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Tag: 1. Juni 2021

Manchmal bist der Hund, manchmal bist der Baum. Und manchmal der Öko-Freak.

Manchmal bist der Hund, manchmal bist der Baum. Und manchmal der Öko-Freak.

so, da bin ich wieder.. und was gibts neues? .. keine ahnung. ich bin müde, obwohl ich heute richtig viel geschlafen habe, da ich erst kurz nach acht in der firma war. normalerweise fange ich ja immer so um halb sechs bis sechs an, manchmal kurz nach sechs, aber da gerade so viele feiertage sind, sind einige kollegen im urlaub, das heißt, die arbeit bleibt liegen und bei mir kommt gerade wenig an. also kann ich nicht viel tun, also brauch ich auch nicht ewig auf der arbeit hocken. ist eigentlich auch irgendwie sinnlos gewesen, heute zur arbeit zu fahren, da ich die meiste zeit nur irgendwie.. was durchgelesen habe, emails sortiert und all so einen relativ unnützen scheiß. also da hätte ich auch lieber einfach mal einen tag frei genommen, aber naja.. morgen muss ich nur bis mittag. normalerweise hätte ich nach dem heutigen tag direkt morgen urlaub eingetragen, aber morgen habe ich mein mitarbeitergespräch. da bin ich mal gespannt. ich sags euch, wenn der mich schlecht (ratet, jetzt wollte ich „ratet“ sagen xD) bewertet, dann hab ich in zukunft gaaaaaaaanz viel zeit.

und sonst? .. mein öko-trip ist immer noch nicht vorbei. ganz witzig, ich höre auch die ganze zeit den soundtrack von „chasing coral“, am meisten dieses lied:

ich fand das beim watchen (alter.. ich schau und lese zu viel englisch) schon am besten, mir gefällt da das ende so. das ist.. hoffnung. ich finde, das klingt nach hoffnung. und ich finde, es klingt nach all dem, was diese doku auch zeigt. sonne, ozean, australien, freiheit. diese doku hat speziell diesen tag am great barrier reef so ins gedächtnis zurückgeholt, sodass es sich gerade so anfühlt, als wäre ich erst letzte woche dort gewesen. als wäre ich noch in australien. ganz seltsam. ich hatte das so lange nicht mehr, vorallem während der corona zeit, aber gerade habe ich so dieses gefühl von urlaub. und damit meine ich nicht diese gelassenheit des nichtstuns, sondern.. ich fühle australien. ganz komisch. ich vermisse es wirklich, wirklich sehr. das ist wie liebeskummer. ganz seltsam, ich kenne dieses gefühl eigentlich nicht so recht von .. nicht-menschen, also ich kenne das gefühl sonst nur mit menschen, will ich sagen. dass man jemanden so dringend vermisst, dass man seine stimme hören will, ihn umarmen will, bei ihm sein möchte, seinen geruch einatmen, und all sowas. das kenne ich sonst nur von menschen. und seit ich das erste mal in australien war, kenne ich das auch von einem ort. nicht mal damals bei köln war das so extrem. ich kann gar nicht sagen, was ich jetzt an australien so extrem mochte, also rein objektiv betrachtet sehr viel, schöne landschaft und so, aber nö, das muss es nicht sein, ich muss da nicht surfen, papageien füttern, durch canyons wandern oder mit walhaien schwimmen gehen. nee. mir würde das reichen, einfach gerade in einem coles zu sein und waschpulver einzukaufen. ich will einfach nur da sein, ohne was besonderes zu machen.

aber gut. ich weiß, dass ich da nie wohnen werde, lassen wir das.

wenn ich nun nicht in australien sein kann, dann bin ich halt im herzen dort. kennt ihr das, manchmal trägt man einen ort so sehr in sich, dass man anfängt, erinnerungen damit zu verknüpfen, obwohl man gar nicht dort ist. und am ende des tages fühlt es sich so an, als hätte man die ganze zeit da verbracht.

gestern bin ich auf meinen e-scooter gestiegen und habe mal wieder müll eingesammelt. das wetter war schön, sonnig, und ich habe mir meine handschuhe geschnappt, ein paar tüten, und bin einfach mal bei uns in der nähe ins industriegebiet gefahren. war sehr… ertragreich, lol. und zwar gibts da in der nähe auch einen mcdonalds und einen burger king. mehr brauch ich gar nicht sagen, ne? ich fuhr dann da rum, mir kamen aufgrund des schönen wetters trotz dessen, dass es montag war, auch einige leute entgegenspazieren und .. ja. ich finde das so lustig, was für blicke man da erntet. alles in allem zu über neunzig prozent verwunderung. ganz selten mal was anderes, aber das meiste, was man sieht, ist, dass die leute sich wundern, was man da tut, und wenn nicht was, dann warum. es gibt auch leute, die gucken dir richtig hinterher, also wie als ob man ein alien wäre oder so. als ob man durch die straße steppen würde, zu bette midler musik.

tatsächlich muss ich aber auch sagen, ich würde genauso gucken. ich meine, warum auch nicht? sowas sieht man auch nicht oft. wenn, dann mal solche aktionen, wo direkt zwanzig leute oder sowas am straßenrand mit ihren müllsäcken da stehen, quasi um auch ein zeichen zu setzen als gemeinschaft blah, aber so ein einzelner kleiner verwirrter fisch, ja also das hab ich auch noch nie gesehen und würde mir auch denken: „was das denn für eine?! XD“ ..

seit freitag habe ich elf mülleimer-säcke vollgemacht. mich nervt es aber, dass die kommenden tage wohl regnerisch werden, da lauf ich ned los. das klingt jetzt vielleicht doof, aber das sammeln hat auch sowas meditatives. das ist ganz seltsam. das ist wie.. joggen. ich hatte das gleiche gefühl beim joggen. oder wenn ich früher im zug saß mit musik auf den ohren und einfach nur aus dem fenster geguckt hab. ich denk, das macht immer die musik und das draußensein.

sonst gibt es eigentlich gar nicht viel zu erzählen. morgen habe ich ja mittags schon feierabend, dann werde ich zu unserem super-öko-bio-laden fahren, weil am freitag gegrillt wird. da muss ich mir noch überlegen, was ich dann da esse, wenn ich jetzt wieder auf completely vegan gehe. sonst hab ich da ja auch immer irgendwas ersatzmäßiges gekauft hm. fällt mir schon was ein. son fleischersatz will ich auch nicht. is auch wieder plastik. huh, speaking of „da würde ich auch blöd gucken“ und „completely vegan“ – vor jaaaaahren, also .. vor meiner vegan-zeit und bevor ich mich je damit auseinandergesetzt habe, hatte mal ein kumpel von tobi einen grillabend gemacht und da war auch ein veganer dabei. und der hat sich selber so .. ich weiß gar nicht, was das war, aber so eine matschpampe aus.. entweder polenta, buchweizen oder was weiß ich gemacht und hat das als patties geformt aufn grill gehauen. und ich fand das mega interessant. ich hab mit dem nicht viel geredet, weil das eine recht große feier mit vielen leuten war und ich dann eher mit anderen im gespräch gewesen bin, aber ich hätte das sicher auch probieren dürfen, hätte ich gefragt. aber da hab ich auch genauso geguckt, als würde der zu bette midler musik steppen. xD und jetzt bin ich der freak, der sich polenta-buchweizen-grünkern-matsch auf den grill haut, ha. das denke ich mir auch, wenn ich manchmal müll sammel. dann sieht man sich das an, was weggeworfen wurde, zwangsweise, und dann denkt man sich: „huh, hätte auch mein vergangenheits-ich sein können.“ – nicht, dass ich je mutwillig müll ins feld geworfen habe oder so, aber ich behaupte sicher nicht von mir, dass ich noch niiiiiieeeee in meinem leben irgendwo was hab liegen gelassen, vergessen oder mir mal was runtergefallen oder weggeflogen ist und mir dann am ende gedacht hab: „ach wurscht.“

joa… hab eigentlich sonst nix groß zu erzählen. recht abrupter schluss, aber manchmal.. muss man auch abrupt schlussmachen 😀

suzaku

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