf abstand halte, das tue ich ja auch bei tobis familie und das, obwohl die ganz anders sind. und nicht zuletzt halt durch die ganzen abzocker-horrorgeschichten mit… um geld betteln, weil angeblich jemand verstorben ist und man nun geld für die bestattungskosten braucht und dann aber küche renovieren oder so. naja. jedenfalls hat meine mutter dann irgendwie was von einem ihrer brüder erzählt, einer hatte wohl… irgendwann (?) darmkrebs und der hat jetzt einen stomabeutel. so, mehr weiß ich nicht. und meine mutter unterstützt ja ihre familie seit jeher finanziell.

 

man kann nicht immer auserwählten menschen helfen, aber man kann immer helfen.

 

am abend hatte ich nochmal mit ihr gechattet und ich meinte so: „du mama, der mit dem stomabeutel.. wer ist denn das?“ – „lorie..“ – „und wer ist das? kenne ich den?“ – „das ist der, der dir damals den gockel gegeben hat.“

ugh.

sie hat mir dann ein paar bilder geschickt von ihrem letzten skype videocall mit ihm und dann … kam in mir noch mehr ugh hoch.

„ja, er ist ziemlich gealtert seit dem krebs. im dezember ist er aus der klinik entlassen worden, da habe ich auch viel geld gegeben, wegen den ganzen medikamenten und so.“ – „was kostet sowas denn?“ – „im dezember war es viel wegen den arztkosten, da habe ich 400 euro gegeben.“

 

in meiner familie schenkt man sich zu weihnachten und geburtstag eigentlich immer sinnlosen schrott.

 

ich habe dann vierhundert euro vom konto abgehoben, das in einen umschlag getan, „für lorie“ draufgeschrieben und dazu eine packung lindt-pralinen gekauft. eine schleife drüber, sodass man erstmal nicht sieht, für wen der umschlag eigentlich ist. ich wollte nicht dabei sein, wenn meine mutter bemerkt, was das für ein geschenk ist. sie würde das dann am wochenende aufmachen und dann das geld sehen.

und was heute anders ist, als es früher gewesen wäre… früher hätte ich damit meine mutter beeindrucken wollen. früher hätte ich ihr damit beweisen wollen, was für ein toller mensch ich bin, wie viel besser ich bin als mein bruder und dass ich ihre liebe und wertschätzung eigentlich schon verdient hab.

das ist heute nicht mehr so. ich weiß, dass meine mutter mich dadurch nicht mehr lieben oder wertschätzen wird. und auch dadurch nicht mehr erkennen wird, ob ich ein guter mensch bin oder nicht.

 

ich habe wirklich für mich versucht zu erörtern, warum ich das tue oder viel mehr getan habe.

ich hatte schon immer den großen drang – auch wenn das jetzt klischeehaft klingt, aber – obdachlosen zu helfen. ich weiß nicht warum, aber mich zieht es irgendwie zu obdachlosen. mit denen kann ich einfach so sehr mitfühlen, obwohl ich nie obdachlos war. vielleicht weil das so die.. verlorenen, vergessenen sind, die ohne heimat. ich hatte auch nie ein gefühl von heimat. keine ahnung. tobi ist zum beispiel gar nicht so. tobi ist ein guter mensch, er spendet auch und alles, aber .. nur für tier und umwelt. ihm würde es niemals in den sinn kommen, einen cent für menschen zu geben. aber für tier und umwelt, da würde er sein letztes hemd opfern, wenn es hilft.

 

ich finde jetzt auch nicht, dass das, was ich getan habe, übelst mutter teresa krass ist. vielleicht sogar eher krass, dass ich da nicht schon viel eher, viel mehr geholfen habe, denn es ist ja .. „meine familie“. hm.

aber wenn ich dennoch versuche in mich hineinzufühlen und den grund dafür rauszufinden, woher dieser plötzliche umschung kam, ich meine, von dem absoluten misstrauen, noch nicht mal eine facebook freundschaftsanfrage von jemandem anzunehmen, der mit meiner mutter befreundet ist, weil „oh gott, nachher ist das wieder irgendjemand von den philippinen, der nur geld will“, zu eben diesem spontanen geschenk.. ich weiß, woher das kommt, da brauch ich gar nicht lange nachdenken.

weil ich an anderen stellen einfach so unendlich dankbar und glücklich bin. ich brauche kein geld. kein geld kann mir diese freude geben, die mir manche menschen geben.. – die mir ein bestimmter mensch gibt, der mensch, dem ich nicht helfen kann. und wenn ich ihm nicht helfen kann, dann helfe ich jemand anderem. jemand, für den geld mehr nutzen hat in seiner lage als für mich in meiner. und so hoffe ich einfach, dass irgendwo irgendwer diesem einem, ‚meinem‘ menschen genauso eine freunde machen und ihn etwas aufheitern kann, wie ich hoffentlich meinem onkel mit dem geld.

 

ich habe kopfweh. mittlerweile habe ich auch eine kleine hamsterbacke, aber schmerzen – außer den kopfweh – hab ich zum glück nicht.

ich glaub, jetzt schaue ich ne doku.

suzaku

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