Throwback: Abkotz in… etwas schöner geschrieben.

Throwback: Abkotz in… etwas schöner geschrieben.

So, ich wollte ja eigentlich öfter mal einen Throwback Eintrag online setzen, irgendwie hab ich das die letzten zwei Wochen vor lauter Fiori und Französisch vergessen xD aber hier kommt mal wieder einer… Das war noch in der alten Wohnung mit den schrecklichen Nachbarn, sogar relativ am Anfang, als sie gerade drei, vier Monate in der Wohnung gewohnt haben…

Amusez-vous!

 

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Tagebucheintrag vom 27.01.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

auch heute danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, welche Sie mir just in diesem Augenblick entgegenbringen. Trotz meiner tief empfundenen Erkenntlichkeit bin ich dennoch gezwungen, Ihnen bedauerlicherweise mitzuteilen, dass Ihnen eine nicht allzu spannende Aufzeichnung des Alltagsgeschehens zum heutigen Datum zur Verfügung steht, da sowohl mein Esprit, als auch der Wille, jenen zum Ausdruck zu bringen, von größter Mattigkeit überschattet und dadurch geschmälert wird. Trotz allem bin ich jedoch nicht gewillt, Ihnen den Grund für jene Erschöpfung zu verweigern, viel mehr setze ich dieses Schreiben auf, um Ihnen die Information zukommen zu lassen, durch welchen Umstand bereits erwähnte Kraftlosigkeit hervorgerufen wurde.

Ich bin mir durchaus um die Offensichtlichkeit jenes Grundes meiner Energiearmut bewusst, dennoch möchte ich es mir, wie bereits erwähnt, nicht nehmen lassen, jenen ausschweifend zu umschreiben. Selbstverständlich wird mein derzeitiger, körperlicher Zustand durch jene Situation mit den Nachbarn begründet, welchen die Kenntnis über kinder- und anwohnerfreundliche, sowie wirkungsvolle erzieherische Maßnahmen noch immer verwehrt bleibt. Zu meinem Bedauern ist hinzuzufügen, dass sogar Gegenteiliges der Fall zu sein scheint. So wurden sowohl mein Lebensgefährte, als auch meine Person am Vorabend einmal mehr Zeuge dessen, wie der Hausherr sein geballtes Missbehagen über das Betragen seiner Sprösslinge, welches das lautstarke Missbilligen der Bettruhe beinhaltet, mit kräftigem Organ zum Ausdruck brachte. Ich muss an dieser Stelle ganz sicher nicht den ausbleibenden Erfolg einer solchen Tätigkeit bekunden. Bemerkenswert allerdings erschien die unglaubliche Loyalität der Ehegattin dem Hausherren gegenüber. Sie ließ es sich nicht nehmen, ein ebenso sinnbefreites, wie auch grenzwertiges Verhalten an den Tag zu legen, um somit ihre Treue und Ergebenheit des Ehepartners gegenüber, als auch ihre minderwertigen, gar unbrauchbaren Fähigkeiten der Kindererziehung deutlich zur Schau zu stellen. Schlussendlich sah ich mich gezwungen, wie ich Ihnen gestehen muss, in den Chor meiner Nachbarn mit den behutsam gewählten Worten: „RUHE BITTE!! WIR WOLLEN SCHLAFEN!“ miteinzustimmen. Mit einer von Stolz geschwellten Brust erlaube ich mir hier, auf den von äußerster Höflichkeit geprägten, von mir in jener impulsiven Situation dennoch in Verwendung genommenen Begriff: „BITTE“ hinzuweisen. Ebenso positiv fiel diese Anmerkung meinem Lebensgefährten in jenem Antrag auf Einhaltung der Nachtruhe auf.

Es kann protokolliert werden, dass nach einer entsprechenden Wartezeit, zwischen 22:00 und 22:30, langsam eine Besserung zu vernehmen war, jedoch führte dies nicht unmittelbar zum Genuss von erholsamem Schlaf, da zunächst die erhitzten Gemüter unsererseits besänftigt werden mussten, ehe an Nachtruhe zu denken war. Die Gemüter ließen sich zwar zur Ruhe bringen, doch die Mattigkeit blieb aus, sodass meine Person erst gegen 3:00 den Weg in den Schlaf fand, um sogleich zwei Stunden später bereits wieder voller Tatendrang die Woche zu beginnen.

Weiter lässt sich der heutige Aufschrieb um weitere Informationen ergänzen, welche Sie nachfolgend vorfinden:

Sowohl mein Lebenspartner, als auch ich selbst sind mittlerweile gewillt, ein Wort mit dem Vermieter zu wechseln. Selbstverständlich wird obiger Sachverhalt die Basis des Gespräches darstellen, auch wenn eine Entwicklung, welche meinen Vorstellungen entspräche, äußerst fragwürdig, wenn gar unmöglich erscheint. Viel mehr dient eine derartige Aussprache lediglich dem Abbau des inneren Unmuts. Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass eine Veränderung jener Anwohnersituation nur mit einer Änderung der eigenen Anschrift zu erzielen ist, welche jedoch ebenfalls angestrebt wird.

Hochachtungsvoll,

Suzaku

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