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Tag: 1. August 2022

Die Beerdigung.

Die Beerdigung.

5:47 es ist noch ganz ruhig. ich konnte nicht schlafen. bin seit 1:44 wach. habe zwei stunden geschlafen.

gerade im moment ist mir der tod meines vaters total fern. ich habe heute morgen gemütlich eine dokumentation über lebensmittelverschwendung gesehen, während ich mich geschminkt habe und fand es mal wieder erschreckend, wie viel ein otto-normal-verbraucher so im jahr wegwirft. voll krass. musste dabei daran denken, dass ich das mit dem zitronenjoghurt gestern schrieb. im übrigen ist mir der kuchen komplett verbrannt, weil meine blöde wecker-app im handy sich aufgehängt hatte. super. hab aber den verbrannten „deckel“ abgenommen und ihn ausgehöhlt. gibts halt jetzt wunderbare trifles die nächsten tage zum frühstück. klingt auch noch stylisch. trifle. wie als wärs so gewollt gewesen.

ansonsten.. ich wollte von der beerdigung schreiben. eigentlich gänzlich unpraktisch das jetzt zu tun, da ich so emotional wie ein stein bin. jedoch hab ich jetzt die meiste energie dafür und irgendwie brauche ich energie, denn ich finde es allgemein immer wahnsinnig anstrengend nachträge zu verfassen. nur ganz selten, wie zum beispiel bei einem backstreet boys konzert oder irgendwas anderem, wo ich total thrilled bin, mach ich das gerne. sonst finde ich sowas ätzend und mühselig.

der donnerstag startete eigentlich ähnlich wie heute. mit einer doku und einem kaffee während dem schminken. ich muss sagen, an vieles kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, obwohls erst vier tage her ist. kommt mir vor wie vier jahre. ich glaube, die doku ging über mobbing. keine ahnung mehr. glaube schon. ich glaube, ich kann mich sogar an die zeit vor der beerdigung besser erinnern, also an den morgen, als an die eigentliche veranstaltung. tobi hatte die nacht durchgearbeitet, weil er immer mal wieder nachts irgendwelche umstellungen machen muss, irgendwelche server anders vertüdeln und so, und diese umstellung war schon ganz lange geplant. hätte er mir das mal früher gesagt, dann hätte ich ein veto zu dem termin ausgesprochen, muss ja nicht sein, dass der gute dann die nacht vorher durcharbeitet und nach zwei stunden schlaf direkt wieder aufsteht und zu einer beerdigung fährt. naja.

tobi ist dann irgendwann um acht oder so aufgestanden, um 11.00 war die beerdigung und wir brauchen ja ungefähr eine stunde dorthin. wir hatten so geplant, dass wir um 9.15 das haus verlassen, da wir ja noch zum blumenladen mussten. ich hatte so ein gesteck aus weißen blumen bestellt. ich hatte ganz konkrete vorstellungen, aber obwohl der kerl vom blumengeschäft sich voll die zeit genommen hatte und mega rücksichtsvoll war, hab ich irgendwie nicht so ganz genau meine wünsche geäußert. wir hatten uns über die form und größe unterhalten und was die blumenauswahl anging, meinte ich nur, dass das gesteck in weiß mit grün gehalten sein soll. ich hatte nichts von schleierkraut oder dem stil oder sowas gesagt, was mich im nachhinein geärgert hatte, ich hatte sogar noch überlegt, ob ich nachträglich (also nach der bestellung) nochmal hinfahren und meine konkrete wünsche sagen sollte, dachte mir aber: „nee komm, wird schon passen“, obwohl mir komischerweise diese blumen mega wichtig waren. also vorher schon und danach auch. boah, ich muss mich jetzt auch schon wieder zusammenreißen, nicht loszuheulen, ich weiß nicht wieso, aber diese blumen sind für mich so ein richtiger trigger.

tobi und ich haben noch zusammen gefrühstückt. haferflocken mit obst, wie immer. unser typisches frühstück eben. irgendwie waren wir dann doch zu gemütlich oder keine ahnung, aber ich war schon während des frühstücks innerlich im stress, weils da schon nach halb neun war und ich musste mich nach dem essen noch umziehen, meine haare machen und sachen zusammenpacken. also mega stress. während dem frühstück hat mich dann auch noch so eine wespe, die zum fenster reingeflogen kam, genervt, die ist mir zweimal direkt in mein gesicht geflogen und wer mich kennt, weiß, dass ich mein essen bzw. meinen teller immer ganz nah an meinem körper bzw. an mein gesicht halte. also wenn ich esse, nehme ich (typisch asiaten XD) die schüssel immer in die eine hand, halte das nah an mein gesicht und löffle das mit der anderen hand. jedenfalls hat mich die wespe dann beim zweiten mal so erschreckt, dass ich zusammengezuckt bin und erstmal mein halbes müsli auf meinen pyjama geleert habe. alter, ich bin so wütend gewesen, normalerweise mach ich sowas nicht, weil ich sogar wespen rette (das einzige, was ich totschlage, sind stechmücken), dass ich voller zorn ein geschirrtuch genommen und die wespe mit einer bewegung erschlagen hab. das war eh son geiler move XD dat ding fliegt mir ins gesicht, ich erschreck mich, leer mir die pampe drüber, atme einmal richtig aggressiv ein, stell die schüssel ab, laufe schnurstracks zum geschirrtuch, das am backofen hing, und mit einer bewegung ausm handgelenk – ZACK – tot ist das ding, schmeiß das geschirrtuch aufn tisch, setz mich wieder und esse weiter. XD ich glaub, tobi dachte sich in dem moment auch: „skill.“ XDDD

naja, wir sind dann los und zuerst zum blumenladen. tobi und ich komplett in schwarz gekleidet, ich find sowieso, dass mein kleid wie so ein richtiges TRAUERkleid aussah, erstmal da reingelaufen. ein paar waren vor uns, aber recht schnell wurden wir bedient. – „bitteschön!“ – ganz freundlich und gut gelaunt meinte ich: „hallooo, ich hab etwas bestellt auf den namen xyz.“ – sie nickte und ist gleich nach hinten in so ein hinterzimmer gelaufen. ich war schon gespannt, wie es aussah und war innerlich auf eine enttäuschung vorbereitet, weil ich ja nicht ganz genau beschrieben hatte, was ich wollte. ich hab dann von hinten gesehen, wie sie irgendwas zu dem kollegen, der die bestellung vor ein paar tagen aufnahm, rübergerufen hat, sie verschwand hinter einer wand und plötzlich kam sie wieder mit dem gesteck hervor. ich konnte es aus der ferne ein bisschen erkennen und hab mich so gefreut, weil es schon von weitem sehr schön aussah. sie lief aus dem raum, trug vor sich das gesteck, es sah zunächst recht groß aus, aber eigentlich passend. ich hab einen blick drauf geworfen und es war einfach wunder-, wunderschön. ganz genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. die schönheit von dem gesteck hat mir sofort tränen in die augen geschossen, innerhalb von wenigen sekunden konnte ich schon gar nichts mehr erkennen und sah alles nur noch verschwommen. sie fragte, als sie das gesteck auf den tisch stellte: „gut so?“ und ich hab nur leise, weinerlich gegluckst: „wirklich sehr schön.“ sie hat sofort bemerkt, dass mir die tränen kamen und wie schwer mir das ganze fiel, und hat von da an mit ganz lieber stimme gefragt, wie ich denn bezahlen möchte. hab irgendwie die ec-karte über das gerät gezogen, obwohl ich gar nichts mehr erkennen konnte, ich habe einfach nur gehofft, dass die tränen nicht übers gesicht laufen, sondern im auge bleiben. hab ich geschafft. bin sofort, nachdem sie mir den kassenzettel gegeben hatte, umgedreht und rausgeeilt. tobi hatte währenddessen das gesteck genommen und ich hab noch hinter mir gehört, wie die frau traurig sagte: „machts gut.“

das hier war das gesteck. fotografiert auf dem friedhof, als wir gewartet haben.

ich war erstmal total zerbröselt. die halbe fahrt zur beerdigung geheult. mich dann irgendwann beruhigt und, ich weiß gar nicht mehr, worüber tobi und ich uns unterhalten haben, aber irgendwann hatte ich wieder schön wieder meine emotionslosigkeit, meine blockade aufgebaut.

wir kamen bei meiner mutter an, die wir abholen und mit zum friedhof nehmen wollte. ich wollte bei ihr noch aufs klo gehen, aber sie kam, als wir klingelten, sofort runter. „ich wollte noch aufs klo..“ – „oh achso“, sie drehte sofort wieder um. sie war auch total dick angezogen mit schwarzer langer hose, einem oberteil und darüber noch einem schwarzen sacko. ich hatte nur ein chiffonkleid an, was sogar aufgeschlitzte ärmel bis zur schulter hatte. – „ist dir nicht heiß?“ – „doch, aber ohne jacke sieht das oberteil blöd aus… ich hab auch noch ein kleid. soll ich das anziehen?“ – „wie du willst, musst du selber wissen, was dir besser gefällt. ich hab mich nur gewundert, dass dir nicht warm ist.“ – sie hat sich nochmal umgezogen. doch das kleid. war viel besser. also nicht nur optisch, sondern.. boah, die wäre vor hitze tot umgefallen und hätte direkt mitbeerdigt werden können.

am friedhof angekommen waren da schon mein bruder mit frau und kindern, sowie die eltern meiner schwägerin. die hatten auch ein weißes gesteck, aber eher so ein hohes. gosh, der blumenmann hatte mir bei der bestellung gesagt, wie diese hohen gestecke genau heißen, aber ich weiß es nicht mehr. mein bruder hatte einen strauß in der hand, zumindest nahm ich das an, es war in weißem papier verpackt. meine schwägerin ist direkt auf mich zugelaufen, als sie mich gesehen hatte, sie hatte mich traurig angeguckt, weil es das erste mal war, dass wir uns seit dem tod wiedergesehen haben. mir kamen da auch wieder die tränen, aber nicht so krass wie im blumenladen, ich konnte sie ziemlich schnell wegblinzeln. und das… wars erstmal mit den tränen.

wir standen dann da und haben gewartet. die sonne strahlte, es war herrliches wetter, wie eigentlich schon die ganzen letzten wochen. keine ahnung mehr, worüber wir uns unterhalten haben, aber es war eigentlich echt okay. ganz oft ist einem gar nicht bewusst, was man da eigentlich tut. ganz oft fühlt es sich einfach ganz normal an, man steht da halt und wartet. irgendwann kam die frau vom bestattungsunternehmen hergelaufen, die auch die rede halten würde. sie sprach kurz mit uns, lockerte auch mit ihrer fröhlichen art alles nochmal auf. sie ging wieder, müsse sich um formalitäten kümmern. der schwiegervater meines bruders witzelte: „wahrscheinlich eine rauchen, hab in ihrer tasche nämlich kippen gesehen.“ es war sowieso lustig, wie die ältere tochter von meinem bruder noch davor immer wieder nach der bestattungsfrau ausschau gehalten hatte. als mal eine dame vorbeikam, die eine ähnliche frisur hatte, meinte sie: „ist das die frau s.? wo bleibt die denn?“
wir rätselten darüber, ob meine tante, auf die ja niemand bock hatte, kommen würde, also die halbschwester meines vaters. die blöde ische. (XD) meine mutter hatte ihr nämlich nicht mehr bescheid gesagt, sie wusste jedoch von meiner oma, wann die beerdigung sein würde. dazu muss man sagen, dass meine oma ja schon über 90 ist, sie ist auch nicht die allerschlankste und wohnt in stuttgart in einem betreuten wohnen. also für sie war es unmöglich zur beerdigung zu kommen. abgesehen davon standen die sich ja nie nah. ich stand mit dem rücken zum haupteingang, tobi links von mir, meine mutter uns gegenüber. – „sie ist da“, sagte meine mutter mir leiser stimme. ich habe hinter mich gesehen und hab sie hinter dem großen eingangstor etwas weiter weg gesehen. ihre tochter war auch dabei, noch so ne blöde schnalle, die keiner braucht. war mir aber klar, die wäre nie alleine – ohne verbündete – gekommen. abgesehen brauchte sie ja einen fahrer, nehme ich an.

ich hatte schon von anfang an für mich selbst beschlossen, dass ich sie nicht umarmen werde, wenn sie zu mir hinkommt. seit sie mich damals, als tobi und ich bei ihr waren, weil tobi ihren drucker reparieren sollte (nach zehn jahren des nicht-kontakts nach dem tod meiner uroma, nachdem mein vater das angeboten hatte, dass tobi das ja machen könnte, wenn wir das nächste mal in town seien), so angestänkert hat, hat die alte bei mir total verschissen. ich weiß noch, wie sie über meine mutter gesagt hat, dass sie meinen vater nur ausnutzen wolle, sie hätte sich ja ein wunderschönes leben in deutschland gemacht und wollte nur das geld von meinem vater verprassen. da is bei mir damals die hutschnur geplatzt. was für knochenjobs meine mutter ihr ganzes leben lang für meinen vater gemacht hat, sich hat ausnutzen lassen, morgens altenpflege, mittags kochen, und danach bis in die nacht noch die wäsche anderer leute machen und zwischendurch noch haushalt, jeden tag, ihr leben lang. und jeden einzelnen cent, den sie verdient hat, hat sie an meinen vater abgedrückt, wir hatten, als ich noch ein kind war, nicht mal das geld für brot, weil mein vater eben alles für sich verprasst hat. als sie mit mir schwanger war, hat er sie sogar geschlagen. und meine tante hatte das so dargestellt, als würde diese billige, philippinische fotze nach deutschland kommen und ihr kleinen bruder (den sie btw selber wie dreck behandelt hat) bis aufs schändlichste ausnutzen. ich hab ihr damals dann die stirn geboten und sagte, sie habe gar keine ahnung, sie hätte seit über zehn jahren keinen kontakt zu meiner familie gehabt und ich, der 27 jahre lang mit denen jeden tag zusammen gelebt hat, würde ja wohl besser wissen, was abgeht als sie. sie brach es aber nur darauf runter, dass ich ja ein kind sei und quasi keine ahnung hätte. (ein kind im alter von knapp 30.) sie meinte sogar: „du kommst hier in mein haus und redest so mit mir?“ – ich meinte: „ich komme hier in dein haus wegen deinem drucker und du redest über meine familie.“

meine tante is eh so eine .. billige bitch, die sich selber nur reich gevögelt hat. sorry, aber isso. selber kriegt se überhaupt nix geschissen. wie brüskiert sie war, als sie erfahren hat, dass mein bruder und ich gute jobs in guten firmen haben und nicht irgendwelche dummen hilfsarbeiter (nicht böse gemeint, sondern zitat) geworden sind. dabei is sie fucking gar nichts. als mein vater ins altersheim gekommen ist, meinte sie zu meiner mutter: „na jetzt kannste dir ja einen freund suchen, er kriegts sowieso nicht mit.“ – ja geil. meine mutter sagte, sie vermutet, dies wäre nur ein test gewesen, um zu prüfen, was sie antworten würde. „ich hätte geantwortet: warum, machst du das so? dein mann ist doch auch im altersheim…“, sie hat sich geärgert, dass sie nicht auf die idee kam.

meine tante kam also mit ihrer tochter hergelaufen, beide merkten aber sehr schnell sehr deutlich, wie unwillkommen sie waren. nicht ein einziger – tobis eltern waren mittlerweile auch da – machte irgendwelche anstalten, zu ihnen hinzugehen oder auch nur aufzusehen oder gar sie zu grüßen. jeder war eingeweiht, dass das bitches sind, die bitte nicht anzufrienden sind. nach kurzen zögern ist meine mutter dann zu ihnen hingelaufen und hat mit ihnen geredet. ich hab aus dem augenwinkel heraus gesehen, dass meinte tante meine mutter nicht angefasst hatte, ihre tochter, die super arrogante kuh, hat meiner mutter die hand geschüttelt, wahrscheinlich mit diesem schlaffen druck wie sie früher mir auch immer abfällig die hand geschüttelt hat, mit einem blick von oben herab. „ich fasse besser niemanden an, ich bin nämlich etwas erkältet, aber ich hab kein corona, ich hab gestern einen test gemacht. ich geh aber trotzdem nachher nochmal zu testen“, hat sie verlegen zu meiner mutter gelacht. war ich froh, wenn sie nämlich auf die idee käme, zu mir herzukommen, müsste ich ihr schon mal nicht sagen, dass ich nicht umarmt werden will. dazu kams aber eh nicht. ich bin starr bei tobis familie stehen geblieben. irgendwann rief mich meine mutter, ich dachte mir nur: „oh nein“, sie hielt mir einen umschlag hin, den meine tante ihr offensichtlich gegeben hatte und fragte: „kannst du das bitte einstecken? meine tasche ist nicht groß genug.“ ich ging zu ihr hin, lächelte sie an, fokussierte jedoch nur sie, hielt ihr meine tasche geöffnet hin und würdigte meine tante nicht eines blickes. nachdem sie den umschlag in meine tasche fallen ließ, war ich sofort wieder bei tobis familie.

ich muss jedoch sagen, dass ich sehr erleichtert war, dass diese distanz zu meiner tante von beiden seiten gleichermaßen gewahrt wurde. ich denke jedoch nicht von meiner tante aus, weil sie das so wollte, sondern eben weil sie, wie gesagt, sehr schnell kapiert haben bzw. selber wissen, dass sie nicht zum rest der familie gehören. komischerweise fühlte ich kurz immer wieder ein schlechtes gewissen ihr gegenüber aufflackern, ich glaub sogar, wäre sie selber mehr auf mich zugekommen, hätte ich weniger schlechtes gewissen gehabt (weil verlogen), als jetzt, wo sie selber relativ distanziert war oder sagen wir, wo sie selber nun unsere reaktion sehr schnell akzeptiert hatte. wurscht. ich muss mir nur die geschichte zurück ins gedächtnis holen, wie sie über meine mutter abgezogen hat. oder die geschichte mit dem haus, als genau diese tochter, die nun neben ihr stand, versucht hat, meine eltern um so viele tausend euro zu bescheißen, als mein vater wutentbrannt alles wieder aus dem haus rausgerissen hat, was er monatelang renoviert hatte.

nach einer weile, ich stand immer noch mit dem rücken zum haupteingang, war es dann so weit. es kam ein … pastor, pfarrer, keine ahnung was, mit so einem typischen schwarzen gewand mit so einem cape (?) um, der die urne in der hand hielt. ich weiß noch, wie ich mich umgedreht hatte, drei gestalten erblickte, in der mitte der mann mit der urne, rechts von ihm frau s., links davon ein herr im anzug. um ehrlich zu sein, hatte ich keine ahnung, wie so eine beerdigung abläuft, ich war schon ewig nicht mehr auf einer beerdigung, schon gar nicht als .. einer der „premiumgäste“. (das letzte mal vor ein paar jahren bei meinem direkten arbeitskollegen, aber da hielten wir uns als arbeitskollegen dezent im hintergrund) ich kann gar nicht mehr sagen, was für ein gefühl mich überkam, als ich diese weiße urne mit den geschwungenen linien gesehen habe, die wie wellen aussahen. ich weiß nur, dass ich instant da draufgestarrt habe. schweigsam marschierten wir zum grab, während die glocken weiterläuteten. ganz vorne die drei anführend, mit dem mit der urne in der mitte, links davon frau s. und rechts wieder der im anzug. mein bruder lief hinter ihnen, links davon seine ältere tochter an der hand, rechts hielt er die blumen und meine mutter hatte sich bei ihm eingehakt. ich lief zunächst dahinter zwischen tobi und seinen eltern, weil es sich eben so ergeben hatte, hatte mich aber sehr bald dazu verpflichtet gefühlt nach vorne in die „erste reihe“ zu wechseln, was ich dann auch tat. der marsch war.. schwer und schweigsam. düster und das obwohl das herrlichste wetter herrschte, schöne sonnenstrahlen an einem sommertag durch den grünen waldfriedhof. ich muss sagen, mich überkam während des marsches gar nichts. ich hab nur meine fresse runtergezogen. ich schaute irgendwann links zu meinem bruder und sah, wie ihm die tränen unter der sonnenbrille runterliefen, meine mutter hat sowieso die ganze zeit geweint. aber ich schützte mich sicher hinter meinem resting bitch face. ich wollte einfach nicht weinen. und ich musste es auch nicht, die fresse runterzuziehen ist .. wie ein gleichwertiges ventil zu weinen, es fühlt sich genauso gut und befreiend an. und klingt doof, aber ich wollte auch einfach nicht den rest des tages mit einem verheulten make-up rumrennen. ja, komische gedanken während der beerdigung des eigenen vaters. wir marschierten, wir liefen so langsam, dass mich das innerlich auch wahnsinnig machte, ich dachte daran, wie unsinnig es sich anfühlt, so langsam zum grab zu gehen, wo man doch in einer ganz normalen schrittgeschwindigkeit laufen könnte. aber ja.. wäre ja komisch da so hinzurennen. ich schaute die gräber der verstorbenen an, die wir passierten. kolumbarien anderer urnen. es fühlt sich irgendwie wie ein „normaler“ spaziergang auf dem friedhof an, ich glaube, dass wir so langsam gingen und dies mich eben irgendwie kirre machte, nahm auch jeglichen sinn zur trauer, also für mich jetzt. die fresse runterziehend verschränkte ich die arme beim gehen, weil ich nicht wusste, was ich sonst damit tun sollte. ich musste vermutlich ziemlich angepisst ausgesehen haben, obwohl ich aber keine wut oder genervtheit empfand. war einfach nur mein panzer. ich dachte daran, die hand meiner mutter zu nehmen, entschied mich aber dagegen. sie lehnte sich sowieso mehr an meinen bruder und irgendwie fühlte es sich auch symbolisch für meine familie stehend (und wie deren konstellation immer war) an. abgesehen davon riskierte ich mit so einem move meinen panzer zu verlassen und der war mir in dem moment wichtiger.

was mir auch während dem marsch irgendwann in den sinn kam, war, dass es ja 11.00 war. bewertungsmatrix. die bewertungsmatrix ist ein regelmäßiger termin jeden donnerstag um 11.00 auf arbeit. diesmal konnte ich nicht, obwohl ich ein projekt in der pipeline hatte. ich dachte daran, wie mein kollege genau jetzt in dieser sekunde mein projekt in der matrix bewerten ließ und musste über diesen gedanken, und dass ausgerechnet das mir nun in den kopf kam, leicht schmunzeln, als ich zu den bäumen hinaufschaute.

wir kamen an und irgendwie war ich „gespannt“ wie es weitergehen würde. keine ahnung mehr von so einer beerdigung. vor dem baum war das grab schon ausgehoben, rechts davon war so ein kleines podest im stil von irgendeiner griechischen säule, darauf geschmückt ein blumenkranz. der typi mit dem cape stellte die urne in die mitte des kranzes. daneben war ein kleines rednerpult. links neben dem ausgehobenen grab stand eine schale mit einzelnen blumenblüten in verschiedenen rosa- und orangetönen, außerdem noch eine staffelei mit dem foto meines vaters in einem bilderrahmen. etwas weiter hinten, jetzt hinter den gästen, war noch eine musikbox auf einem ständer.

schon als wir da ankamen, legten sowohl die schwiegereltern meines bruders als auch tobi die blumengestecke ab. tobi wollte es mir geben, aber ich wollte nicht da hin. der typ mit dem cape hat tobi sofort die blumen abgenommen, die blumen – meine mutter hatte ihr rotes herz direkt ans grab bringen lassen – wurden rings um das ausgehobene grab platziert. der typ mit dem cape hat unser gesteck nach hinten gestellt und die schwiegereltern meines bruders ihres nach vorne, was mich innerlich unheimlich gestört hatte. meins soll gefälligst vorne, wo jeder, nein, wo ich, draufschauen kann, stehen. aber ich habs dann so gelassen. wäre ja blöd gekommen, die anderen blumen nach hinten zu stellen und meine nach vorne. aber ich sag ja, manchmal hat man halt solche gedanken.

frau s. ging ans pult. sie begann die rede mit: „lieber herr s., lieber lolo.“ bei dem wort „lolo“ musste ich grinsen. so nannten meine nichten ihren opa. das hatte frau s. beim gespräch im bestattungsunternehmen aufgeschnappt, ich hatte damals auch gesehn, wie sie sich das wort aufschrieb. „lolo“ ist der philippinische ausdruck für „opa“ und „lola“ der für „oma“. meine mutter hat, so habe ich erst kurz nach der beerdigung, als wir da noch standen und uns unterhalten haben, erfahren, dass sie darauf bestanden hat, wenn das erste enkel geboren wird, „lola“ genannt zu werden, da sie eben „lola“ ist und nicht „oma“. das war für meinen bruder und meine schwägerin natürlich optimal, da so nie verwechslung zu den anderen groß-, also ihren eltern herrschte.

ich glaube, frau s. eröffnete die rede mit einem „sie haben den weg hier zu diesem baum gefunden“ oder irgendwie so. sie zitierte auch irgendwie noch etwas von.. irgendjemand bekanntem, keine ahnung. ich hab die rede überhaupt nicht mitbekommen, ich weiß gar nicht mehr, was mich schlussendlich „gepackt“ hatte, aber mir sind dann auch irgendwann die tränen gekommen. jedoch nur kurz und nur wenig, sie liefen nicht mal die wangen hinunter, sondern blieben schön im auge. bisschen abgetupft mit einem taschentuch. ziel erreicht. make-up nicht ruinieren. ich habe auch bemerkt, wie ich von links hinter mir von tobis papa beobachtet wurde. mein bruder und meine mutter haben die ganze zeit geweint. bei mir blieb nach meinem kurzen ausrutscher aber bis zum schluss alles trocken.

nach dem hauptteil der rede, die wohl ziemlich schön war (?), lud frau s. zum schweigen ein. das lied „goodbye“ von kenny rogers wurde gespielt. das ist das lied von meiner mutter und meinem vater gewesen, wie sie beim bestattungsgespräch erzählt hatte. ich kannte das vorher gar nicht. danach sprach frau s. wieder ein paar wenige worte, die ich auch nicht mitbekommen habe. ich kann mich nicht dran erinnern, woran ich dachte, wenn ich schon nicht bei der rede aufgepasst habe, ich glaub, ich hab einfach nur auf dieses ganze bild, was sich mir erstreckt hat, gestarrt. wie die blumen da lagen, wie die bäume da standen, die sonne scheinte, die staffelei das foto meines vaters zeigte.

die urne wurde von dem cape-typen mit ein paar kordeln und schnüren in das loch hinabgelassen. während der gesamten rede, jetzt weiß ich wieder, was mir durch den kopf ging, überlegte ich mir, ob ich das handy zücken und ein foto machen sollte. aber ich glaube, das wäre dann doch zu heftig und abgebrüht gekommen. aber irgendwie hätte ich gerne ein foto von der urne mit dem kranz gehabt. hab ich nicht gemacht und jetzt werde ich nie eines haben. andererseits hat sich das bild sowieso in mein hirn gebrannt, vergessen werde ich es eh nicht.

zum schluss ging frau s. auf meine mutter zu, nahm sie bei der hand und sagte ganz fürsorglich und leise: „kommen sie mit mir mit“, sie liefen beide zur hinuntergelassenen urne und meine mutter begann noch bitterlicher zu weinen. frau s. gab ihr sanft ein paar blüten aus der schale in die hand, um die urne damit zu bestreuen. meine mutter weinte ganz schlimm, als sie die blätter fallen ließ. mein bruder packte derweil den blumenstrauß aus, der kein blumenstrauß war. er machte eine andeutung zu mir rüber, ob ich nun vorgehen möchte, aber ich schüttelte den kopf und ließ ihm den vortritt. der vermeintliche blumenstrauß waren vier einzelne weiße rosen mit etwas grün und schleierkraut. er gab den beiden kindern jeweils eine rose in die hand, meine schwägerin nahm auch eine und sie legten alle einzeln die rosen nebeneinander direkt vor das grab. ich fand das eine wunderschöne geste. dann war ich dran. ich bin vorgelaufen und mir schoss in dem moment eine szene aus dawsons creek durch den kopf. in der szene ist die beste freundin von jen gestorben und jen war ungefähr ähnlich drauf wie ich an der beerdigung, fresse runterziehen und nicht weinen. die szene, die ich im kopf hatte, war, als jen zum sarg ihrer freundin lief und eher ablehnend eine rose darauf niederlegte. ich ging zum grab, nahm ein paar blüten und ließ sie auf die urne fallen. zwei blüten blieben links auf dem gras liegen. ich kniete mich runter, zupfte die blüten aus dem gras und ließ sich auch hinunterfallen. nicht sonderlich spektakulär und episch. ich ging zurück und blickte dabei auf den boden, weil ich nicht in die gesichter der anderen schauen wollte. danach kamen, glaub ich die schwiegereltern meines bruders und so langsam arbeitete es sich von vorne nach hinten durch. anschließend wurde geschwiegen. ziemlich lange. für mich zu lange, ich wurde so langsam zappelig und wollte das schweigen irgendwie brechen. meine tante, die die ganze zeit ganz hinten stand, bahnte sich den weg nach vorne zu meiner mutter, verabschiedete sich und sie und ihre tochter gingen. wir alle anderen blieben noch da stehen. ich weiß noch, vor dem schweigen fragte frau s. ganz vorsichtig, ob wir doch ein „vater unser“ oder soetwas sprechen möchten, auch wenn sie wusste, dass mein vater nicht sonderlich religiös war. sie wollte die option nur anbieten. ich schaute zu meinem bruder und schüttelte leicht den kopf, sprach in ruhigem ton: „brauch ich jetzt nicht.“ – mein bruder stimmte zu und frau s. zog sich sofort taktvoll und unaufdringlich zurück. überhaupt muss ich sagen, war frau s. eine ganz wundervolle begleitung für so einen traurigen anlass. sie kam später auch noch, als sich das schweigen etwas auflöste und sich die situation auflockerte zu uns her und fragte vorsichtig, ob sie schon irgendetwas abräumen dürfe, was aber für alle beteiligten total in ordnung war. meine mutter verstand es so, dass frau s. nun gehen wolle und frau s. antwortete: „nein nein, ich komme nochmal zu ihnen. sie kommen mir nicht ohne eine umarmung davon!“, sie grinste. und das tat sie auch. sie kam zurück und drückte meine mutter ganz doll, wünschte ihr alles gute und meinte, sie solle auch in zukunft bitte einfach anrufen, sobald sie irgendetwas brauchen würde, sie wäre auch über die bestattung hinaus jederzeit für sie da. danach kam sie zu mir, drückte mich ganz fest und wünschte mir auch alles gute, noch während der umarmung dankte ich ihr für alles, sie gab mir daraufhin einen kuss auf die wange und drückte mich nochmal ganz fest. zu tobi, der neben mir stand und als nächstes an der reihe war, sagte sie nur grinsend: „sie bekommen von mir keinen schmatzer!“, streckte ihre hand hin, schüttelte aber die von tobi fest und herzlich. sie sah sich nach meinem bruder um, der zusammen mit meiner schwägerin hinter dem baum stand, an dem mein vater begraben wird. sie umarmten sich und er weinte in ihren armen. daraufhin sagte frau s. leise zu uns: „die beiden lassen wir in ruhe…“, sie verabschiedete sich lächelnd und ging.

danach waren nur noch unsere blumen übrig. irgendwann mittendrin, ich weiß gar nicht mehr wann, achso, als diese griechische säule mitgenommen wurde, wurden die blumen neu arrangiert und mein gesteck wanderte nach vorne und das der schwiegereltern meines bruders nach hinten. jetzt war das stimmig für mich.

wir standen alle noch eine halbe, dreiviertel stunde da und haben uns über alles mögliche unterhalten. der schwiegerpapa meines bruders hatte sich schon zuvor mit frau s. über ihre berufserfahrungen unterhalten, die er nun uns erzählte.

ziemlich zum schluss, als wir schon gehen wollten, knieten mein bruder und ich, weil wir noch fotos von der urne und den blumen gemacht haben (JA GENAU, DAS FACEBOOK BILD!), um das grab, er dahinter, ich davor. ich schaute ihn an und meinte nur fassungslos, fast lächelnd: „unglaublich, ne?“ – „ja, voll.“

auf dem weg aus dem friedhof und zu den autos habe ich mich mit meinem bruder unterhalten und ihn gefragt, wie bei ihm auf arbeit die arbeitskollegen reagiert hätten. bei ihm wäre alles cool. war mir klar. kann ja nicht überall so arschlochig sein wie bei mir.

wir sind zusammen zum gasthof gefahren und eigentlich, muss ich sagen, war da alles wie .. naja, nicht wie weggeblasen, aber es fühlte sich nicht wie eine trauerfeier an. tatsächlich fühlte es sich so an, als wäre es einfach nur ein zusammentreffen von tobis familie auf die familie von meiner schwägerin und wir „hauptfamilie“ als bindeglied quasi. es wurde auch überhaupt nicht über meinen vater gesprochen, was im nachgang tobi auch als total ungewöhnlich für eine trauerfeier ansah, aber gut… wenn, dann hätte das thema eigentlich von mir kommen müssen. mein bruder und meine mutter, naja, die sind ja beide nicht so der typ, dass die sich in den vordergrund drängen bzw. schon gar nicht mit so einem sensiblen thema. die waren viel „zerbrochener“ als ich, nehme ich an. keine ahnung. naja und ich, ich hatte keinen bock groß etwas über meinen vater zu erzählen. ich erinnere mich gerne für mich selbst an meinen vater, da brauche ich nicht irgendwelchen leuten, die ihm nicht so nahe standen, irgendwas erzählen. abgesehen davon saß ich genau gegenüber von tobis vater und dem vater meiner schwägerin, meine mutter links von mir und rechts von mir tobi. das war aber auch so eine interessante sache, also mal tobis dad und den von meiner schwägerin beide live, quasi im direktvergleich, zu erleben. ich würde sagen, beide sind recht anstrengende personen. noch wenige tage vor der beerdigung haben tobi und ich uns über die beiden unterhalten und er meinte, er würde seinen vater als weniger anstrengend empfinden (mal unabhängig davon, dass es ja sein dad ist) als den anderen. ich hingegen meinte, ich würde wahrscheinlich seinen vater anstrengender finden. dazu muss man sagen, dass beide sich irgendwie ziemlich ähnlich sind, gleichzeitig aber auch gar nicht. beide sind ziemlich dominant, bloß der vater meiner schwägerin will einfach „nur“ ständig im mittelpunkt stehen und drängt sich somit mit seinen geschichten immer in den vordergrund und tobis dad hingegen will immer recht haben und korrigiert alle und gibt nur ungern zu, wenn er falsch liegt, bzw. gar nicht. als tobi und ich uns über die beiden unterhalten hatten, meinte ich, dass mich das verhalten von seinem vater wohl mehr „triggert“, weil er ständig andere korrigiert und damit unterbewusst das gefühl vermittelt, dass der andere nicht ganz so schlau ist. also ultimativer feed für mein „ich bin dumm“, und somit ging ich davon aus, dass ich vermutlich seinen vater anstrengender finde oder mich das verhalten schneller nervt. tobi hingegen meinte, er könne dieses rampensauverhalten von dem anderen nicht ab. naja, für mich war das mega interessant, mal beide zusammen zu erleben, da das vorher nie der fall war. und was soll ich sagen? – ich hatte schon nach zehn minuten das dringende bedürfnis tobi irgendwie mitzuteilen, dass ich jetzt im direktvergleich absolut „team tobis dad“ bin XD das fand ich eh so lustig, beide am diskutieren und .. gosh, der vater meiner schwägerin war echt, sorry, aber nervig irgendwann. ständig, aber wirklich STÄNDIG, hat er irgendwas erzählen müssen, so von wegen, als ob das seine party und veranstaltung wäre. und normalerweise erzählt halt tobis vater gerne irgendwas, der hingegen saß aber die ganze zeit in sich gekehrt da, mit einem: „hach ja, dann lässte ihn halt labern….“ auf der stirn geschrieben XD hinterher haben tobi und ich die sache analysiert und er meinte wie aus der pistole geschossen: „du meinst so, wie wir sonst bei meinem dad dran sitzen?“ ja genau XDDDDDDDDDD .. so von wegen: „ja gut, dann lässt ihm halt den spaß, offensichtlich hat er es viel nötiger als ich.“ ich hab tobis vater noch nie so… nachsichtig und geduldig erlebt XDDDDD und ich sags euch, das hat ihn unheimlich sympathisch gemacht. also mir ist tobis vater nicht unsympathisch, ich mag ihn schon auch, er ist nur anstrengend, was seine ständigen korrekturen anderer leute angeht und dass er immer recht haben will. aber er saß die ganze zeit stumm da und hat den anderen labern lassen lol.

ansonsten.. essen war gut. bezahlt haben tobi und ich, auch wenn meine mutter wohl bis heute denkt, dass sie bezahlt hat. mal sehen, wann es ihr auffällt lol. sie wollte unbedingt selber alles bezahlen, ich meinte, sie müsse das nicht, tobi und ich würden das übernehmen, wollte sie nicht und drückte mir den geldbeutel in die hand. bin dann vorgelaufen zur kassiererin und hab mit tobis und meinem gemeinschaftskonto bezahlt lol.

später waren tobi, meine mutter und ich noch eingeladen, bei tobis eltern zusammen kaffee zu trinken. tobi wollte eh einen stuhl und ein regal, was seine eltern für ihn neulich bei ikea mitgenommen hatten, abholen. der vater meiner schwägerin musste dann sowieso gehen und tobis vater hat dann meinen bruder plus familie eingeladen, ob sie nicht auch noch mit zum kaffee kommen möchten. das fand ich echt toll und was ich noch krasser fand, sie haben sich voll über die einladung gefreut und sind tatsächlich mitgekommen. wir saßen dann alle zusammen im wohnzimmer und haben kaffee getrunken und apfelkuchen gegessen und später waren wir noch draußen auf der terrasse, die kinder haben auf der schaukel und im sandkasten gespielt. wobei ich sagen muss, dass ich mehr oder weniger weiter weg auf der hollywoodschaukel saß und „die erwachsenen“ hab einfach reden lassen. ich bin ja sowieso eher zurückhaltend bei tobis familie, wenn auch überhaupt nicht in meiner eigenen. aber gut, war jetzt auch nicht unbedingt der anlass, zu dem ich mega mit losblubbern hätte beginnen wollen. war schon okay so. was also die feier – also alles außerhalb des friedhofs – anging, war das ein recht „schöner“ tag, wenn auch null komma gar nicht einer beerdigung gleichkommend, gerade deshalb vermutlich schön.

joa, ich glaub, ich hab jetzt recht ausführlich von dem tag erzählt. ich hätte genauso ausführlich auch über das essen im gasthof und so erzählen können, aber das interessiert ja nun wirklich keinen, das interessante war ja die beerdigung.

ansonsten, wie gehts mir? .. weiß nicht. ich habs jetzt einfach erzählt und bin froh, dass die erzählung hinter mir liegt.

in diesem sinne…

suzaku

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