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Schlagwort: tagebucheintrag

Raum geben.

Raum geben.

es ist 19:24, ich sitze im wohnzimmer und bin allein. tobi ist heute auf der weihnachtsfeier seiner abteilung, ich war jetzt vorher sogar schon bei der kälte meine sieben kilometer laufen, war duschen, habe was gegessen und nun sitze ich finally hier. hatte gerade so ein bisschen was von früher. ich meine ganz früher, so … weiß nicht, bevor ich ausgezogen bin. bevor ich den techniker gemacht habe. ganz früher, so zu teenie-zeiten, da war 19:00 meine tagebuch-zeit. fast jeden tag um 19:00 tagebuch getippt und dann so kurz nach acht meistens online gestellt, bei langen einträgen ging es dann bis halb neun. heutzutage ist alles so durcheinander, ich schreibe mal morgens, mal abends, mal im büro, mal zu hause, mal auf dem handy, total unterschiedlich. das ist etwas, das ich vermisse. meine konstante zeit. aber ist nicht so einfach mit partner. manchmal vermisse ich „mein zimmer“, damit meine ich viel mehr meinen pc, daneben der fernseher und oben drauf meinen videorekorder. ich vermisse es, den fernseher ohne ton laufen zu lassen, einfach wegen der bewegten bilder zur unterhaltung, und dabei am rechner zu sitzen. zu chatten, im msn, hier und da zu surfen, hier und da foren, so die üblichen seiten checken. heute habe ich das gar nicht mehr. heute habe ich mein handy. ich nutze whatsapp und das wird sofort beantwortet. heute ist alles anders. alles hat sich gewandelt.

ich höre übrigens gerade dieses lied..

neulich per zufall drüber gestolpert. ich habe eine ähnliche version – bekannt als „bellas lullaby“ von twilight – früher oft gehört, so 2009 rum. als ich damals die bis(s)-bücher gelesen habe. twilight erinnert mich immer an den winter 2009, wie ich durch die stadt lief, in der ich damals noch arbeitete, die gute firma. ich erinnere mich an schnee und wie es am spätnachmittag schon so dunkel war, es schneite oft und ich bin damals öfter noch im müller gewesen, um weihnachtsgeschenke zu kaufen. daran denke ich, wenn ich das höre.

ich vermisse oft meine zwanziger. als ich noch so 23 war. schon krass, wenn ich dran denke, dass das einfach mal zehn jahre her ist. ich fühle mich nicht mehr so wie damals. bzw. eigentlich fühlt man sich immer gleich, aber wenn man näher drüber nachdenkt, weiß man, dass man einen riesen sprung gemacht hat. (wäre zumindest schön, wenn man das von sich behaupten kann…) oft denke ich mir, dass früher alles besser war, aber das war es nicht. wenn ich mir nur denke, was ich, ich sag jetzt mal „psychisch, für einen sprung gemacht habe, seit der klinik und danach auch noch. klar, ich hab meine hpa-süchteleien und den ganzen rotz, und ja, auch davon bleibt ihr in diesem eintrag nicht verschont (ICH HÖRE EUER SEUFZEN XD), aber wenn ich mir vorstelle, was ich damals alles für einen bullshit durchgemacht habe. ich meine, nicht wirklich durchgemacht, sondern.. sachen, die ich heute so nicht mehr machen würde. ich meine, klar, das sagt man immer: „das würde ich heute nicht mehr so machen, mein gott, war ich blöd“ und mit sicherheit werde ich das irgendwann auch mal über hpa sagen, aber schlussendlich macht man es doch immer gleich, weil einen bestimmte gefühle in diese richtung reißen und man – bzw. ich – denen hilflos ausgeliefert ist – bzw. ich. also nicht ganz hilflos, aber .. sehr einnehmend. – aber tatsächlich kann ich sagen, würde ich wirklich vieles heute echt nicht mehr machen, weil ich mir über vielem heute klarer bin als ich es mit 23 war. oder mit 25. oder mit 28.

so. und jetzt liebe leute. macht hier mal eine pause vom lesen und schreibt mir eine message! XDDDDDDDDDDDDDD über genau das, was ich bisher geschrieben habe XD ich habe mir nämlich sagen lassen, von mehreren seiten, man würde mir so selten eine nachricht schreiben, weil man vom inhalt eines einzigen eintrag so erschlagen sei, man hätte so viele unterschiedliche gedanken zu einem einzigen eintrag, dass man am ende, wenn man fertig gelesen hat, gar nicht mehr weiß, was man eigentlich sagen wollte. von daher. ich gebe euch hier die möglichkeit zu einem kurzen break ! XD hach, herrlich. frau s., das war wieder herrlich lol.

 

ich mache derzeit eine challenge. derzeit ist sogar die zeit der challenges. nicht nur die mit den kleidern (dieses jahr wird nichts mehr gewaschen!), sondern allgemein. mein neuestes ist ja, dass ich sämtliche fantasien über hpa unterbinde. sämtliche tagträumerei. ich versuche vieles auch in den alltag zu übernehmen, also quasi ins echte, wahre leben.

mit einer freundin, mit der ich die ganze zeit drüber schreibe, kamen wir dann auf eine neue challenge. und zwar immer, wenn ich irgendwie meinem impuls, irgendwas in richtung hpa zu machen (z.b. zu ihm zu gehen und mit ihm zu reden oder so), immer, wenn ich erfolgreich dagegen angekämpft habe, dann gibt es einen klebestreifen an meinen monitor. und wenn die ganze reihe voll ist, dann.. weiß ich auch noch nicht, was dann ist xD dann mach ich irgendwas schönes. dann gönne ich mir irgendwas. wobei das sehr schwierig wird, denn ich bin zur zeit ziemlich am gönnen lol. ich gönn mir backstreet boys, gönn mir make-up, gönn mir so vieles. too much gönnung. gibt also nichts, worauf ich hinarbeite. das einzige, was ich gerne hätte, wären fünf kilo runter xD aber das schaffe ich selbst mit den besten klebestreifen der welt nicht (okay, vielleicht kann ich damit ja irgendwie meinen arsch straffen XD)

und heute morgen war es echt schlimm. heute morgen tat es echt weh. ich hab heute etwas verschlafen und war später dran. normalerweise bin ich immer mindestens zwanzig minuten vor hpa im büro, aber dieses mal kam ich ungefähr zur gleichen zeit, wie er zur zeit immer auftaucht. ich habe also geparkt und wie ich so vom auto weglaufe, sehe ich, dass ein schwarzer a5 in meine reihe fährt und direkt zwei plätze neben mir parkt. schon bevor er den parkplatz anpeilte, erkannte ich ihn am kennzeichen. um ehrlich zu sein, ich hatte es auch schon gewusst, dass er es ist, bevor ich das kennzeichen lesen konnte. ich weiß, dass er um diese zeit auftaucht, ich weiß, dass er immer in dieser reihe parkt und es war das richtige auto. ich sah also sein kfz-zeichen. normalerweise wäre ich stehen geblieben, hätte auf ihn gewartet und wäre mit ihm zusammen ins büro geschlendert. hätte ich immer gemacht, immer immer. und das finde ich nicht mal so krass, denn das würde ich auch tatsächlich bei jedem anderen kollegen machen, mit dem ich viel rumhänge.

ich sah also dieses zeichen, drehte mich um und lief weiter. ich lief einfach weiter. ich muss zugeben, das tat echt weh, das tat wirklich weh.

ich muss hier an meine allererste trennung im leben denken. witzig. ich hab da nie wieder dran gedacht, bis zu diesem augenblick. damals, als jen und ich uns das erste mal getrennt haben, als sie mit mir schlussmachte, hing ich sämtliche bilder von uns aus dem ctrm ab. kann sich da noch wer dran erinnern? das ctrm, das chattertreffen rhein-main. süß, mensch. ich hing alle bilder ab und meine wand war plötzlich kahl und leer. es blieb nur noch leere zurück, die weh tat. es gibt auch leere, die sich gar nicht bemerkbar macht, die im bestfall sogar noch sowas wie freiheit ist. aber das wars nicht, denn diese leere machte richtig schön penetrant und schmerzlich auf sich aufmerksam.

und genauso war es heute. das weglaufen fühlte sich eher wie eine frische trennung an, da ich – wie gesagt – ja auch bei einem normalen kumpel stehen geblieben und mit ihm geredet hätte.

ich lief des weges entlang und hörte plötzlich schritte hinter mir. – „bist du auch so spät dran?“, es war nicht hpa. ein anderer kollege, einer derer, mit denen ich beim frühstück auch zusammensitze, mein schulungskollege. wir unterhielten uns etwas und als wir die treppen zum eingang aufs betriebsgelände hochgingen, bzw. davor, trafen wir auf hpa. der grüßte freundlich und lief mit uns das stück mit. ich blieb beim gespräch mit meinem kollegen, durchs rolltor auf dem betriebsgelände wartete hpa sogar noch auf mich und den rest liefen wir beide zusammen ins büro, da der andere kollege woanders hinmusste.

 

noch zwei situationen, dann habt ihrs geschafft für heute.

mittagessen. ich lief hoch, an seinem büro vorbei, er saß nicht darin, sein bildschirm war schwarz. war wohl schon länger weg. vermutlich dann auch direkt von der besprechung in die kantine. oder auch nicht. naja. egal. eine meiner challenges beinhaltet, dass ich jeden tag konsequent um 12.01 zum mittagessen gehe, egal, ob er nun da ist oder nicht. egal, ob er mitkommt oder nicht. egal, was ist, ich gehe um diese fucking uhrzeit essen, denn ICH habe hunger und ICH gehe was essen. ich habe da oben genug leute, die ich kenne, mit denen ich reden kann und wenn nicht, dann lerne ich neue leute kennen. isso.

ich lief also hoch, nahm mir meinen salat und schaute dabei schon in die menge, ob irgendjemand meiner sonstigen mittagspausengesellschaft da saß. niemand. nicht ein einziger. ich stellte mich bei der kasse an die lange schlange, suchte nochmal den raum ab nach einem bekannten gesicht, aber fehlanzeige. mit einem schlag lief hpa von der kasse direkt an mir vorbei bzw. in meine richtung, er sah mich sofort an und ich sah ihn sofort an. wir haben beide zufällig genau in die richtung des anderen geschaut und beide überhaupt nicht mit dem anderen nicht gerechnet. er stand also vor mir, mit seinem tablett in der hand, grinste mich sofort bis über beide ohren an und zwinkerte mir mit seinem linken auge zu.

ich brachte den vergleich schon mal, nur in einem anderen zusammenhang, den ich jetzt schon gar nicht mehr weiß. es ist wie wenn man eine randvolle schüssel wasser balanciert, immer mit der angst, irgendwas danebenzuschütten. ich balanciere die schüssel jetzt schon so lange, halte meine emotionen so im zaum, verschütte nichts in richtung fantasie, nichts in richtung hochgefühl, nein, das bleibt alles schön da.

und dann steht er vor mir und zwinkert mich an. es war, als ob jemand die pistole zückte und die kugel direkt durch meine schüssel jagte und sie in tausend teile zerschellte. nicht nur ein bisschen verschüttet, das komplette wasser landete auf dem boden und das innerhalb von einer millisekunde, in der ich noch nicht mal was .. machen konnte. ich konnte gar nichts dafür. ich bin einfach nur dagestanden, und plötzlich steht er da und schaut mich so an. hat gezwinkert. ich glaube, er hat mich noch nie angezwinkert. ich kann mich nicht dran erinnern, je diese geste bei ihm gesehen zu haben und ich vergesse nichts. ich fühlte mich besonders.

 

da wirklich sonst niemand da war, den ich kannte oder mit dem wir sonst mittagessen, lief ich holger also hinterher und setzte mich direkt ihm gegenüber. die kantine war heute auch richtig voll. kurze zeit später kam dann noch der fo-mensch, welcher sich neben mich setzte und der sympathische, der sich neben hpa platzierte. irgendwann unterhielten wir uns wieder über sport, ich fragte etwas und holger erklärte es mir. ich kann beim besten willen nicht sagen, worum es überhaupt ging, denn.. er schaute mich an, er schaute mir direkt in die augen, er saß mir ja direkt gegenüber, ich sah ihn an und innerlich war ich wie erstarrt. das war ich in dem umfang lange nicht mehr. ich schaute ihn an, während er mir diese sportfrage beantwortete und dachte nur: „gott, das sind die wunderschönsten blauen augen, die ich je gesehen habe.“ das blau ist so richtig hell und klar. wenn ich das hier so schreibe, klingt das so verträumt und leidenschaftlich, tatsächlich war ich nur erstarrt, erschrocken, ich hielt meine zusammengeklebte schüssel fest in der hand und versuchte erneut, nichts daneben zu kippen. ich dachte nur noch: „oh gott, reagier normal, bleib locker, es darf niemand merken.“ – wenn ich nicht wüsste, dass er so.. „grobmotorisch“ ist, ich hätte angst gehabt, dass er gemerkt hat, dass ich nur darauf bedacht war, mir nichts anmerken zu lassen.

 

nach diesem tag müsste ich alle meine klebezettel wegreißen. tatsächlich sind das aber solche sachen, die.. einfach über einen kommen. ohne mich rausreden zu wollen. ich bin den ganzen nachmittag nicht mehr wasserholen gegangen, ich war auch nicht mehr in seinem büro und das, obwohl ich ihn dann erst am montag wiedersehen werde, weil er morgen urlaub hat. aber die mittagspause war schon rückfall genug.

trotzdem lasse ich mich von diesem kurs nicht abbringen. es bleibt dabei. es gibt auch keine träumereien mehr, keine fantasien. ich kann nichts dagegen machen, wie ich mich fühle, wenn er sowas macht. mich anzwinkern oder wenn er mit mir redet. ich kann auch nicht einfach aufhören, mit ihm zu reden. denn wie karin schon so schön schrieb, diese firma ist an fünf tagen der woche meine realität.

 

aber ich kenne den schlüssel. ich kenne ihn. jeder, der schon mal in therapie war und der irgendwas von der therapie verstanden hat, kennt ihn.

man darf dem keinen raum geben. das ist es. man darf nicht. allein dieser tagebucheintrag, allein dieses sich-dran-zurückerinnern, wie er aussah, als er mich so anzwinkerte, das alles, das ist viel zu viel raum. seit einer woche bin ich auf schnuller-entwöhnung und es war auch machbar und gut. wenn etwas passiert, eine begegnung, ein lächeln, ein nettes wort, dann kann man in dem moment nichts dagegen tun. aber man kann was dagegen tun, was man danach damit macht. schreibt man es noch zigmal im tagebuch auf, erinnert sich immer und immer wieder daran zurück, oder.. lässt es einfach an einem vorbeiziehen? … es ist wie eine phobie. man darf dem keinen raum geben. wenn du der angst raum gibst, wird sie größer. du hast angst, die angst hat nicht dich, das sollte man sich immer vor augen führen. wenn man angst vor dem telefonieren hat, sollte man einfach telefonieren und nicht angst davor haben. man soll es machen und nicht darüber reden, sich nicht in diese emotion, die einen vor der tat – hier das telefonieren und die angst, die man zuvor verspürt – durchströmt, fallen lassen.

tu so als ob. auch ein guter therapietipp. wenn du traurig bist, tu so, als wärst du fröhlich. klingt dumm und banal und wird auch sicherlich nicht jedes mal helfen, aber selbst, wenn es nur zweimal hilft, dann ist es schon zweimal mehr als zu dem zeitpunkt, als man diesen tipp noch nicht kannte.

und ich merke immer, wenn ich dem ganzen raum gebe, tut es weh. es tut weh, ich fühle intensiv und das gefällt mir. es gefällt mir, dass ich intensive traurigkeit fühle, intensives verlangen, intensives begehren, intensives träumen, verliebtsein. das alles gefällt mir. aber das alles bringt mir auf dauer rein gar nichts.

und irgendwann wird es richtig intensiv. intensiv traurig. wenn er geht. ich gebe zu, das ist mein schlimmster horror. ich muss loslassen, ich muss gehen, bevor er es tut. das ist meine größte motivation. diese unheimlich angst davor wie schlimm es weh tun wird, wenn ich in acht, neun jahren immer noch in ihn verliebt bin und er die firma verlässt.

 

heute gabs mal wieder die volle dröhnung schnulli. und dabei war ich die woche so gut. aber ich gehöre zum glück nicht mehr zu der sorte mensch, die sagt: „naja, hatte jetzt einen ausrutscher, dann schaff ichs eh nie, lass ichs gleich ganz bleiben.“ nein, jeder moment zählt. das ist wie beim veganismus. wenn man nur einen tag der woche vegan lebt, ist das immer noch besser als gar kein tag vegan. die tiere, die einmal die woche nicht gegessen werden, sind trotzdem glücklich, auch wenn an sechs anderen tagen geschlachtet wird. wenn man vor einem brennenden haus steht und man kann nur eins der beiden um hilfe schreienden kinder retten, dann ist das gerettete immer noch dankbar, auch wenn das andere sterben musste.

 

eine andere challenge ist übrigens, dass ich nur dreimal die woche zu ihm gehen darf. die beginnt am montag. drei gelbe klebezettel. wenn die aufgebraucht sind, dann ist schicht für diese woche. ich weiß, das klingt in den ohren anderer nicht gerade wie entwöhnung, aber.. wou, manchmal reichen drei zettel nicht mal für einen vormittag aus. und das schlimme ist, er redet ja auch jedes mal mit mir. gestern, oder war es vorgestern?, war ich bestimmt mehr als eine stunde bei ihm und haben nur gelabert, zwar auch einiges über arbeit, aber nix akutes oder produktives, nur was wäre wenn. gar nicht mehr zu ihm gehen, um mit ihm zu reden, werde ich aber nicht. auch hier, es ist immer noch meine realität. die bleibt. aber drei klebezettel müssen von nun an ausreichen.

aber ich hatte jetzt schon öfter ein kleines erfolgserlebnis. ich hab nämlich schon mehrmals vergessen im outlook nachzugucken, wie er für den tag gebucht ist. klingt für euch banal, für mich ist das aber tagtäglich mein gebet, das ich als allererstes runterbete. die erste amtshandlung, wenn ich morgens ins büro komme. wann ist holly gebucht, wann ist er da, wann kann ich zu ihm.

 

ich habe mir überlegt, ob ich nächstes jahr nicht auch an dem halbmarathon mitmache. der ironman, auch bekannt als der liebe onkel, der doch – mittlerweile ein jahr später – in zweieinhalb jahren den ironman machen will, quasi von null auf hundert in 2,5 jahren, will nächsten september einen halbmarathon laufen. der fo-mensch hatte ja auch schon überlegt, da mitzumachen. holly meinte heute beim mittagessen, dass er das auch mal machen wollte, aber er hat keinen bock, so viel dafür zu trainieren. er zeigte schon ziemlichen respekt gegenüber derer, die einen halbmarathon schaffen. als wir von einer kollegin sprachen, die auch halbmarathons läuft, meinte er: „was, so gut ist die?“ ja, ich weiß, was ihr jetzt wieder sagt. ich begründe es anders.

der liebe onkel wird ja ziemlich verarscht für seine idee, am ironman mitzumachen, auch für den halbmarathon nächstes jahr. dazu muss man erwähnen, dass der liebe onkel nicht so super sportlich wie der rest der mittagspausentruppe ist und auch noch ein dreistelliges gewicht auf die waage bringt. den nimmt keiner ernst, wenn er sagt, er macht da mit. aber leute, die das tatsächlich durchziehen, von denen ist holger schon beeindruckt.

ich behaupte, das laufen gehört immer mehr zu mir. nicht mehr, um im wahrsten sinne des wortes ihm hinterher zu laufen. es ist wie das hungern von früher, das schrieb ich ja schon. die zehn kilometer zu laufen und dabei immer schneller zu werden, ist aber ein holger-ziel. es ist etwas, was ich gerne noch geschafft hätte, gegen ihn bei einem 10er beim firmenlauf anzutreten. egal, in wie vielen jahren. solange er halt noch da ist. es ist nachlaufen.

einen halbmarathon zu schaffen wäre .. besser zu sein als er. das, was er nicht schafft. das, was er für sich aufgegeben hat. es wäre, ihm nicht hinterherzulaufen, sondern an ihm vorbeizuziehen. ihn hinter sich lassen. das assoziiere ich damit. nicht sich durch die 21 kilometer halbmarathon durchzuquälen, um seine anerkennung abzusahnen.

weiß noch nicht, ob ich das wirklich mache. im gegensatz zu den anderen aus unserem mittagspausentisch halte ich aber die schnauze und schwinge keine großen reden – und das bei meiner „frechen gosch“, wie holly immer sagt. hat er erst diese woche zu mir gesagt und gegrinst.

 

genug raum, zu viel. genug raum für die ganze nächste woche.

suzaku

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