Tägliche Gedanken beim Händewaschen.

Tägliche Gedanken beim Händewaschen.

Wisst ihr, was mir auf Arbeit immer auffällt? Jedes Mal, wenn ich auf die Toilette gehe und mir danach die Hände wasche und neben mir jemand das Gleiche tut, dreht niemand – sage und schreibe – gar niemand das Wasser ab, während er bzw sie sich die Hände einseift. Niemand. Ich bin tatsächlich der einzige, der das tut, Hände kurz nass machen, abdrehen, Seife, aufdrehen, abwaschen. Und jedes Mal, wenn ich das neben mir sehe, komme ich in die Versuchung vorzuschlagen, ob derjenige nicht einfach den Hahn abdreht, solange er bzw sie mit der Seife beschäftigt ist. Dann muss man sich mit dem Einseifen auch nicht so beeilen, auch toll. Das denke ich jeden Tag, jedes Mal, wenn jemand neben mir steht. Und kein einziges Mal habe ich das bisher getan, weil ich nicht besserwisserisch oder beleidigend rüberkommen will, obwohl mir ja klar ist, dass es den meisten einfach gar nicht bewusst ist, wie viel Wasser da in den Abfluss geht.

Wie viel Wasser durch einen Hahn gehen soll – und wie viel somit ungenutzt wieder den Bach runtergeht -, ist übrigens genormt. In der Regel kommen mindestens 0,15l pro Sekunde aus dem Wasserhahn. Bei einem durchschnittlichen Einseifen von drei bis fünf Sekunden laufen also ein halber bis dreiviertel Liter Wasser in den Abfluss. Und das bei mehreren tausend Mitarbeitern, die die Firma hat, die alle mehrmals täglich aufs Klo gehen und somit hoffentlich auch jedes mal die Hände waschen, ist das ein ganzer Haufen.

Ich glaube, das muss ich irgendwann mal beim Mittagessen erwähnen, am Besten, wenn die Geschäftsleitung dabei sitzt. Vielleicht kann man ja ein nettes Schild im Sinne der Nachhaltigkeit aufhängen, das ist doch gerade eh so in. Oder vielleicht mache ich da auch mal einen Verbesserungsvorschlag.

Der liebe Onkel würde jetzt wieder sagen: Worüber du dir Gedanken machst..

Suzaku


4 Gedanken zu „Tägliche Gedanken beim Händewaschen.

  1. Bei uns auf der Arbeit konnte man Ideen usw zu Papier bringen und abgeben. Wenn etwas umgesetzt werden konnte gab es eine Belohnung. Man müsste mal ausrechnen, wie viel Wasser am Tag verloren gehen, ob es nützlich wäre diese automatischen Wasserhähne zu kaufen.

    1. An manchen Gebäuden gibt’s das bei uns auch. Meistens da, wo Kunden durchkommen, da sind die Toiletten eh viel moderner und auch anders vom Einrichtungsstil her. Das vorschlagsding ist bei uns auch so, aber da macht nie einer mit..

  2. Ich stelle das Wasser nur dann ab, wenn es länger dauert, Farbe, Tusche… an den Händen, sonst nicht und das bleibt auch so. Vieles ist schon sinnvoll, ich hasse es aber, von tausenden, ermahnenden Zeigefingern umschwirrt zu werden, das müsse man, ich tun und das und das und das, das und das noch, halt’s Maul, Volkspisse mit Anspruch. (Bei gleichzeitiger Anpassung jahrzehntelang, Gleichschaltung, Unterwürfigkeit, Euphemisierung von Lebenszuständen, die das nicht verdienen.)

    1. Müssen tut keiner was, zumindest nicht von mir aus. Ich denke nur, dass bei vielem den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, dass sie mit einer Kleinigkeit schon auch was leisten können. Und dein Beispiel mit Tusche, Farbe etc ist ja was ganz anderes als das, was ich im Eintrag über die Arbeit schrieb.

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