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Schlagwort: enttäuscht

Heimfahrt.

Heimfahrt.

als anne und ich damals miteinander schlussgemacht haben, da war ich 17, dauerte es nicht lange, bis ich mit kai zusammenkam. wir trennten uns irgendwann september oder oktober, meine ich, und schon im november war ich in kai verknallt, bis wir dann im februar zusammenkamen. mit kai ging es irgendwann im frühjahr des jahres drauf auseinander, ich weiß gar nicht mehr, wann genau. hätte ich mein altes tagebuch noch online, würde ich nachschauen, ich hab es zwar immer noch auf dem netzwerk greifbar, ist mir jetzt aber zu blöd nachzugucken. wir trennten uns nicht im guten, doch schon zwei monate später oder so lernte ich jen kennen und kam kurze zeit später, als sie aus neuseeland zurück war, mit ihr zusammen. mit jen machte ich schließlich schluss, weil ich mich in daniel verliebt hatte. dieser wies mich ab, das war irgendwann im august 2005, da war ich mittlerweile zwanzig, und schon einen monat später lernte ich patrick kennen. in ihn war ich hoffnungslos verliebt, schließlich war er mein arbeitskollege und ich habe ihn regelmäßig gesehen, aber er wollte nichts von mir. zumindest da noch nicht. ebenso wie mit daniel. nach einem dreiviertel jahr hoffnungsloser schwärmerei für patrick traf ich auf tobi und schon vom ersten moment an war ich so verknallt wie noch nie in meinem gesamten leben. ich weiß es noch wie heute, als er mit seinen goldblonden haaren – egal wie kitschig es klingt, aber er sah aus wie ein engel, mein ganz persönlicher engel – an uns vorbeilief und dieses schlechte straßenlicht reflexe in seine mähne und um seine wangenknochen zauberte und ich von der allerersten sekunde nur diesen inneren drang hatte: „wer ist das? ich brauche ihn. ich muss ihn haben.“ drei monate lief was mit ihm, bis er mich für eine andere abservierte. er sagt heute, er hatte nur torschlusspanik, weil er wusste, dass ich mehr wollte und die andere nur an was lockerem interessiert war. zwei monate später kam er mit chrissy zusammen und sollte für die nächsten fünfeinhalb jahre weg vom markt sein. ich war in meinem gesamten leben bis zu diesem augenblick noch nie so zerbrochen wie damals, als tobi mit mir schlussgemacht hatte. wenn ich heute daran zurückdenke, kommen mir heute noch die tränen, obwohl wir mittlerweile seit über sechs jahren zusammen sind und ich diesen eintrag in unserer gemeinsamen wohnung schreibe, auf seinem laptop. trotzdem schnürt mir die erinnerung immer noch die luft ab. daraufhin folgte ein halbes jahr voller.. hungern. über 17kg kamen runter, bis ich dann marco traf. der brachte mich von diesem direkten zug in die magersucht ab und so war ich dann ein paar wochen wieder auf wolke sieben. nach marco, nachdem er mit mir schlussmachte und ich wieder traurig war, nur wusste ich nicht, ob wegen marco oder eigentlich immer noch wegen tobi, nach ihm.. was war dann? .. ich weiß, da kam icke. dann war ich mit dem zusammen, ein halbes jahr. mit ihm ging es auseinander, weil er sich – zu recht – nie richtig geliebt gefühlt hatte, da ich innerlich eigentlich immer noch tobi hinterhertrauerte. bereits ein paar wochen, nachdem ich mit icke nicht mehr zusammen war, traf ich auf uli, dem woytonboy. ein paar wochen und monate lief es dann mit ihm, nur was lockeres, auch wenn ich schon anfang in ihn verknallt war. nach dem erschien wieder marco für kurze zeit auf der bildfläche und dann wars auch schon wieder zeit für was längeres, da wagte ich nochmal die annäherung mit daniel und so sollte ich die nächste beziehung mit ihm eingehen, drei jahre lang. am ende der beziehung, die war eigentlich nach der hälfte schon tot, aber ich traute mich nicht mich zu trennen, machte ich ganz arschlochmäßig per email hals über kopf für rené schluss. rené entpuppte sich als absolute nullnummer, one-night-stand und der war noch nicht mal gut. aber dem sollte ich auch nicht so lange hinterhertrauern, ich knutsche kurz ein bisschen mit jasse rum, renés kumpel. vom einen mülleimer zum nächsten. quasi vom gelben sack zur schwarzen tonne. herrlich. nein, spaß, dazwischen habe ich jemanden vergessen. nach rené war nämlich jemand anderes. dieser jemand, der mich überhaupt inspiriert hatte, gerade jetzt über all das zu schreiben.

 

ich folge auf youtube ja nicht nur hatice schmidt, sondern auch ein paar anderen, eigentlich nur fünf kanälen. einer davon gehört davina michelle, die hab ich ja schon öfter erwähnt. in ihrem neuesten cover sang sie „someone like you“ von adele und als ich das nach jahren mal wieder hörte, dachte ich sofort an die eine version. die eine version.

 

 

das habe ich vor sechs jahren rauf- und runtergehört.

das habe ich immer gehört, wenn ich morgens nach einer langen nacht im buko die stunde nach hause gefahren bin. wenn die sonne aufging, marci auf dem beifahrersitz geschlafen hatte und ich die ruhe genoss. meine ohren pfiffen und wummerten noch von dem technobass, den ich mir die ganze nacht reingezogen hatte, dieses sanfte lied brachte mich so langsam runter. das waren die ruhigen momente in dieser ganzen partyzeit, die momente, in denen ich an nicky dachte.

dieses lied beinhaltet einfach so viel schmerz, es war genau der gleiche schmerz wie damals mit tobi. nach all diesen ganzen dramen und beziehungen, die ich da hatte, hier jemand, da jemand, nach all dem, muss ich sagen, hat nichts so weh getan, wie tobi und nicky. nicky viel kürzer, keine jahre, nur wochen, aber in der intensität genau gleich.

ich hörte das lied heute morgen, als ich zur arbeit fuhr. quasi meinem aktuellsten drama entgegen.

 

nach nicky folgte – nach dem knutsch-ausrutscher mit jasse – kurz darauf wieder tobi, mit dem ich seit damals zusammen bin.

 

und plötzlich war da irgendwie holly und ich frage mich, was schon wieder passiert ist.

 

ich weiß auch, warum mir das so schwer fällt, ihn loszulassen. weil ich mich nicht einfach wieder in was neues stürzen kann. holly sehe ich jeden tag und mit tobi bin ich zusammen. da is jetzt schon einer zu viel. und ich kann nicht loslassen, weil ich gar nicht weiß, wie das geht. habe nie losgelassen. habe mir nur immer wieder was neues geholt, immer und überall.

 

wusstet ihr, dass nicky mittlerweile vater ist? hatte ich das erwähnt? .. es ist die, mit der er nach mir zusammenkam. er meinte das letzte mal, als ich ihn sah, freudestrahlend: „endlich habe ich die eine gefunden. endlich.“ – es machte mir zu dem zeitpunkt aber nichts aus, denn ich hatte auch den einen. es macht mir auch heute nichts aus. komischerweise… ich trauere zwar immer den zeiten hinterher, selten aber den personen. und besonders bei nicky trauere ich nicht der person hinterher. nicht, weil er irgendwie doof war, sondern weil das ganze nur zwei wochen anhielt. nur zwei wochen. schon verrückt genug, dass er es überhaupt schaffen konnte, mich so krass zu zerbrechen.

 

 

tja. wenn ich mir das so anschaue … ein richtiger ads-lebenslauf. keine ahnung.

 

hati hat sich übrigens bei mir gemeldet und ich muss sagen, wenn ich die vorher schon mochte, dann liebe ich sie jetzt. xD ich sags euch, die ist einfach toll. schon komisch, überhaupt mit der emails hin und her zu schreiben, aber sie ist sowas von herzlich und auch total bemüht und besorgt drum, wie wir das mit dem treffen anstellen. ich weiß noch nicht wann wir das mit dem kino machen, sie hatte mir zwei termine und orte vorgeschlagen, ich habe ihr aber gesagt, sie solle entscheiden, da sie von uns beiden den deutlich stressigeren alltag hat.

 

tja. apropos stressiger alltag, ich geh jetzt laufen.

 

grüße

suzaku

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