Heute ist Thanksgiving.

Heute ist Thanksgiving.

heute ist thanksgiving. vor einem jahr habe ich das große thanksgiving dinner gekocht. irgendwie komisch, dass das schon ein jahr her ist. ich weiß, das klingt jetzt eigentlich wie nichts besonderes, ich meine, das war einfach nur ein essen, das ich gekocht habe. aber diese ganze vorbereitung, diese „kultur“ der amerikaner, die ganzen videos, die ich dazu geguckt habe. klingt strange, aber ich hatte viele, viele jahre nicht solch ein „festliches“ gefühl wie zu thanksgiving. weihnachten habe ich seit vielen jahren als etwas .. bedrückendes, nerviges im kopf. ich mag weihnachten irgendwie nicht oder zumindest fühlt es sich irgendwie „gut“ an, so zu tun, als würde ich weihnachten nicht mögen, weil das mich das irgendwie immer so unter stress setzt. nicht wegen den vielen familienbesuchen, die da bei den meisten leuten anstehen, sondern weil .. diese irgendwie nicht anstehen. für mich ist das immer so ein .. pflichtding, aber nicht wie es das für viele andere ist, von wegen: „joa, sind halt familienfeiern, stress, keine lust“, sondern weil da in meinem hinterkopf immer leise spricht, ich muss mich gefälligst um meine eltern kümmern, ich muss da sein, die heile familie vorspielen, ich soll das gefälligst genießen und spaß haben und alles ist schön. so als mitleidsgeste für meine eltern eben. und irgendwie auch dieser zwiespalt, weil ich mich auch nicht zugehörig zu meinem bruder oder seiner familie (schon allein diese formulierung) fühle. ich bin mein leben lang nicht das gefühl losgeworden, dass mein bruder unserer familie den rücken gekehrt hat und ich die scherben und trauer, die er hinterlassen hat, irgendwie wegkehren und reparieren muss. und irgendwie habe ich mich meinen eltern trotzdem, seitdem ich erwachsen bin, irgendwie .. distanziert gefühlt, also .. ich habe auch kein wohliges gefühl, wenn ich meine eltern anfasse oder sie umarme oder sowas, was ich sowieso irgendwie vermeide. es war kurzzeitig weg, als mein vater gestorben ist, aber ich glaube, nach und nach kehrt dieses distanzgefühl gegenüber meiner mutter trotzdem wieder zurück. und all diese … komischen, unangenehmen gefühle manifestieren sich irgendwie an weihnachten. deshalb mag ich weihnachten irgendwie nicht. es setzt mich einfach emotional unter druck. oder was heißt „ich mag weihnachten nicht“? weihnachten nicht zu mögen macht mich auch traurig, es klingt so verbittert und das wiederum setzt mich auch unter druck, weil ich mich dann schuldig fühle, da ich somit insgeheim meinen eltern vorwerfe, dass sie superschlechte eltern waren, sodass ich als erwachsener nicht mal schöne erinnerungen und gefühle gegenüber weihnachten habe. auch wieder die verpflichtung irgendetwas sein oder fühlen zu müssen. das ist mitunter auch ein grund, weshalb ich nicht heiraten will. also nicht im klassischen sinne, ich würde schon gerne heiraten, aber nicht so wie es die meisten leute tun mit einer großen feier. ich würde gerne romeo+julia mäßig alleine heimlich heiraten, ohne, dass irgendjemand der freunde oder familie dabei ist. aber diese klassische große feier, das setzt mich auch so unter druck, wen soll ich einladen, wen nicht, wie verhalte ich mich, die ganzen rituale mit der familie, blablablabla. das nervt mich alles. und jetzt, wo mein vater tot ist, will ich erst recht niemals groß heiraten. ich finde das irgendwie .. „unfair“? .. dass mein vater nicht dabei sein kann. 37 jahre, zehn jahre beziehung mit tobi „verbummelt“, in denen ich ihn quasi hätte heiraten und er hätte dabei sein können.

und deshalb… war thanksgiving schön. das war einfach ein neues fest. vollkommen unberührt und frei von negativen emotionen. und dieses ganze kochen, während es draußen schon kalt und dunkel war, das hatte sowas festliches. schönes. und ich gebe es nur ungern zu, aber ich habe mich auch ihm verbunden gefühlt. ich habe mich damals so viel mit ihm ausgetauscht und er hat mir auch so viel über kochen erzählt, weil er sehr gerne kocht. und auch das ausprobieren von neuen rezepten, diese ganzen videos von irgendwelchen amerikanischen hausmütterlies, wie sie für thanksgiving alles vorbereiten, das .. hatte so richtige usa vibes. es hat sich, so doof es klingt, echt so angefühlt, als würde ich selber in den usa leben oder so.

ich möchte das auf jeden fall wiederholen. dieses jahr war es mir zu stressig mit den ganzen backstreet boys konzerten. aber es war einfach cool und deshalb.. will ich das gerne wieder machen. und meine ganzen gäste von damals fanden es mega.

 

das habe ich vorher geschrieben, wollte eigentlich noch mehr schreiben, aber dann keine zeit mehr gehabt. daher nicht mehr für heute.

 

suzaku

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