Winter.

Winter.

20.09, tobi zockt und ich sitze alleine im wohnzimmer.

neulich bin ich mal wieder über dieses lied gestolpert..

 

das lied habe ich letztes jahr, so kurz vor weihnachten, total gesuchtet. eine kurze zeit hab ichs wirklich rauf und runter gehört und danach irgendwie nie wieder. ich bin zwar ab und an drübergestolpert, aber ich habs nie angehört. eigentlich weil es mich an etwas erinnert hat, was letztes jahr total intensiv war, im positiven sinne, und dann wars plötzlich vorbei. und deshalb wollte ich es nicht mehr hören.

vorher, als ich kurz duschen war – und da höre ich immer mega laut musik -, da habe ich bewusst mal wieder dieses lied reingemacht. und witzig, so im nachhinein erinnert es mich irgendwie an .. momente, als ich dieses lied noch gar nicht kannte. tatsächlich erinnert es mich an einen moment, als ich mal vor zwei jahren vom gesangsunterricht nach hause gefahren bin. das war kurz, nachdem ich aus indonesien zurück war. und zwar fuhr ich vom unterricht nach hause und die sonne ging ganz komisch unter, also der himmel hat ganz seltsam ausgesehen und die farben des himmels haben mich an keiths profilbild erinnert und da hatte ich irgendwie total.. fernweh, denn da war keith schon seit einer weile gelöscht und ich hab die ganze zeit gewartet, dass er sich wieder anmeldet. seltsamerweise kannte ich das lied erst ein jahr später und trotzdem erinnert es mich irgendwie an den moment auf der fahrt nach hause.

im übrigen, weil ich es gerade erwähne…, morgen ist indonesien zwei jahre her. da war das letzte bsb konzert. krass. wenn ich mir vorstelle, jetzt, oder viel mehr allgemein heute, vor zwei jahren saß ich mit yukari im four seasons und habe auf kevin und keith gewartet. ich erinnere mich an den moment, als keith an mir vorbeigelaufen ist und mich total verwundert ansah, seine hand nach mir im vorbeigehen ausstreckte, meine hand streifte und dabei meinte: „what are you doing here?“ .. heute weiß ich, dass er später in der bar im erdgeschoss saß und klavier gespielt hatte, während yukari und ich in der rooftop bar saßen und gehofft hatten, dass kevin oder er irgendwo auftauchen würden. kevin haben wir ja während des ganzen hotelaufenthalts nicht gesehen. seltsam, wenn ich mir vorstelle, dass das so nicht mehr passieren wird.

kevin hat übrigens auf mein geburtstagsposting reagiert. und wie, er war total baff. aber irgendwie habe ich jetzt gerade keine lust, da drüber erzählen. ich hab aber durchaus auf dem schirm, dass ich es noch .. erwähnen wollte. ich werde beizeiten auch posten, was ich für kevin gemacht habe. aber das ist eher was lustiges und mir ist jetzt irgendwie nicht nach lustig. nicht, dass ich schlecht drauf wäre, aber .. halt einfach nicht lustig.

 

mein tagebuch fühlt sich gerade, nicht nur jetzt gerade, sondern… sagen wir seit corona, irgendwie an, als wäre das auf pause. ich schreibe nur noch relativ selten und irgendwie habe ich auch nie etwas zu erzählen. vorher war mein leben so soap opera mäßig und man hat immer wieder in die nächste folge reingeschaltet und es ging auch immer irgendwie.. weiter, mit der fortsetzung einer aktuellen geschichte. aber gerade.. ist da irgendwie nix. oder wenn etwas ist, dann ist das so… hm, so „unerzählt“ im tagebuch, dass .. ich erst gar nicht anfange darüber zu erzählen, da ich so selten schreibe, dass man eh nicht mehr als leser mitkriegt, wie es da weitergeht. und ich rede mir auch immer ein, dass diese pause vorbei ist, wenn auch corona vorbei ist. denn dann gehts wieder weiter mit.. keine ahnung, bsb hinterher jagen oder sowas. oder irgendeiner tollen geschichte von der arbeit, wie damals, als man noch in die kantine zum essen gegangen ist, und .. ja, irgendwelche.. geschichten von holly und lieber onkel und wie sie noch alle hießen erzählen konnte. ich fühle mich auch nach wie vor irgendwie immer noch nicht… hm. .. ich hätte es spontan „wach“ genannt. ich fühle mich immer noch wie in diesem winterschlaf, der mit dem ersten lockdown begonnen hat. mit homeoffice. arbeiten im schlafanzug, daheim. nur drinnen bleiben und nicht raus dürfen oder raus sollen. auch wenn das alles schon gar nicht mehr so ist. genau genommen ist fast alles so wie vorher, nur eben.. die masken. wobei ich sagen muss, dass diese masken für mich persönlich echt noch „viel“ sind, also noch sehr spürbar corona. keine ahnung. richtig frei fühle ich mich erst, wenn die scheiß dinger weg sind. und irgendwie hab ich immer noch keine motivation, groß … abzunehmen? .. also den corona-speck. weil.. man ist trotzdem insgesamt noch hässlich, weil eben masken. ja ich weiß, ich bin echt so ein zweitausend oder null prozent mensch.

aber manchmal frage ich mich, inwiefern das überhaupt mit corona zu tun hat. ich glaub,… gar nicht. also ich meine, dass ich hier gerade nicht viel erzähle. eigentlich hat das mit dem schwarzen loch angefangen und jetzt isses.. hm, tatsächlich isses zeitmangel. ich hab überhaupt keine zeit mehr. ich weiß gar nicht, wie ich das früher gemacht habe. so zur holgerzeit. da hab ich doch auch viel gearbeitet und auch jeden tag gekocht und war sogar noch ewig oft joggen. … ach ich weiß. da hatte ich auf arbeit quasi null gehirn investieren müssen, weil sie mich auf so eine beschissene stelle geparkt hatten. und damals war ich noch nicht beim gesangsunterricht. tatsächlich frisst der echt viel zeit, obwohl ich das eigentlich gar nicht zugeben will, weil ich mich immer noch endbeschissen finde und ich gar nicht zugeben will, wie lange und wie oft ich das eigentlich schon mache und trotzdem kein stück vorwärts komme. aber gesang ist echt.. schwer. im ernst jetzt. hätte ich gewusst, wie schwer das ist, hätte ich, glaub ich, mit einem instrument angefangen. denn bei gesang denk man, joa, das macht man halt so ein bisschen zum spaß, aber nicht, um wirklich ein „ergebnis“ zu erzielen. aber irgendwie .. arbeitet man dann doch auf das ergebnis hin, sonst brächte der unterricht ja nix. aber .. im ernst, gesang ist echt schwer. vorallem, wenn man erst spät damit anfängt. ich meine, das ist echt hardcore multitasking. was man da alles gleichzeitig machen und anspannen muss, muskeln, von denen man nicht mal wusste, dass das ein muskel ist. das ist ungefähr so, wie wenn man das erste mal yoga oder .. keine ahnung, im fitnessstudio ist, und der trainer sagt dir: „so und jetzt spannst noch das an und das und hier gehst bissl zurück und das streckste durch und den kopf eher so und schultern zurück und dies und das“ – und dann fühlste dich total verbogen und du weißt, du kriegst diese haltung NIE WIEDER bzw. NIEMALS ALLEINE hin und .. joa, das hoch eine milliarde ist ungefähr gesang.

 

mhm. irgendwie ist mir immer noch dieses .. bild von dem sonnenuntergang im kopf. so diese zeit nach indonesien, als ich schon wieder hier war im kalten deutschland, diese vor-weihnachtszeit und mit dem kopf und dem herz noch in indonesien. dieser trip nach indonesien, .. das war wirklich eine geile sache. eigentlich wars total „langweilig“, den ganzen tag da in der hotellobby hocken, aber.. das war einfach geil. auch wenn das für viele sicherlich kein großes ding ist, vorallem nicht bei der jugend heutzutage, die mit 15 schon ihren ersten schüleraustausch irgendwo in kalifornien oder neuseeland machen, aber .. wenn ich mir vorstelle, von welchem … punkt aus ich angefangen habe und dann einfach alleine nach indonesien geflogen bin, da war ich noch nie, da kann ich die sprache nicht und überhaupt eh keine ahnung von nix und dann sich dort treffen mit yukari, einer freundin aus tokio, die ich davor zweimal im leben getroffen habe. um in jakarta nach den backstreet boys zu suchen. alter, das war schon geil. ich werde niemals aufhören solche sachen zu machen. sachen, die mich im vornherein total abfucken, sachen, von denen ich denke: „alter, das packst du nie, da verreckst du.“

 

ich höre immer noch dieses lied. keine ahnung, macht mich trotzdem melancholisch, auch wenn ich eigentlich nicht wirklich gründe hätte, melancholisch zu sein.

soll ich euch mal noch was ganz anderes sagen? .. auf arbeit, oh, jetzt verschrei ichs wahrscheinlich, weil ich das nun sage, aber .. auf arbeit fühle ich mich gerade echt wie .. der beste. lol. tatsächlich fühle ich mich als .. bester meiner gruppe. mir fallen so hardcore viele fehler und probleme und sachen an meinen kollegen auf, die mich total schockieren, also sachen, bei denen ich wirklich sage: „also, what the fuck!?“ tatsächlich hatte ich dieses gefühl – auch wenn ich nicht mal weiß, wie lange das anhält und wie sehr ich damit recht behalte oder überhaupt habe – ewig nicht mehr. sich auch irgendwie.. „geistig“ den anderen überlegen zu fühlen, oder sagen wir .. fachlich. vielleicht nicht unbedingt fachlich, was die technischen inhalte angeht, aber .. was meine fertigkeiten angeht, die art, wie ich meine arbeit erledige. das letzte mal, als ich mich so gefühlt habe, das war 2004, als ich das berufskolleg gemacht hatte und mit einem durchschnitt von 1,1 oder 1,2, weiß ich nicht mehr, abgeschlossen habe. gut, wobei ich sagen muss, die schule war jetzt echt nicht schwer. aber trotzdem war das … ja, das war einfach seltsam, auch mal in diesem bereich irgendwie überlegen zu sein. und so fühle ich mich gerade auf arbeit. dass ich die anderen gar nicht brauche, also meine kollegen. oft hänge ich mich dann an einen ran und den kann ich bei jedem scheiß, der mir angst macht, fragen. oder sachen, bei denen ich unsicher bin. und jetzt ist es gerade so, dass ich mir denke, ich würde am liebsten mir die sachen von den anderen hernehmen und mal alles „gescheit“ machen. komm, gib her, ich mach das, ich kann das nicht mitansehen! .. so habe ich mich tatsächlich, bis auf dieses jahr im berufskolleg, noch nie gefühlt, was meinen job oder die schule angeht. klar, ich bin ja auch dumm, ne?

 

das lied macht mir sehnsucht. sehnsucht nach neuem. nach brainfuck. richtigem brainfuck. nach .. solchen sachen wie indonesien. aber nicht des spaßes wegen, wegen backstreet boys und bock auf konzerte oder so. nee, sondern.. des brainfucks wegen. ich will wieder leben. aber unter leben verstehe ich nicht fun haben oder sowas, sondern ich will sachen erleben, die ich noch nie erlebt habe, ich will sachen spüren, die ich noch nie gespürt habe. ich denke, das ist eh der.. größte anreiz in meinem leben. oder so eine art „lebensmotto“.

 

es ist nun kurz vor neun und ich werde nun mich so langsam bettfertig machen.

im übrigen, eine leserin hat mir eine private nachricht geschrieben, sie wird sich schon angesprochen fühlen, denke ich… ich hab dir eine email geschrieben, ich glaube, sie ist im spam gelandet, denn ich hatte dir schon letzte woche geschrieben. schau mal bitte nach.

 

grüße an euch, ihr eichhörnchen.

suzaku

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