Life begins at the end of your comfort zone.

Life begins at the end of your comfort zone.

oh kinder, ich muss tagebuch schreiben. und zwar eigentlich noch zu gestern, deshalb hab ich auch heute morgen noch schnell den eintrag online gestellt.

ich muss noch was von gestern von holly erzählen, aber das ist eigentlich nur der einstieg zu einem anderen thema, also ich hoffe, ihr verzeiht es mir. generell muss ich sagen, finde ich, seit ich hier auf meiner seite schreibe, schreibe ich eh nur noch langweiligen stuss, ich hab mich vollkommen von mir selber entfernt, durch den ganzen holly-scheiß, aber auch dazu komme ich später, oder im nächsten eintrag. genauso auch zu einer sehr langen, privaten message, die ich neulich bekommen habe, da wollte ich auch noch drauf eingehen. (sie wird wissen, dass sie gemeint ist, denn ich habe nur diese eine lange message erhalten xD)

und zwar, gestern abend hatte ich nach der arbeit einen privaten termin, deshalb bin ich noch ziemlich lange in der firma geblieben, ungefähr zwei stunden länger als sonst. die meisten gehen ungefähr eine stunde, nachdem ich sonst gehe, also eine stunde bevor ich gestern das büro verlassen habe. dementsprechend war es gegen abends ziemlich leer und holger saß sogar noch in seinem büro, obwohl er offiziell im outlook gebucht war. da ich noch geschäftlich was mit ihm klären musste, schlenderte ich in sein büro und wir haben uns noch kurz über das geschäftliche unterhalten, während aber der größere teil, den wir quatschten, irgendwelche privaten themen waren. er hatte mich ja schon am mittagessen damit aufgezogen, dass ich ja schoooon wieder frei hätte, nämlich am freitag, da fahren tobi und ich nach mainz auf ein grillseminar von weber. das hatte ich ihm vor jahren mal geschenkt und irgendwie hatten wir das seither nie eingelöst. na jedenfalls habe ich ihm das dann erzählt und so kamen wir auf so aktivitäten wie jochen schweizer, so sachen wie traktorfahren, formel 1 rennwägen, etc. und da erzählte ich, ich hätte daheim noch einen gutschein für dinner in the dark. „was ist denn das?“ – „na da kriegst halt ein essen serviert und alles ist komplett dunkel, quasi wie ein blinder. also.. candle light dinner ohne candle light xD“ daraufhin meinte er, das sei doch irgendwie komisch und war eher abgeneigt. ich war etwas verwundert und meinte so: „wieso, was ist denn da so schlimm dran?“ – „na das auge isst doch mit!“ – „ja, aber vielleicht schärft das ja deine sinne?“ er zuckte eher abweisend mit den schultern. daraufhin ergänzte ich: „naja, ich weiß auch nicht, wie es ist, aber man kann das doch mal ausprobieren? und wenns scheiße war, gut, dann weiß man: okay, ist scheiße, mach ich nicht nochmal.“ er behielt seine eher negativ angehauchte haltung und meinte, das würde er nicht ausprobieren. da muss ich echt sagen, da war ich echt etwas.. naja, erschüttert? jedenfalls ziemlich überrascht. “wieso denn?“ – „na, stelle ich mir doof vor, deshalb mach ich das dann auch nicht.“ – „aber vielleicht isses ja mega cool?“ – „na ich weiß nicht…“ immer noch leicht irritiert scherzte ich dann: „ach, du bist viel zu alt für sowas, so unflexibel wie du bist!“ er grinste: „genau, ich bin viel zu alt für so viel flexibilität.“ (KANN SICH NOCH JEMAND DRAN ERINNERN, WIE ER MICH UNFLEXIBEL NANNTE? XDDDDDD)

ich muss ehrlich sagen, das hat mich irgendwie.. verstört. wisst ihr, ich kenne ihn ja und ich weiß, dass er ziemlich festgefahren in vielerlei dinge ist, aber so krass, das hätte ich nicht gedacht. ich meine, bei so einem dinner in the dark (und ich rede jetzt nicht explizit davon, das dient nur als beispiel), das ist ja nur ein abend lang, kein dreijähriger kurs oder sowas. ich meine, ich bin erschüttert darüber, wie krass man sich selbst so .. abschnürt und sich in seinen horizonten, erfahrungen und gefühlen beschneidet. wow. finde ich echt krass. ich meine, ich wüsste gar nicht, wo ich heute wäre, wäre ich auch so. es gibt so viele dinge, denen ich skeptisch gegenüberstand und die mein leben so krass bereichert haben, die kann ich gar nicht alle aufzählen. wenn ich mir vorstelle, schon allein.. das hier. tagebuch schreiben, öffentlich, im internet. das war auch was neues und ich dachte mir: „boah, soll ich das machen? ich meine.. das ist doch echt etwas sehr krass, nachher kann weiß gott wer dich googlen.“ und jetzt mache ich das tatsächlich schon siebzehn jahre und ich kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen. oder, ich weiß noch, schminken. ich habe mich ja erst sehr spät geschminkt, ich glaube, mit zwanzig oder so. und je älter ich wurde, desto mehr panik hatte ich davor, denn desto schlechter konnte man ja als paradiesvogel durch die gegend rennen, wo sich alle fragen: „gott, kann die sich nicht schminken? wie sieht die denn aus!?“ wenn ich mir vorstelle, wie das für mich war, als mina mich zum mac counter mitgenommen hat und gesagt hat: „so und jetzt lässt du dich beraten!“ ich weiß noch, wie ich jedes kleine stiftchen, pinseichen und sonst jegliches schminkutensil als mysterium erachtete und mir dachte: „what the fuck, wofür benutzt man das?! gott, das krieg ich nie hin!“ und heute.. oh mein gott, wenn ich meinen finger in einen holo-shade reibe und im licht sehe, wie er funkelt und glitzert, da kommen mir die tränen XD oder australien! gott, ich wollte nie nach australien, hatte sogar richtig hart keinen bock drauf, weil blabla, jeder liebt australien. OH ICH GEHE NACH AUSTRALIEN ALS BACKPACKER NACH MEINEM STUDIUM. SCHÖN FÜR DICH. OH TOLL, OUTBACK. LAAAAAAAAAANGWEILIG. WAS WILL ICH DA. nur weil es gerade so „billig“ (höhö) war – und ich muss auch zugeben, es war so ein kleines prestige-ding für mich, um sagen zu können: „uuuhh ich fliege nach australien in urlaub“ (peinlich, i know XD) – dacht ich: ”ach komm, dann fliegst halt mal da hin“ und ich hab sofort mein herz dran verloren. ich liebe australien so sehr, die menschen, das land, alles. ich liebe es schon, nur durch einen coles oder einen woolworths zu laufen und diese fluffigen brötchen in der plastiktüte oder diese geilen scones dort aus dem regal zu nehmen.

oder dieser eine tag, am great barrier reef, als wir schnorcheln waren. das erste mal schnorcheln meines lebens. dazu muss man sagen, ich hab eine richtig krasse wasserphobie, ich habe schon angst, wenn der pool 1,80m tief ist XD (kein scheiß) tobi meinte ja, sogar beim duschen sieht man mir schon meine angst vor wasser an, weil ich mich nie direkt unter den strahl stelle XD und damals, schnorcheln, mitten auf hoher see, KEIN BECKENRAND ZUM FESTHALTEN, DEEP BLUE SEA, und ich soll da ins wasser gehen, JA GENAU, SO SEH ICH AUS. goooooott ey. ihr könnt euch an den tagebucheintrag erinnern!? XD was hab ich geheult. ich saß da auf dem boot, nach fucking zwei stunden mitten auf dem meer rumdüsen, weit und breit kein land in sicht, nur tiefblaue dunkelheit unter mir, und die leute springen da alle fröhlich ins wasser und ich sitz da mit meiner übelsten panik, mit dem scheiß schnorchelzeug und den flossen in der hand und heule mir vor angst die seele aus dem leib. und tobi so ganz vorsichtig: “so schlimm isses doch gar nicht?“ ALTER, SO SCHLIMM IST DAS NICHT? KEINE AHNUNG WIE VIELE KILOMETER DAS RUNTERGEHT UND ICH BIN GERADE MAL 1,61 XD DA KANN ICH ABER NICHT DRIN STEHEN, DU! jetzt ohne witz, ich hatte mir wirklich überlegt, ob ich mich nicht den ganzen tag über auf einem der klos einschließen soll, OHNE WITZ JETZT. damit keinem auffällt, dass ich nie im wasser bin und mich keiner zu überreden versucht XD

und wenn ich mir vorstelle, wie das war.. so die ersten momente, als dieser nicky-verschnitt von tauchlehrer mich ins wasser zog, verkrampft wie eine kartoffel mit ganzkörper-gicht, und grinsend meinte: „just relax“, ich mit zig westen, schwimmnudeln und weiß der geier was noch alles – ich hätte rein physikalisch niemals untergehen können XD wenn ich mir vorstelle, wie das am ende war, als dann plötzlich beim dritten spot dieser riesige keksfisch nochmal auftauchte und ich so geil auf den fisch war, dass ich sofort ins wasser GESPRUNGEN (!) bin und mir erst zig meter vom boot entfernt klar wurde: „oh, ich hab meine schwimmnudel an bord vergessen.“

wenn ich mir vorstelle, dass ich all das nicht hätte, diese erleichterung hinterher, mich überwunden zu haben, diese neuen erfahrungen, neue hobbys, neue Ieidenschaften und freuden. gott. wie viel ärmer mein Ieben wäre.

ich wäre niemals in die klinik gegangen, vor lauter angst und skepsis. wäre niemals heimlich als teenie von zuhause nach berlin abgehauen, hätte niemals so viele sehr prägende menschen getroffen (eine davon hat übrigens morgen geburtstag, tabris).

und das müssen nicht mal so große sachen sein, sondern auch schon so kleinigkeiten, wie letztes jahr das joggen. das klingt echt dämlich, aber wie viel überwindung mich das gekostet hat, das erste mal joggen zu gehen. einfach, weil ich nie ein sportlicher mensch war und weil man immer glaubt, die leute schauen einen blöd an und mustern einen. „oh, die atmet ja doll‚ oh sie geht jetzt nur noch (OHNE FLUGPHASE! XD). hat die keine ausdauer oder was? (NÖ)“ und witzigerweise…. wenn man sich mit ein paar läufern unterhält, wie viele am anfang die gleichen sorgen hatten. so blöd ey. und wie oft bin ich schon an leuten, die mit ihrem hund spazieren gehen, dreimal vorbeigelaufen und die haben mich dann angelacht, weil wir uns schon wieder begegnet sind. nichts großes, aber hätte ich nie erlebt, hätte ich mich nicht überwunden. oder dieser eine lkw-fahrer, der gerade pause gemacht hatte, als ich vor ein paar wochen abends bei dunkelheit und regen an ihm vorbeigejoggt bin und er sogar die scheibe runterließ, um mich anzufeuern und zu klatschen. wie geil das einfach ist, so ein kleiner moment.

life begins at the end of your comfortzone. das hab ich gestern holger auch gesagt. hat er mit einem skeptischen schulterzucken abgeschmettert.

sehr viele, die meisten sachen, die einem intensiv in erinnerung bleiben, prägend, beginnen mit angst und überwindung. der prägendste augenblick letztesjahrwar, als ich mit holger auf dem parkplatz stand, die sonne tief stand und ihm ins gesicht scheinte, während ich sagte: „ich bin in dich verliebt.“

und – als hätte er es geahnt, aber – wie die faust aufs auge passte mein gestriger privater termin zu diesem thema.

und zwar hatte ich gestern meine allererste gesangsstunde. alter fuck, was für ein brainfuck das schon ist, das zu schreiben xD dazu muss man sagen, hm. also. im ernst. der text da oben ist eigentlich ein noch besserer einstieg zu dem thema, als bisher angenommen, denn es wird (hoffentlich) klar, dass ich schon jemand bin, der sich in seinem leben vielen ängsten stellt, und das immer und immer wieder. nicht nur ängsten, sondern halt oft neues ausprobiert, egal, wie skeptisch, ängstlich oder negativ ich entsprechender sache vorher eingestellt war.

ich behaupte auch, ich bin ein eher mutiger mensch. okay. das behaupte eigentlich nicht ich, sondern meine mitmenschen und aufgrund der häufigkeit dieser aussagen, glaube ich ihnen das mittlerweile notgedrungen. so oft höre ich so sachen wie: „oh gott, das hätte ich mich nicht getraut“ oder „wow, dass du das machst!“

und so viele sachen, die ich bisher gemacht habe, keine ahnung.. meinem verheirateten chef face to face gestehen, dass ich in ihn verknallt bin, mit fünfzehn einem sanitäter von einem konzert hinterher zu telefonieren in sämtlichen malteser, johanniter, was weiß ich für einrichtungen, mich in eine psychosomatische klinik einweisen, an einer katholischen mädchenschule sich zu seiner lesbischen beziehung zu outen, all den scheiß, klar, das hat mir alles angst und überwindung abverlangt, vieles in der heutigen zeit vielleicht auch nicht mehr nachvollziehbar, denn wenn man sich heutzutage zu einer anderen sexualität als der heterosexuellen outet, dann ist das bei weitem nicht mehr so krass wie vor zwanzig jahren noch, vorallem in einer katholischen, biederen kleinstadt. aber – und auch, wenn das jetzt für viele noch weniger nachvollziehbar klingt – nichts, aber auch überhaupt gar gar gar nichts hat mir je so viel angst eingejagt, wirklich nicht im geringsten, wie vor irgendjemandem zu singen. ganz ehrlich, keine ahnung, warum ich da so krass angst habe, aber ich würde mir eher den arm abhacken, als vor jemandem zu singen. DA SCHNORCHEL ICH LIEBER OHNE SCHWIMMNUDEL VON DER NORDSEE BIS ZUM GREAT BARRIER REEF XD OHNE FLUGPHASE! XD

und wie es so oft bei solchen dingen ist, die man knapp zwanzig jahre vor sich herschiebt: irgendwann macht man es einfach und man weiß gar nicht warum jetzt. warum nun auf einmal? irgendwann, bei jedem mal, wenn man dabei ist, sich zu überwinden, kommt der moment, in dem man wie ferngesteuert, ohne nachzudenken, einfach nur noch handelt und nicht mehr grübelt, nicht mehr ängstlich ist. diese geistige totphase, in der nur der körper agiert. und dann hat man sich schon so weit reingeritten, dass man den rest irgendwie nur noch durchstehen kann und muss. so weit, dass man es jetzt nur noch vollends über die bühne bringt. dieses: „holger, ich muss dir was sagen..“ tja, da ist es schon passiert. schon reingeritten, jetzt bleibt dir nur noch zu gestehen, was du zu gestehen hast.

und so habe ich letzte woche einfach eine gesangslehrerin im ort angeschrieben. ich schrieb, ich hab keine ahnung von gar nichts, kann kein instrument und keine einzige note, würde es aber gerne ausprobieren, da ich leidenschaftliche unter-der-dusche-und-im-auto-sängerin bin. schon allein das im tagebuch zuzugeben ist für mich eine mega große hürde, auch wenn das mit sicherheit viele nicht verstehen. aber singen ist für mich etwas, das mache ich ganz natürlich, wenn ich alleine bin, würde ich aber niemals vor anderen zugeben oder gar praktizieren. wie selbstbefriedigung oder.. sich am arsch zu kratzen. wobei ich mit beidem weniger probleme habe. XD

die gesangslehrerin antwortete mir gleich ganz lieb mit einem netten text und smileys und hat direkt einen probetermin für gestern um 18.00 vorgeschlagen. what the fuck. WELL, THAT ESCALATED QUICKLY, würde jetzt so ein bestimmtes meme sagen.

aber gut. irgendwann, da haste dich so reingeritten und jetzt einen rückzieher zu machen, das wäre peinlich. also zugesagt.

ganz ehrlich, ich konnte es gut den ganzen tag von mir gedanklich wegschieben. wirklich. es war so ein grauenhaftes lauern im hinterkopf, aber an für sich… joa doch, konnte man noch gut ausblenden. ausblenden habe ich in der klinik schließlich hervorragend gelernt, nicht immer schon vorneweg in panik reden. aber je näher der termin kam, desto mehr angst hatte ich. gott sei dank hatte ich sogar schon meine kleidung nach dem termin abgestimmt, ha, mit meinem wundervollen oberteil von gestern konnte man nämlich keine schweißflecken sehen XD HERRLICH, WIE ICH AUF JEDES DETAIL ACHTE, DANKE ADS! XD

ich bin also nach der arbeit da hin und schon allein der pfeil an der straße richtung „musikschule“ war so befremdlich wie letztes jahr sich LAUFSCHUHE anzuziehen. alter, ich bin kein läufer, genauso kein musiker. was tue ich hier merkwürdiges?

und ey, ich lauf da so in das winzige gebäude rein, ein bungalow mit nur wenigen zimmern, kaum schließe ich die tür hinter mir, höre ich aus einem der räume eine jugendliche stimme: „iiiiiiiiiii’m gonna swiiiiiiiiing“ – eine ältere, lautere stimme setzte ein: „swiiiiiiiiing“ – wieder die jugendliche ertönte: „swiiiiiiiiiiiiiing…. iiiiiiing.“ befremdlich. was mach ich hier? .. that’s not the place i belong to XD I BELONG TO THE INSIDE OF MY CAR WHERE NOBODY CAN HEAR ME SINGING FROM THE SWINGING FROM THE CHANDELIER XD die tür von dem zimmer, aus dem der chandelier-song kam, ging auf, ein mädchen um die geschätzte zwanzig ging raus und die gesangslehrerin, mitte vierzig und bildhübsch, grüßte mich von der ferne und rief freundlich: „du willst zu mir, ne? du bist suza, gell?“ .. tja. schon reingeritten. jetzt einen rückzieher zu machen, das wäre ja peinlich. NEE DU, EIGENTLICH WILL ICH NUR NACH DEM WEG FRAGEN, oder was? XD

sie schüttelte freundlich meine hand, wir sprachen über die herkunft meines namens, ein bisschen smalltalk.

„ja, du hattest ja einige fragen in deiner mail geschrieben, deshalb dachte ich mir, wir machen einfach mal einen termin aus und besprechen alles.“ sie sprach etwas über sich, wie das ganze ablaufen könnte, sollten wir uns dazu entscheiden, zusammen eben am ball zu bleiben. ganz ehrlich, keine ahnung mehr, worüber wir sprachen, ich schien mich in dem augenblick noch nicht sehr aufgeregt zu fühlen, aber so im nachhinein war ichs wohl doch, denn ich weiß gar nichts mehr von dem gespräch. ach doch, meine ziele, das fragte sie. mein ziel war einfach nur: nicht direkt krepieren vor angst und scham, sollte mich doch zufällig mal einer singen hören. XD

richtig creepy wurde es dann, als sie fragte: „welche musik hörst du denn so?“ – „ach, alles mögliche. viel charts, aber.. joa. alles mögliche. evanescence mag ich zum beispiel.” ich erwähnte evanescence, weil ich mich damit sicher fühlen würde, müsste ich das singen. okay, SICHER ist vielleicht das falsche wort, sagen wir… ZIEMLICH UNSICHER AS FUCK, ABER ALLES ANDERE IS NOCH BESCHISSENER. XD man konnte sofort ihre begeisterung sehen: „evanescence? cool! dann singen wir doch jetzt einfach mal ‚my immortal‘!“ what the heck. ich weiß, weshalb ich da war, aber…. DUSCH MICH, ABER MACH MICH NICHT NASS. passend zu meiner wasserphobie. „das kannst du doch bestimmt, wenn ich dir jetzt den text gebe, oder?“ mit schmerzverzerrtem gesicht sagte ich leidend: „den text brauch ich dazu nicht…“ – „ja super, dann machen wir das jetzt.“ what the.. noooooooo. „ich lass den song laufen und du singst einfach nur mit. wie daheim, nur mitsingen. ich mach das mikro auch ganz leise und amys stimme ganz laut.“ WIE MIKRO? WAS FÜR EIN MIKRO! OH GOTT. GEH MIR WEG MIT DEM DING. eifrig googlete sie nach dem text, steckte mir das ipad neben das mikro dran und meinte: „halt dich einfach an dem mikro fest, falls etwas ist. alles gut.“ oh gott. XD also gut. dann stand ich da, vor mir das fenster mit dem ausblick auf ein feld, am dunkelgrauen himmel war noch ein rötlicher streifen von der bereits untergegangenen sonne und die ersten töne von „my immortal“ begangen. ach du scheiße. ja gut. schon zu spät. hau raus. XD dann so bissl angefangen, natürlich nicht sofort in meiner power whitney houston röhre (XD), aber halt etwas .. vorsichtiger, aber .. ja doch. war okay. ich mein, hallo, das war my immortal, eine trilliarde mal schon gesungen. bis nach dem ersten refrain ging der horrortrip und sie schaltete aus, grinste mich erwartungsvoll an und meinte: „und wie war das jetzt für dich?“ – „ja gut, ich hab ja nix von mir gehort, ich hab nur amy lee gehört XD DANN GEHT DAS!“ – „nee, ich hab dich gehört.“ „JA ICH ABER NICHT.“ – „also ich hab dich gehört und das war richtig gut, ich weiß gar nicht, was du hast!“ jaja, is wahrscheinlich dein standardspruch für anfänger, die kurz vor einer ohnmacht stehen. XD kennt bestimmt die symptome einer herzinsuffizienz schon auswendig xD dann zog sie mich direkt ans keyboard, erklärte mir irgendwas von vier .. stimmen, kopfstimmen und keine ahnung was noch (YOU SEE, NO FUCKING AHNUNG XD), hat halt so gemeint: „und das ist die blabla stimme“ und begann mords den ton rauszuspreaden – „und das is die und die stimme“ und der gleiche ton, nur ganz anders gesungen, und so folgten halt noch zwei. – „das sind die vier stimmen und du hast eben alle vier frei schnauze schon angewandt und wir erarbeiten im unterricht zusammen, wann man welche wie einsetzt.“ und dann ging es an die tonleiter nachsingen. also sie klimperte irgendwelche töne und sang zunächst dazu mit und ich sollte die nachsingen. am anfang total langsam und mit einem schlag wurde sie richtig schnell und hat die ganzen töne nur noch kurz angespielt und dann auch so mehrere auf einmal, YOU KNOW WHAT I MEAN? XD also ich dachte mir nur: „ohhh okay, jetzt legt sie aber n zahn zu.“ jedenfalls sollte ich eben alle nachsingen und sie meinte, ich hätte das schon richtig gut gemacht, also mir war schon klar, was sie da machte. „damit habe ich jetzt testen wollen, wie dein gehör für töne ist und ob du in der lage bist, alle korrekt widerzugeben. denn wer das nicht beherrscht, der hat noch ein großes stück arbeit vor sich. aber du machst das zum glück schon richtig gut.“ gott sei dank. hunderte euro gespart. XD anschließend sollte ich my immortal nochmal karaoke singen. das fand ich richtig hart creepy, weil bitches, ich bin nur so awesome, weil ich nur MITSINGE, ICH TRÖTE. XD ja okay, ein paar wenige kann ich auch karaoke und ganz ohne musik geht sowieso alles, aber karaoke.. ja, dat is ned so, ne? ICH WEISS, WAS MACHT EIN SÄNGER, KARAOKE SINGEN, THE WHOLE FUCKING DAY. XD aber! wir haben ja schon festgestellt, ich bin kein sänger. auch kein läufer. XD

das habe ich ihr gleich so kommuniziert (nur ohne „fuck“ und ohne das mit dem läufer XD) und sie so, kein thema, sie gebe mir handzeichen, wann ich einsetzen müsste, das hab ich aber gar nicht benötigt, wie mir dann auffiel, das ging auch so locker. also „LOCKER“ IN ANFÜHRUNGSSTRICHE, NE?

zum schluss erklärte mir sie halt, was der unterricht so bei ihr kostet, in welchem rahmen das alles dann abläuft usw und es gab auch schon die erste hausaufgabe, sofern ich mich dafür entscheide. und zwar neben dem unterrichtsmaterialien zusammensammeln (texte etc) soll ich nun mir aus youtube eine karaoke version von my immortal raussuchen, die mir gefällt und auf diese dann den song üben, sodass ich den einfach so singen kann, technik egal.

sie hat auch ein paar interessante dinge erzählt und zwar meinte sie eben, dass im schnitt ihre schüler circa sieben jahre unterricht nehmen, bis die dann auf die bühne gehen. und ich so: „wtf, auf die bühne!?“ und sie halt ganz lockerflockig: „ja?“ und ich so: „wat, da gibts doch bestimmt auch so leute, die sind… so beschissen, dass die es in 30 jahren noch nicht auf irgendeine bühne schaffen!?“ .. und sie halt, seit sie unterrichtet und das sind jetzt so über fünfzehn jahre hat sie erst eine einzige schülerin nach einem jahr vergeblichen unterrichts nach hause geschickt, weil sie so schlecht war, dass sie das als sinnlos betrachtete, die weiter zu unterrichten. – „ich dachte immer, naja.. die einen haben halt.. talent und die anderen nicht? .. oder zumindest die einen mehr und die anderen weniger.“ daraufhin antwortete sie: „nee, die stimme ist ein muskel und den kann man trainieren. fast jeder kann singen, man muss halt nach der individuellen stimmfarbe und technik schauen, aber es ist wirklich sehr viel übung.“ sofort schossen mir leute durch den kopf, die ich in meinem leben durch mein interesse an kunst und zeichnen kennengelernt habe, die … ja, das klingt so fies, aber die wirklich schlecht waren. also was zeichnen angeht. und die sind aber über die jahre trotzdem dran geblieben und heute richtig gut. die habe ich als kind und jugendlicher belächelt, wenn ich unsere zeichnungen verglich, und von denen ich heute schon deeply impressed bin, wenn ich deren fortschritt und bilder heute sehe. trotzdem muss ich sagen, habe ich nie so wirklich bereut, dass ich mit zeichnen aufgehört habe, obwohl ich eigentlich richtig gut war. zeichnen ist mir einfach zu langweilig und fordert mir zu viel .. konzentration und geduld ab. also, klar, das braucht man für viele hobbys, aber bei zeichnen, keine ahnung. da empfinde ich es einfach besonders heftig.

naja. wer weiß, wie lange ich da jetzt dran bleibe. sie meinte auf jeden fall, sie kann mir leider gerade keinen festen wöchentlichen termin geben, da sie zur zeit voll ausgebucht ist und es will und will einfach keiner kündigen. „aber ich fand deine email so süß und witzig mit dem unter-der-dusche-sängerin, da musste ich dich einfach trotzdem sofort anschreiben obwohl ich dir keine festen termine anbieten kann“, lächelte sie. TJA. lCH BEWERBUNGSQUEEN. ICH KANN DAS EINFACH. XD well, sie vergibt immer so.. ja, bei meiner therapeutin hieß es springer-termin. in dem fall sind die springer-termine immer freitags. da sie am wochenende oft auftritte hat, kann sie freitags manchmal nicht und an den freitagen, an denen sie kann, nimmt sie die springer-schüler. und als springer-schüler bucht man halt immer zehn termine und wenn die fertig sind, bucht man wieder zehn, und so weiter. und ich werde mir da jetzt auf jeden fall mal so ein zehner-paket reinziehen, mal schauen XD

was auch noch krass war, sie fragte mich halt, wie ich dazu käme, jetzt auf einmal unterricht zu nehmen. und ich so: „keine ahnung, ich bin halt jemand, der stellt sich gerne seinen ängsten. und vor jemandem zu singen, da hab ich schon ordentlich schiss vor.“ ich erzählte, dass ich vor knapp zwanzig jahren das erste mal gerne sowas gemacht hätte, aber damals wollten meine eltern mir keinen klavierunterricht bezahlen und gesang hätte ich mich eh nie getraut, das vor meinen eltern zuzugeben, zumal der ja nicht so viel billiger wäre. – „und dann wars das erstmal?“, fragte sie. „ja genau.“ – „dann biste aber sehr früh dran.“ – „wieso das denn?“ – „frauen, die schon immer gerne gesangsunterricht nehmen wollten und sich nie getraut haben, kommen im schnitt mit mitte vierzig bis anfang fünfzig zu mir. da bist du mit dreiunddreißig echt bald dran.“ wow. das hätte ich nicht gedacht. genau das antwortete ich auch. ich muss auch zugeben, das hat mich noch mehr bestärkt oder eben bestätigt, dass ich .. die challenges in meinem leben suche und angehe XD und trotz der vielen jahre, die ich mir damit zeit gelassen habe, in denen ich mich noch nicht überwinden konnte, war ich innerlich trotzdem so ein bisschen stolz auf mich, dass ich immer noch mehr als zehn jahre eher dran war als die meisten anderen. und sie sagte noch: “ja, vorallem bei frauen, die erst mit über fünfzig kommen, da ärgere ich mich immer, denn wenn du da noch sieben jahre drauf rechnest, im ernst, wie viel zeit bleibt dir dann noch, auf der bühne zu stehen?“ schon wieder diese bühne ey. beängstigend. XD

achso und eins meinte sie noch, da sagte ich irgendwann, ich werde niemandem erzählen, dass ich gesangsunterricht nehme (ups…) und sie so: „ich rate meinen schülern immer, das dem umfeld frühestens nach ihrem siebten, achten termin zu erzählen.“ – „und wieso?“ – „sobald bekannte hören, man nimmt gesangsunterricht, kommen sie von überall her und fragen, ob man mal auf geburtstagen, hochzeiten oder sonstwo was singen kann. und wenn jemand schon sehr früh damit konfrontiert wird, dann überfordert das viele.“ übelst skeptisch platzte es aus mir raus: „was? .. passiert sowas wirklich?“ – „ja, eigentlich immer.“ – “kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.“ – „fast allen geht es so, dir wird das mit sicherheit auch so passieren.“ – „NIEMALS, ICH ERZÄHLE DAS NIEMANDEM!“ (ups XD)

aber eins muss ich noch erwähnen.. also. jetzt im ernst. ich habe mich in meinem leben, glaub ich, dreimal beim singen aufgenommen und mir das angehört. einmal mit.. äh .. fünfzehn oder so. das fand ich so grauenvoll, dass ich danach glaub für ein jahr taubstumm war XD dann später nochmal irgendwann, das fand ich auch nicht so viel geiler und das letzte mal letztes jahr und da war ich selber überrascht, dass ich es nicht krass schlimm bekackt wie direkt aus der dsds-hölle fand, sondern sogar GANZ OKAY. ich habe selber in meinem ganzen leben ohne das gestern drei- oder viermal an einem mikrofon gesungen, also quasi „live“ und da fand ich es jedes mal B-E-S-C-H-I-S-S-E-N ! und gestern fand ich es NORMAL!? also .. es klang so wie es in meinem kopf auch klingt XD (diese formulierung, geil ey) you know what i mean? jedenfalls… das fand ich richtig awesome. es klang, sogar bei dem karaoketeil, echt so beim mikrofon, wie es sich auch in meinem kopf anhört, also zumindest gestern. KEINE AHNUNG, WAS DIE GUTE FEE DA ABGEMISCHT HAT. und ja, jetzt, wo ich „gute fee“ schrieb, muss ich leider noch was anderes sagen XD und zwar hab ich ja nach der Iehrerin gegoogled und auf ihrer seite sind auch bilder von ihr und sie hat mich SOFORT an die meerhexe von arielle erinnert, also in menschlicher form XD die meerhexe, ursula heißt die ja, verwandelt sich doch in einen menschen, um arielle den prinzen wegzuschnappen. UND GENAU SO SIEHT DIE LEHRERIN AUS XDDDDD noch witziger wird das ganze, wenn man bedenkt, dass die meerhexe arielle die stimme klaut XDDDD DIESE SITUATION, WIE ARIELLE VOR IHR STEHT UND URSULA SAGT: SIIIIING!!!! SIIIIIING WEEEITER XDDDDD hach herrlich. zu gut ey. aber das ist natürlich voll fies, denn die lehrerin ist mega nett, also total nett.

aber nochmal zurück. das fand ich echt krass, dass sich das so relativ gut angehört hat. aber gut, die hat das schon so hingedreht, dass ich das gut finde und vertrauen kriege und blah. das is mir schon klar, die tricks kenn ich XD wobei ich sagen muss, an meine sprechstimme bin ich total gewöhnt, also ich finde das auch nicht merkwürdig, mich beim sprechen zu hören. im gegenteil, ich find meine sprachnachrichten manchmal selber lustig XD

jaja. so war das. und auch wenn es affig klingt, aber so “offen“ darüber schreiben zu können, das kann ich zwar nicht nur deshalb, aber schon zum großen teil auch deswegen, weil ich mich letztes jahr so zum joggen habe überwinden müssen, eine eigentlich recht läppische sache, und da hab ich von sooooooo vielen leuten hören müssen, dass ihnen das GANZ GENAUSO ging beim ersten mal joggen. von wegen, sich unwohl und beobachtet fühlen, sich dumm vorkommen und glauben, dass alle einen anstarren bei einer so für einen selber ungewohnten, merkwürdigen sache. und ich gehe einfach mal stark davon aus, dass es, aus dem gesetz der wahrscheinlichkeit heraus, mindestens EINE person geben muss, die das hier liest und ganz genau weiß, was ich mit dieser angst vorm singen meine.

naja. so war das. SO WAR DAS! tja. nun nehme ich also gesangsunterricht. nach zwanzig jahren angst jetzt überwunden. krass. ich glaub, das reicht für heute erstmal XD

suzaku


12 Gedanken zu „Life begins at the end of your comfort zone.

  1. Krass, aber genauso einfach krass gut, alles. Dass du die Sachen angehst, die dir Angst machen, auf die du aber trotzdem Lust hast :-))) Der Einstieg mit Holger und dem Dinner in the dark passt echt perfekt und zeigt wieder einmal mehr, was er für ne Flachpfeife ist und wie sehr du dich mit ihm langweilen würdest.

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  2. Wenn er, Holger, eine derartige Flachpfeife ist, so viele oder einige Unzulänglichkeiten hat, die dich nerven und du – trotzdem – an ihm hängst und dich zu ihm hingezogen fühlst…, spricht das doch eher für ihn und übrigens auch für dich, so sehe ich das. Für dich deshalb, weil, ich sag‘ mal, deine Wünsche nicht abgestorben und tot sind. Du brauchst viel mehr Aufmerksamkeit, scharfe entschiedene, gezeigte…, spürbare Zuwendung, Wärme überhaupt. Und die sind ganz und gar nicht weg, falls Holger je mal tatsächlich weg sein sollte. Du unternimmst auch nichts, einen „sinnlichen Nebenschauplatz“ zu eröffnen, der zumindest es vielleicht ermöglichen könnte, deine Lage diesbezüglich zu mildern, daß du einfach entspannter wirst. Und nicht irgendwann dann doch in eine Lage kommst und platzt, irgendwie durchdrehst. Gegen dich selbst oder in der Firma, weil es halt einfach nicht mehr anders geht vor irrem, inneren Druck. Vielleicht solltest du das mal mit Tobi knallhart und freundlich, aber eben deutlich besprechen, es ihm auch abverlangen. Das wird nicht einfach für ihn, so ist das eben. Aber da muß er durch, von seiner Seite kommt da ja, aufgrund seiner Persönlichkeit keine Lösung. Er kennt ja deine Geschichte, Eltern etwa, das alles, warum das so ist. Und du kannst ihm ja sagen, was dir an ihm trotzdem so gefällt und das du ihn nicht verlassen wirst. Das willst du ja auch überhaupt nicht und das muß ja auch nicht sein, packt er das. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er dir (absichtlich) schaden will. Er tut das aber tatsächlich doch, so wie es jetzt ist. / Ich hab‘ zudem den Eindruck, daß die ganzen „Tanten“, die dir schreiben, soweit ich die Kommentare kenne, wohl allen Ernstes annehmen, das Problem sei aus der Welt, ist Holger aus deiner…, also, wenn du dich innerlich von ihm trennst, vielleicht dann aber in der Firma weiterarbeiten kannst, noch. Von wegen. Dann wird, irgendwann, ein anderer Holger erscheinen…, der wird ganz bestimmt nicht „Wolfgang“ heißen :)), aber – mach‘ dir nichts vor. Deine Situation zu sehr zu euphemisieren irgendwie, Blumenstrauß und so, andauernd, immer wieder… Du bist noch nicht 90. Es dauert noch bis du’s in den Himmel schaffst 😉 / Super mit dem Singen 🙂 Mir ging es vor der Prüfung an der Kunstakademie so, ich sag‘ dir… Die erste Frau…, und die war keine Gummipuppe, die war „ganz aus echt“ und hieß und heißt „Katharina“… Hab‘ jetzt aber keine Lust mehr, schon zuviel getippt, auch andernorts, Hyper, ja, grüß‘ dich 🙂

    1. So, sorry, bin nicht eher dazu gekommen, wollte aber nicht nur schnell blabla antworten. Also ich stimme dir zu, dass das Problem nicht verschwunden sein wird, wenn es Holger mal ist, denn offensichtlich bin ich halt kein mensch, der sich für immer und ewig auf eine einzige person einschießen kann. Eine „sinnlichen nebenschauplatz“ zu erschaffen ist auch nicht so einfach, also sprich, jetzt die Beziehung zu öffnen oder zusammen mal swingen zu gehen, da ich ja immer noch mit einem monogamen partner zusammen bin und den ja auch liebe, also nicht einfach so wegwerfen kann. Und die Hürde zu nehmen, doch in der Richtung was anzugehen ist auch nicht so einfach, vorallem weil mir ja meine hauptmotivation hier fehlt, die ja leider Holger ist. Ich hab keinen Bock drauf einen anderen Typen zu knattern, ich hab Bock auf ihn. Da steht man sich dann gerne mal selber im Weg, wenn es darum geht, zb in einen swingerclub zu gehen, weil ich mir denke: „joa, der, den ich will, wird da nicht sein.“ allerdings mache ich mir nichts vor, meine Situation zu euphemisieren, von wegen Blumenstrauß und so, das empfinde ich wirklich und rede ich mir nicht ein oder rede es schöner als es ist. Da war ich sogar selbst überrascht, dass mich das so „mitnimmt“. Grüß dich!

  3. Ich werd‘ zu meinem Kommentar, oben, nochmal was sagen, präziser. Es ging mir eher darum, daß da n i c h t eine dritte Person, neben Tobi und hpa, zusätzlich noch auftaucht, möglicherweise würde das alles komplizieren. Und auch nicht ohne Wissen Tobis, sondern mit seinem, vielleicht abgerungenen Einverständnis aus Einsicht. Dazu aber später. Muß unbedingt, solange ich noch laufen/gehen kann, mir Brot besorgen, alles verschimmelt, 7 macht der Laden auf, danach dann in den Schlaf gleich. / Was mir aber noch eingefallen ist. Ist Tobi vielleicht willens, trotz nahezu unveränderbarer, phlegmatischer Einschränkung, vielleicht freut es ihn ja auch – dich zu photographieren ? Und zwar deutlich gepfeffert? Das bliebe ja unter euch. Wäre für dich vielleicht ganz schön, Aufmerksamkeit…, weiß nicht, dich so zu zeigen. Dachte erst an 2,3 Photographen, aber das würde mutmaßlich deine Beziehung gefährden, oh-no, und somit kannst du diese Mutprobe ganz und gar unmöglich vollziehen, wer verstünde das nicht ;), daher – so. / Könnte auch Tipps geben, dazu. Vor Jahren schon hab‘ ich mal überlegt, was für Akt- und Naheaktphotographien würde ich photograhieren…, ich mach‘ das auch mal irgedwann, also Bildgestaltungen, die ich nicht kenne, die ungewöhnlich sind. Keine Sorge, nicht schlimm, nur anders. Was meinst du? Soll ich mal Vorschläge hinterlassen? Kannst du dann abchecken, ob nicht-ob oder ob gut, ob tauglich, ob erfreulich 🙂

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