Zeit rennt. Leben rennt.

Zeit rennt. Leben rennt.

heute ist mein vater zwei monate tot.

es ist jetzt nicht so, dass ich da ständig dran denke, aber naja, heute ist halt der zwölfte. wenn ich daran denke, was genau jetzt vor zwei monaten war und wie es heute ist. wie heiß dieser sommertag war, wie kalt und erstarrt der körper war. das sind die ersten zwei gedanken, die mir bei „vor zwei monaten“ in den sinn kommen. und was seither alles war. wie es „damals“ war und was jetzt ist. so viel hat sich – mal abgesehen von dem tod – irgendwie gar nicht verändert, aber irgendwie fühlt sich alles anders an. ich meine nicht nur aufgrund des todes, sondern allgemein. wenn ich nur daran denke, wo ich allein anfang diesen jahres gestanden bin. zeit rennt. leben rennt.

ich höre „aimer à mort“ von louane.

immer noch auf dem fiori-hype. er sitzt ja bei „the voice kids“ in der jury und deshalb hab ich am wochenende, als tobi in italien zum motorrad fahren war, nur französisch gelernt und wenn ich das mal nicht gemacht habe, habe ich mir zum „chillen“ (wo ich auch mit untertiteln dran sitze und so viel wie möglich versuche zu übersetzen) dann gefühlt hunderttausend blind auditions reingezogen. in der neuen staffel, die seit august läuft, hat ein kind das lied da oben gesungen und das hat mir direkt gefallen, wenn ich auch weiß, dass ich das vermutlich jetzt ein paar tage „suchte“ und danach höre ichs nie wieder. und wenn ich es dann doch mal wieder zufällig höre, wird mich das an das wochenende, an dem ich mir eine milliarden blind auditions von irgendwelchen französischen kindern angeguckt habe, erinnern. ich fand das so süß, das mädchen bei „the voice“, das das gesungen hat, war offensichtlich ein fan von dieser sängerin da oben und genau die sängerin sitzt auch in der jury. als diese sängerin dann den buzzer gedrückt hat, von wegen, dass sie sie gut findet und in der nächsten runde dabei haben will, stand ihr richtig der schock und die freude im gesicht. kann das so nachfühlen, ich würde tot umfallen, wenn fiori den buzzer bei meinem gesang drücken würde XD nur mit dem unterschied, dass er wahrscheinlich schreiend wegrennen würde, wenn ich singe lol. der würde den buzzer samt halter abmontieren und ihn auf mich werfen XDDD

hab ich das erzählt? – ich glaub, ich hör mit gesang auf. keine ahnung. zum unterricht zu müssen nervt mich mittlerweile mehr, als dass es spaß macht. schon allein die formulierung „zu müssen“. abgesehen davon merke ich einfach, dass mir beim gesang gar nichts geschenkt wird, ich muss da so viel arbeit reinstecken für einen hauch von nichts an „erfolg“, das macht einfach keinen spaß. entweder bin ich so krass untalentiert oder habe so hohe ansprüche an mich selber (oder beides), keine ahnung. ganz entschieden ist es aber noch nicht, weil ich nicht sicher bin, ob die lust nicht wieder zurückkommt. abgesehen davon krieg ichs bisher irgendwie nicht übers herz, meiner gesangslehrerin zu kündigen. aber wenn ich zeitlich weiter so hinter französisch her bin, muss ich irgendwo abstriche machen und sport will ich, wenn mir das zwar auch keinen spaß macht, aber das ist halt notwendig, nicht aus meinen alltagshobbies streichen. naja. mal sehen.

in sachen französisch ist das ganze auch weitergewachsen. und zwar möchte ich nächstes jahr auf eine sprachreise nach frankreich. da kam ich irgendwie drauf, als ich am wochenende morgens noch im bett lag. direkt gegoogled. ist gar nicht so teuer. ich dachte immer, das würde unmengen geld kosten, geht aber. ein witz verglichen zu einem backstreet boys event. tobi wird nächstes jahr ja auch, wie immer, wieder zwei wochen zum wakeboarden gehen, sprich, ich werde wieder zwei wochen an urlaub „übrig“ haben, in denen ich nicht irgendetwas mit ihm machen kann. dann geh ich zwei wochen nach frankreich. je nachdem, in welche stadt man will – wegen mir muss das auch nicht mal unbedingt paris sein – zahlt man tausend bis zweitausend euro, für ein einzelzimmer in einer gastfamilie, halbpension und schulunterricht an der sprachschule in einer klasse mit zehn bis fünfzehn schülern des eigenen sprachlevels. um ehrlich zu sein, find ich das sogar mega billig, ich hätte echt gedacht, dass sowas mehr kostet. geht sogar, so wie rausgefunden habe, mit quasi jedem sprachlevel, also selbst, wenn man nix beherrscht. würde am liebsten jetzt gehen. scheiß bsb-tour in den wind schießen und stattdessen nach frankreich xD wer braucht schon bsb? lol. (fragt mich mal nächsten monat nach dem ersten konzert nochmal XD)

ich genieße aber diesen wechsel. nicht mehr diese ganze … kacke mit bsb. immer diese halben schockmomente, wenn die irgendwie ein tour verkünden und man unmengen an milliarden euro für irgendwelche meet and greets ausgeben muss, sich gedanken machen, wie man was wo anzieht, oder irgendwelche neuen, lustigen instagram postings raushauen, die kevin dann liked oder kommentiert. ich meine, das war alles gut, solange es anhielt, aber ich bin so froh, dass ich jetzt wieder was „für mich“ machen kann, wieder ein neues ding, in das ich mich reinfuchsen kann, so wie da, als ich mit gesang angefangen habe.

auch die ganze sache mit dem schwarzen loch. ich bin so froh, dass ich nun endlich wieder etwas habe, das mein hirn fordert. es fühlt sich an, als hätte ich drei wochen urlaub gehabt, wäre nur in jogginghose auf dem sofa gelegen, hartz4 tv geglotzt und chips gefressen und jetzt kann ich das erste mal seit langem mal wieder früh aufstehen, duschen, mich schminken, und etwas anpacken. so fühlt sich mein gehirn an. als wären die letzten zwei jahre ein unglaublich langes gammelwochenende gewesen, in dem man nur faul rumgelegen ist.

keine ahnung. wollte nur kurz ein update hierlassen.

suzaku

3 Gedanken zu „Zeit rennt. Leben rennt.

  1. Oh, danke für den Tipp der Sprachreisen. Ich habe mir das auch teurer vorgestellt. Bei mir wär’s Niederländisch, das lerne ich schon ein paar Jahre, aber die Kurse vor Ort gibt’s meistens nur für Anfänger, weil viele Leute nicht lange dranbleiben. Und zum x-ten Mal „Ich heiße… ich wohne in…“ etc. lernen will ich eigentlich nicht.

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