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Tag: 25. November 2021

Thanksgiving. Wofür ich dankbar bin.

Thanksgiving. Wofür ich dankbar bin.

meine lieben christkinder, da bin ich wieder!

heute habe ich schon um 12.00 feierabend gemacht, war noch schnell beim bäcker, um ein paar brezeln fürs abendessen zu holen, da ich für heute nicht kochen werde und anschließend gings dann los… KOCHEN. THANKSGIVING KOCHEN! .. ohh, ich sags euch. mir macht das alles so hart spaß, also die ganze vorbereitung. ich glaube, das event selber is gar nicht so der burner, also wenn dann die gäste kommen, nee, sondern das alles vorzubereiten. das macht mich richtig … GLÜCKLICH XD <3

ich hab dann heute schon mit einem entfernten bekannten aus den usa geschrieben, weil wegen happy thanksgiving natürlich (XD) und der hat mir so aufgezählt, was es bei dem zu essen geben wird, weil ich natürlich gefragt habe, und … stellt euch vor, ICH HAB ALLES GEKANNT XD .. und die hälfte davon steht bei mir auch auf dem kochplan. goooosh, ich fühle mich so AMERIKANISCH XD .. der knaller. meine arbeitskollegen haben dann auch gefragt, warum ich eigentlich jetzt am wochenende frei habe, weil ich doch morgen und montag urlaub hab und heute ja schon mittags abgehauen bin. und ich so, natürlich scherzend: „HALLO, ES IST THANKSGIVING!“ XD und zwei kollegen, also einmal der nasenbohrer und einmal ein neuer, der noch gar nicht produktiv mitarbeitet, aber halt bei uns zum team stößt, haben so gelacht und gesagt: „ja, musst heim und deinen truthahn ausstopfen, ne?“ .. und ich so: „NA ABER SICHER! MEIN FLATTRI KAM GESTERN AN“ XD mensch, die haben geglotzt, als ich denen gesagt hab, dass ich WIRKLICH thanksgiving feier, haaaa. die haben dann auch gleich gefragt, was es dann so zum essen gibt und ich erstmal alles aufgezählt, von sweet potato casserole über stuffing und was weiß ich und der eine neue fragt tatsächlich: „ja und was für soßen gibts dazu?!“ (und das war nicht mal ein schwabe, der das gefragt hat xD), wie als ob soße DAS HAUPTELEMENT eines jeden dinners wäre. (ooouuuu, wie viele gourmets mich jetzt für diesen verachtenden satz schlagen würden lol) .. und direkt das mit den cranberries erzählt, dass ich tatsächlich frische cranberries gekriegt habe – und siehe da, ich bin nicht der einzige mensch on earth, der noch keine cranberries in reallife frisch und echt und so gesehen hat lol.

jedenfalls bin ich gleich nach hause geflattert.. achso, apropos flattern.. ja, wie erwähnt, der flattri (so nennt tobi immer vögel ;O; HOW CUTE!) ist auch schon in den kühlschrank geflattert.. looki looki:

ja ich weiß, ist jetzt nicht das beste bild on earth, aber mir wars wichtiger, dass der gute kumpel so schnell wie möglich ins kalte kommt, KÜHLKETTE UND SO! ..

 

heute habe ich dann schon mal zwei soßen gekocht und den sweet potato casserole vorbereitet.

also bei der sweet potato casserole (finde ich awesome, wie bei mir der artikel zu diesem dish ständig wechselt – mal männlich, mal weiblich xD) musste ich erstmal die süßkartoffeln kochen und stampfen. ich hab schon gelesen, dass sie aromatischer sind, wenn man sie dämpft statt sie zu kochen, macht ja auch sinn, aber… JETZT IM ERNST!? KÖNNT FROH SEIN, DASS ICH EH JEDEN SCHEISS SELBER MACHE, DA BRAUCH ICH NICHT NOCH OHOOO DÄMPFEN.

von daher.. stinknormal gekocht und zerstampft:

links da, das ist meine cranberry soße, aber da komm ich noch zu. jedenfalls hab ich – schlauhans, der ich bin – das ganze mit einer gabel zermatscht xD .. weil kartoffelstampfer? ugh, keine ahnung, ob wir sowas haben und no bock zu suchen. eigentlich hätte ich auch den thermomix nehmen können, aber da das 1,4kg süßkartoffeln sind und die, meine ich, nicht ganz in den thermomix passen, dachte ich: ACH WAYNE. – und das geht mit der gabel sogar richtig gut.

zusammen dann mit butter, braunem zucker, salz, muskatnuss und gehackten walnüssen (hab ich noch was vergessen?) in die form gematscht:

also gut, sorgsam reingestrichen, wie man sieht. nicht gematscht. und ich sags euch, ich will mich ja komplett an alle rezepte halten, also so original wie möglich und .. boah, alter.. ich hab „nur“ 130g zucker reingemacht statt den angegebenen 180g und .. ich krieg allein von einer messerspitze davon schon diabetes XD .. alter, das wird so krass, das alles zu essen, ich wollte es eigentlich nicht probieren, aber es stand schon im rezept, dass es sehr süß sei, von daher.. hmpf.

noch die restlichen walnüsse drüber und dann das ganze kalt gestellt.

so bleibt das jetzt bis thanksgiving, also gut, bis zwei tage nach thanksgiving, denn das ist ja heute. dann kommen da nur noch marshmallows drauf und das ganze wird dann nochmal gebacken. ABER SAGT, SIEHT DAS NICHT SCHON RICHTIG AMERIKANISCH AUS? XD … ja, ich finde auch <3 (xD)

 

so und dann noch meine cranberry sauce (auch schön, wie ich hier von soße auf sauce wechsel =D) gemacht.

so, was warn da drin? .. cranberries, zucker, orangensaft, orangenschale, vanilleextrakt und .. ich glaub, das wars. oder war da die muskatnuss drin? .. puh, ich weiß nicht mehr xD irgendwo hab ich muskatnuss reingematscht.

und ich sags euch.. AUCH DAS IST SO SÜSS, DA STIRBT MAN DRAN. eigentlich wollte ich auch das nicht probieren (jaja), aber als ich fertig war und den topf in die spülmaschine gestellt hab, hab ich aus reflex einfach den löffel abgeleckt und .. goooooooosh. kriegst ja schon von dem bisschen von dem löffel n aneurysma.

wie schön das geploppt hat, als das gekocht hat <3 xD wobei ich sagen muss, dass die soße echt mega lecker is, nur hundert jahre zu süß halt. aber gut.. eigentlich konnte ich mir das denken, ich meine, hallo, AMERIKA? ..

und mir fällt gerade auf, dass ich von der gravy gar kein foto gemacht habe. jedenfalls hab ich noch eine bratensoße gemacht, aber gooooosh, auch das ist mega die knoblauchexplosion und das obwohl ich sogar eine zehe weniger reingemacht hab. also die amerikaner sind schon so ein komisches volk, muss ich schon sagen xD .. ich meine, das kannst doch alles gar ni… aber gut! … warten wirs ab bis samstag. ich bin auch so gespannt, was meine gäste sagen xD bis auf ein einziger hat da noch niemand (selbstverständlich) thanksgiving gefeiert und ein thanksgiving dinner gegessen, nur eben einer war mal zu thanksgiving in den usa vor äh, 20 jahren oder so.

achso und gestern hab ich schon mal das brot klein geschnitten für das stuffing..

ABER WOW, DAS IS EINFACH NUR KLEIN GESCHNITTENES BROT. MORDS DAS WICHTIGE FOTO! xD

 

ja, wie ihr seht, es schreitet voran. ES WIRD, ES WIRD! ..

und auch, wenn sich das total bescheuert anhört, aber als ich dann vorher – schon nach dem kochen und küche aufräumen – nochmal kurz in die küche gegangen bin und das gerochen habe, dass zuvor dort gekocht wurde, dann.. hat sich das alles noch .. weihnachtlicher angefühlt, noch festlicher, noch feiertagiger. ich habe dieses gefühl schon ewigkeiten nicht mehr gehabt, genau genommen seit… ich weiß nicht.. mindestens seit fünfzehn jahren. leider kann ich es gerade nicht mehr so gut fassen, weil es jetzt irgendwie .. zwar nicht ganz, aber in der intensität von vorher ist es zumindest etwas verflogen, aber… auch als ich vorher in der küche stand und so meine soßen und den casserole (wieder männlich!) gemacht habe, .. ich habe mich, glaube ich, schon sehr, sehr lange nicht mehr so.. weihnachtlich, festlich gefühlt. dieses .. aufregende familienfeier-vorbereitungs-gefühl. so wie wenn man als kind den plätzchenduft im ganzen haus gerochen hat. genau so. und ich habe mich tatsächlich nie wieder so „familiär“ gefühlt.

das schneidet zwar ein bisschen ein anderes thema an, als das, was ich ursprünglich vorhatte zu beschreiben, aber.. dieses andere thema, das wollte ich auch die tage schon mal erwähnen. aber.. ich fühle mich durch und durch.. nicht einsam, aber ich empfinde mich als einzelkämpfer. also so hier in diesem.. leben, in meiner ganzen existenz. und das meine ich nicht mal irgendwie traurig, deshalb bewusst auch nicht einsam, sondern ich sehe das eigentlich als .. naja, eigentlich auch nicht als stärke, sondern einfach als trockene .. „tatsache“, als … gefühlter fakt. gefühlter fakt, witzige beschreibung, das is wie .. subjektive mathematik lol. ich empfinde, rein emotional gesehen, als wäre diese subtraktion richtig xD .. nee, aber ich meine.. für mich fühlt sich das einfach wie so ein … wertfreier ist-zustand an, nichts, worüber man sonderlich traurig oder glücklich wäre.

aber ich fühle mich irgendwie keinem zugehörig, ich fühle mich nur mir selber zugehörig. ich habe so das gefühl, als würden alle um mich herum, so eine art… heimat in anderen mitmenschen finden. sprüche wie „lieblingsmensch“ oder „ich liebe meine familie“ oder so einen käse. wobei „käse“ schon wieder so fies klingt. darauf gekommen bin ich schon, als ich da vor einer weile doch so viele leute eingeladen habe zum grillen und das auf instagram gepostet hatte. ich schrieb dann einfach wahllos irgendeinen hashtag drunter, der da hieß.. keine ahnung, friends are the best oder sowas. und ich habe mir früher auch irgendwie versucht das einzureden, dass .. wohooo meine freunde sind meine familie und blabla, denn ich habe ja keine richtig gefühlte familie und böööhh meine eltern sind so böse böse buhuuuuu, aber … genau genommen.. nee, eigentlich nicht. also mit „friends are the best“. der hashtag hat sich auch nicht richtig angefühlt.

und tobi. ich liebe tobi und ich will mein ganzes leben mit ihm zusammen sein, das weiß ich und das ist für jemanden wie mich schon ein .. riesen schritt. dass ich das sage. ich will mein leben lang mit dem zusammen bleiben. – aber .. mein seelenverwandter ist er nicht. und meine seele fühlt sich auch nicht wirklich bei ihm zuhause. er ist mein partner, der mit mir durch dieses leben geht, meine konstante, mein begleiter, mein weggefährte, aber er ist nicht meine.. seelenheimat. falls das jemand kapiert. denn das habe ich nicht. meine seele.. ist… ein einzelkämpfer. aber nicht dieser frustrierte ellbogen-raus-einzelkämpfer, sondern.. keine ahnung. fühlt sich nicht frustriert oder abblockend an. ich fühle mich sogar recht „offen“ gegenüber.. fast allem. und tobi glaubt nicht mal an eine seele. tobi glaubt, dass wir jetzt halt da sind, weil .. zufall, evolution, blabla, aber wenn wir tot sind, sind wir weg und alles ist vorbei. der mensch hat keine seele und da bleibt auch nix übrig, wenn wir gestorben sind. aus und vorbei. das fand ich anfangs.. irgendwie .. traurig und ernüchternd, weil ich gerne diese… romantische illusion gehabt hätte, mein partner, den ich auch über den tod hinaus (also in dem fall meinen tod) lieben werde, weil meine seeeeeeele blablabla, aber.. nope. tot ist tot, oder wie mal bei king of queens gesagt wurde: wenn wir scheiden, scheiden wir alle. oder so ähnlich. lol.

nochmal drauf gekommen, also.. auf diese.. stetige… doch irgendwie „einsamkeit“, bin ich, weil ich über thanksgiving nachdachte. über den wahren sinn von thanksgiving. nämlich, worüber man dankbar ist. und so ziemlich 99% aller amerikaner in ihren thanksgiving posts auf social media, ach, weitergehend, so ziemlich 99% aller menschen sind dankbar für… freunde, familie, liebe kollegen, meinetwegen noch ihren haustieren oder sowas.

dann habe ich drüber nachgedacht, wofür ich eigentlich dankbar bin. was ich in meinen thanksgiving-post als hashtag knallen würde. wenn ich diese eine wichtige sache aufzählen müsste, das allererste, was mir einfällt, was wirklich WICHTIG ist, für mich in meinem leben, dann käme da, sorry, aber ganz lange kein mensch. auch wenn das jetzt echt heftig klingt, aber.. wenn ich mir vorstelle, dass .. ein mensch (oder viele menschen, egal) das wichtigste in meinem leben sind, dann.. wirkt das für mich ganz klein. okay, das klingt nicht heftig, sondern arrogant. aber ich meine das irgendwie nicht böse. aber für mich, und auch das meine ich nicht wertend gegenüber anderen menschen, fühlt sich das einfach.. kurzsichtig und klein an. ich kann es nicht anders beschreiben, aber ich empfinde als allererstes „klein“. es fühlt sich für mich an wie.. nicht über den tellerrand hinausschauend, es fühlt sich „kurzkettig“, klein, eingeschränkt an. wobei das quatsch ist, bzw. nur eine weise das zu sehen. vielleicht empfinden diese menschen auch einfach nur eine absolut grenzenlose liebe gegenüber anderen menschen, die ich einfach noch nicht oder vermutlich niemals erfahren werde. ich kann mein wichtigstes nicht auf einen menschen „beschränken“, da mir diese tiefgreifende liebe vielleicht nie zuteil wurde? kann schon sein. vielleicht wäre das auch irgendein … symptom, das man diagnostizieren kann, blabla, kein urvertrauen blabla. wer weiß. steht vielleicht irgendwo im icd.

 

wenn mich jetzt jedoch einer fragt, was denn nun sonst das mir wichtigste im leben ist, dann .. könnte ich erstmal gar kein wort dafür finden. das eine, was es beschreibt. aber gott sei dank bin ich recht gut darin, sachen zu beschreiben, für die es nicht einfach nur ein einziges wort gibt.

das mir wichtige im leben ist… hm, weiterentwicklung, anpassung, denkfähigkeit, erleben. ein mix aus all dem. das mir wichtigste ist, dass ich mich an jede situation anpassen kann, die da kommt. wenn ein mir ach so allerwichtigster mensch z.b. aus welchen gründen auch immer abhanden kommt, dass dies.. nicht das ende ist. sondern dass man die erfahrungen mit diesem einen menschen mitnehmen kann, sich weiterentwickeln kann, wertschätzen, was war, mitnehmen, was die situationen, das leben, einen gelehrt hat. die fähigkeit, noch die allerschwerste und schwierigste, nein, auch die einem unverständlichste situation aus einem anderen blickwinkel zu sehen. die fähigkeit überrascht zu sein und die traurigen momente genauso anzunehmen und zu schätzen, wie auch die fröhlichen. genießen, dass man lebt, genießen, wenn ein guter moment kommt, aber genauso auch „genießen“, wenn ein schlechter moment ist. einfach das leben an sich ist das wichtigste im leben. erleben. und damit meine ich auch nicht dieses yolo-dingsbums, nach mir die sintflut, ich will die ganze welt bereist haben, blabla. denn genau das meine ich. selbst, wenn man die welt gar nicht bereist, selbst, wenn man NICHTS erlebt, sondern selbst, wenn der alltag immer so weitergeht, wie er jetzt ist und man irgendwann einfach tot umfällt, dass man trotzdem.. jeden moment wahrgenommen hat, wertgeschätzt, gefühlt hat. keine ahnung. und mit „schlechte momente wertschätzen“ meine ich auch nicht einfach nur die stehaufmännchen-fähigkeit, dass man so viel scheiße erlebt wie sonst was und trotzdem weitermacht und fröhlich ist, sondern ich meine ALL DAS. ALLES davon.

ich weiß nicht, ob das das … ziel ist und ob es sowas wie ein ziel gibt, aber.. es (mit „es“ meine ich .. mein lebenssinn, lebensmut) fühlt sich für mich irgendwie oft an wie… das streben nach vollkommenheit. und es gab wirklich nur eine einzige phase im leben, in der ich genau das empfunden habe, also vollkommenheit, und das war anfang des jahres. und ich habe es seither auch nicht ganz verloren.

 

und so kann ich unterm strich gar nicht genau sagen, wofür ich dankbar bin. ich glaube einfach für das leben. für die fähigkeit zu leben, zu erleben, zu lernen, zu denken, zu erfassen. und ich glaube, das ganze geht über das leben hinaus. für mich endet es nicht mit dem tod. deshalb kann ich, doof gesagt, noch nicht mal sagen, dass ich am meisten dankbar für das leben bin, oder dass das mir das wichtigste ist, weil ich glaube, dass es damit nicht vorbei ist.

 

suzaku

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