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Tag: 21. Dezember 2021

Gleichgewicht.

Gleichgewicht.

jetzt hab ich auch schon wieder so „lange“ nicht mehr geschrieben, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich zuletzt so erzählt hab. so irgendwie den faden verloren, vorallem, was die alltäglichen sachen angeht. aber ich finde die sowieso eher .. wayne, also für den leser. für mich persönlich find ichs im nachhinein dann schon lustig zu lesen: „ach, stimmt, da war ja das und das“, aber ich finde als leser das klassische TAGEBUCHschreiben eher… wayne.

ich höre gerade „locked away“ von .. keine ahnung, irgendein cover. ich glaube, da ist sam tsui dabei. ich verlinks einfach.

vor ein paar jahren, so .. 2018 rum, da habe ich extrem viel solche cover gehört. gerade von dieser „clique“, also das sind so youtuber, die oft collabs machen, sam tsui, kurt hugo schneider und so, und die covern halt allmögliche lieder.

damals hab ich das ständig gehört und mittlerweile erinnern mich all diese lieder so an diese holly-zeit und irgendwie, so im nachhinein, ist diese holly-zeit für mich total unangenehm. nicht mal wirklich wegen holger an sich, sondern wegen all dem, was ich tobi damit angetan habe. gut, habe ich ja nicht absichtlich getan und im nachhinein würde ich alles genauso wieder machen, wie ich es gemacht habe, ich wäre immer wieder ehrlich gewesen und andererseits hätte ich mich holger auch nicht wirklich entziehen können, ehrlich gesagt, entziehen wollen. ich hätts alles so wieder gemacht. macht die zeit für tobi trotzdem nicht schöner. und für mich im nachhinein auch nicht. aber zeiten können auch nicht immer schön sein, beziehungen sind halt nicht immer leicht und toll.

ich denke daher sehr ungern an die zeit zurück und dementsprechend höre ich auch selten die musik von damals. aber irgendwie .. mochte ich das lied, generell die lieder. habe ich total oft so, dass ich gerne einfach nur irgendein bestimmtes lied oder musik hören möchte, aber leider klebt irgendeine erinnerung daran, die ich jetzt gerade nicht haben möchte. manchmal würde ich die lieder halt einfach gerne „neutral“ hören können.

in letzter zeit lasse ich die songs von damals aber trotzdem wieder laufen und manchmal isses auch irgendwie lustig, wenn diese erinnerungen wieder hochkommen. eigentlich ist es noch gar nicht lange her, zwei bis drei jahre, aber andererseits ist es dann doch SCHON wieder zwei, drei jahre her. okay, dann doch bald vier, so viel bleibt von 2021 ja auch nicht mehr übrig. fühlt sich trotzdem an wie vor ewigkeiten, zumindest zum teil. die zeit selbst, 2018, wo ich zum beispiel so viel hatice schmidt geguckt hab, so viel make-up scheiß und so weiter, das fühlt sich tatsächlich wie vor drei, vier jahren an. aber in holger verknallt gewesen zu sein, puh, also das fühlt sich an wie vor tausend jahren. das ist so hardcore weg. und auch so.. unglaublich überwunden. so richtig hardcore megamäßig überwunden. das ist so eine phase, von der ich mir jetzt im nachhinein denke: „alter, da hatteste auch echt n schatten, was hat mich denn da geritten?!“ gerade in anbetracht dessen, wie .. holger WIRKLICH ist. also wobei, nee, ich wusste damals auch schon, wie er wirklich ist. ich hab früher auch alle fehler gesehen, aber ich hätte ihm jeden einzelnen verziehen. habe ich auch. keine ahnung. vorallem wie gefährlich holger wurde. für den hätte ich in meinen schlimmsten zeiten vielleicht echt mit tobi schlussgemacht, einfach, weil die SUCHT zu groß wurde. ich wusste schon immer, dass ALLES daran dumm ist und dass ich einen porsche gegen eine schrottkarre eintauschen würde, aber ich war einfach total abhängig von dieser schrottkarre. ich sehe das auch nicht als verliebt oder verknallt an, sondern irgendwie war das echt eine.. psychische krankheit.

aber ich glaube auch, sowas brauchte es auch. irgendwie brauchte es das, also die beziehung. klingt vielleich wie ein schlag in die fresse für tobi, aber da komm ich später auch nochmal zu.

für mich brauchte es das. ich habe irgendwie immer dieses ungleichgewicht gesehen und gefühlt, dieses.. 2006. wie ich mich quasi für tobi nicht nur aufgegeben hätte, sondern auch HABE. diese krasse abhängigkeit zu einem menschen, wo im vergleich dazu die holger-zeit einfach nur .. ein schlechter remake war. ein rotziger abklatsch von dem, was ich 2006 „durchgemacht“ habe.

ich habe mich immer so gefühlt, als .. würde ich tobi .. hmm. nicht „mehr lieben“, aber dann doch wieder. also wäre das so im ungleichgewicht. als ob ich für tobi immer mehr machen würde als er für mich. er hat mich 2006 abgeschossen, nachdem ich monatelang für eine beziehung gekämpft habe, und ist diese beziehung, die ich mir so sehnlich mit ihm gewünscht habe, mit jemand „besserem“ eingegangen. und als wir wieder kontakt hatten, wies er eine einladung zum kaffee wegen ihr ab. nachdem sie dann ihn verlassen hatte, war ich gut genug, um sich doch mit mir zu treffen, und seitdem sind wir zusammen. etwas, was man schon mal rausgekotzt hat, nochmal essen. nicht, dass tobi das so gesehen hätte, hat er natürlich nie und tobi ist auch kein mensch, der seine gefühle gut ausdrücken kann oder will oder der sich viel selbst reflektiert oder sich auf emotionaler, zwischenmenschlicher ebene viele sachen traut, aber für mich, mit meiner kindheit, fühlte es sich immer an, als wäre ich die zweite wahl. und sie war diejenige, für die er sich entschieden hatte, und sie wird es auch immer bleiben. und tief in mir drin wird da auch immer so eine … rest-enttäuschung bleiben, so wie sie auch immer bei meinen eltern, vorallem bei meiner mutter, bleiben wird. dieses gefühl, nur zweite wahl zu sein. nur gewollt zu sein, weil ich praktischerweise halt gerade da war. wäre wer anders da gewesen, wärs derjenige.

ich habe mich immer gefühlt, als müsste tobi dieses ungleichgewicht wieder korrigieren. das wieder gutmachen, was er mir ‚angetan‘ hat. gott, was habe ich jahrelang auf einen antrag gewartet. nicht wegen des heiratens wegen, heiraten ist mir sowas von wurscht und scheißegal, aber wegen des… schritts in meine richtung. die entscheidung für mich. nicht für sie. kam aber nie.

diese holger-geschichte hat alles.. durcheinander gebracht. die karten neu gemischt. und heute fühlt es sich gut an. bis zu holger war ich in meinem kopf immer nur das opfer. die, die nach aufmerksamkeit bettelt, die zweite wahl, die, die weniger wert war, denn wäre ich mehr wert gewesen, hätte er sich ja gleich für mich entschieden. und nicht zweimal für sie.

und dann kam holly. nicht, dass ich es damit tobi „heimgezahlt“ habe oder so, aber ich habe das gebraucht, auch mal „täter“ zu sein. nicht, um rache auszuleben oder wut oder sowas, sondern um aus dieser opferrolle rauszukommen. denn man kann nicht immer nur opfer sein, auf dauer kann man nicht glücklich werden mit diesem ungleichgewicht, egal auf welcher seite man sich befindet. zumindest ich nicht.

heute kann ich zu fast 100% verkraften, verarbeiten, dass tobi mir so weh getan hat. hat er ja auch nicht böswillig, absichtlich. ich kann es deshalb verkraften, weil ich ihm auch sehr weh getan habe mit holger, und auch ich tat es auch böswillig oder absichtlich. und ich meine das nicht auf dieser rache-ebene, rache hat für mich etwas kindisches (und ja, ich habe auch schon oft rache gefühlt und ausgelebt, wer nicht?), unreifes, und zeugt für mich auch von… eigenen problemen. wer rache auslebt, hat auch immer ein problem mit sich selber. aber ich kann es jetzt alles … nicht mal unbedingt aus einem anderen blickwinkel SEHEN, ich kann es nun aus einem anderen blickwinkel empfinden.

ich fühle mich jetzt mit tobi .. gleich. auf einer ebene. ich brauche jetzt auch nicht mehr dieses: „na, wann macht er mir den antrag?“ .. ich muss mir selber nichts mehr beweisen. manchmal biste der hund, manchmal der baum.

witzig, ich wollte eigentlich null komma gar nicht über dieses thema schreiben, aber .. wie man sieht, sowas bringt halt dann doch die erinnerung, die an manchen liedern klebt, hervor.

eigentlich wollte ich noch so erzählen, was wir .. die feiertage über vor haben.

heiligabend verbringen tobi und ich dann zu zweit zuhause, so wie neulich geschrieben. am ersten weihnachtsfeiertag sind wir bei tobis eltern eingeladen und am zweiten besuchen wir meinen vater im altersheim und gehen mit meiner mutter zusammen essen. und einen tag später, an dem montag, kommen dann diana und michi, also die bekannten aus der kindheit, die vom stadtfest, vorbei. dienstag und mittwoch habe ich „frei“ (also ich hab die ganze woche frei, aber ihr wisst schon, ohne pläne…), die werden wohl für den jahresrückblick drauf gehen (jedes jahr krass, dass es schon wieder soweit ist..), und am donnerstag kommen dann tobis zockerkumpels, die auch schon über halloween da waren, um bis neujahr zu bleiben. der nervöse wird auch wieder dabei sein xD

und am zweiten (vielleicht auch am dritten) beginnen tobi und ich mit clean9, eine neue … diät, entgiftung, stoffwechselkur, whatever. just another diet. is mir eigentlich egal, WAS ich mache, ich will nur irgendwas machen als übergang, denn danach beginne ich mein nächstes projekt, aber das, liebe kinder, erfahrt ihr im nächsten eintrag xD das würde jetzt ein zu großes fass aufmachen.

in diesem sinne,

adjö.

suzaku

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